Hallo zusammen,
jetzt ist das Sommer-Spezial schon fast vorbei und es gibt eigentlich noch genug Themen über die man in diesem Rahmen schreiben könnte. Es hat mich, der ja schon aus dem Profibereich kommt, überrascht wie komplex und vorallem vielseitig Gimp, Inkscape, MyPaint und Scribus sind (auch wenn ich fast ausschließlich nur mit Gimp und Mypaint gearbeitet habe). Ich bin inzwischen soweit dass ich öfters mit Gimp arbeite als beispielsweise mit Photoshop, auch deshalb weil Gimp zum Starten nur wenige Sekunden braucht.
Die Ergebnisse bei beiden Programmen sehen so ähnlich, das höchstens ein Profi den Unterschied bemerken könnte, wenn er sich die Originaldaten anguckt. Und dabei kostet Gimp keinen Cent. Sicher, es gibt auch Punkte an Gimp die mir nicht so gefallen. Da wären zum Beispiel die Transformations-Tools (Bewegen, Drehen, Skalieren, Scheren, Transformieren) die alles eigenständige Werkzeuge mit je einzelnen Buttons im Werkzeugfenster sind. Das macht das Arbeiten in meinen Augen etwas umständlich und die kommerzielle Konkurrenz hat da eindeutig bessere Lösungen parat. Aber das ist auch schon Meckern auf hohem Niveau. Und die Community verbessert die Software ja stetig.
Besonders begeistert hat mich Mypaint. In Verbindung mit dem Wacom Bamboo Grafiktablet schlägt hier mein Illustrator-Herz dreifache Salti. So klein und doch so mächtig. Ich könnte mich ja kaum losreißen, soviel Spaß hatte ich und werde ich noch damit haben.

Rückblickend kann ich sagen, dass mein Horizont enorm erweitert wurde. Ich war zwar schon vorher ein Befürworter von Open Source, aber nun weiß ich dass man vor Platzhirschen wie Adobe oder Corel nicht einknicken braucht. Zwar werde ich auch weiterhin die Programme von Adobe nutzen (müssen), doch ich kann und werde so wie es geht Gimp und Co verwenden. Außerdem sind Gimp und Co wesentlich hardwareschonender als die kommerzielle Konkurrenz.
Ich hoffe auch das ich bei der kommenden Abstimmung wohlwollend davon komme.
Mein Dank geht an die ganze Linux-Community, für dieses Sommer-Spezial, meinen Bruder, der erst auf dieses Spezial aufmerksam gemacht hat, und an meine Mitstreiter hier, von denen ich auch ein paar Dinge lernen konnte.
Bis dann
Stephan
p.s.
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