Handheld-Spielekonsole Pandora

Aus Ubuntu User 01/2011

Handheld-Spielekonsole Pandora

Kleines Schwarzes

Mit einer selbst konstruierten, von Linux angetriebenen und überaus üppig ausgestatteten Handheld-Spielekonsole tritt eine Hand voll Hobbyisten gegen Nintendo, Sony und Apple an. Wir konnten exklusiv eines der ersten Geräte unter die Lupe nehmen.

Vor über drei Jahren begannen Fans der Spielekonsole GP32 in einem Anwenderforum über ergänzende und vermisste Funktionen zu sinnieren [1]. Vier der Anhänger machten schließlich Nägel mit Köpfen und konstruierten aus den Wünschen und Ideen kurzerhand eine komplett neue Handheld-Konsole. Das Pandora [2] getaufte Gerät sollte tragbar sein, multifunktional, quelloffen und natürlich mit Linux laufen. Anfang 2008 geisterten die ersten Bilder eines Prototyps durch das Internet, im Dezember des gleichen Jahres sollte die Konsole auf dem Markt erscheinen. Um die Produktion der ersten 4000 Geräte zu finanzieren, mussten alle Interessenten nicht nur vorbestellen, sondern auch gleich noch Vorkasse leisten. Dann brachten jedoch unerwartete Probleme und Verzögerungen in der Produktion den Terminplan komplett durcheinander. Im Mai 2010, mit fast zwei Jahren Verspätung, hielten endlich die ersten Käufer ihre kleine schwarze Pandora in den Händen. Bis zum Ende des Jahres möchte das Projekt 8000 Exemplare ausliefern, weitere Produktionsläufe (so genannte Batches) sollen folgen.

Funktionsmonster

Die Spezifikationen lesen sich verlockend gut: 3-D-Grafik, Tastatur, TV-Ausgang, USB-Ports, eingebautes WLAN (Abbildung 1), Mikrofon, Stereo-Ein- und Ausgänge, Anschlüsse für USB-Geräte und SD-Karten, ein Touchscreen und sogar hardwarebeschleunigte Videowiedergabe lassen anderen Handheld-Besitzern das Wasser im Mund zusammenlaufen (weitere technische Details verrät der Kasten Technische Daten). Der Preis von fast 330 Euro liegt dafür aber ...

[...]

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3 Kommentare
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Vorbesteller
15 Jahre her

ich habe den eindruck, als ob der test der konsole etwas an der eigentlichen idee des projektes vorbei geht. ich glaube nicht, das die hobbyisten jemals gegen Nintendo, Sony und Apple antreten wollten. vielmehr geht es darum, der community ein gerät zu bescheeren, dass es so noch nicht gab/gibt. wirklich reich wird niemand mit der pandora werden. weder ihre schöpfer noch die spieleentwickler. es handelt sich um ein wirklich einzigartiges und sehr cooles community projekt!!! die entwickler der konsole sind in erster linie retro-spiele-fans, die mit den am markt verfügbaren und vorallem offenen spielekonsolen nicht zu 100% zufrieden waren. so… Mehr »

scheißegal
15 Jahre her
Reply to  Vorbesteller

Zitat: “hier toben sich die spielefans richtig aus. legal, illegal … scheissegal.”

Schön, dass du hier zum Raubkopieren aufrufst.

Aber zu meiner eigentlichen Frage: Was kann denn die Pandora besser, dass ich mit einem Netbook nicht kann? Das liest sich jedenfalls so, als sei das Ding ein abgespecktes Netbook. Und auf einem Netbook laufen auch alle Emulatoren – und das zum gleichen Preis und offenbar mit mehr Leistung (je nachdem, welches Modell man erwischt)…

Tim Schürmann
15 Jahre her
Reply to  Vorbesteller

Hallo Vorbesteller,

wer das Projekt noch nicht kennt, wird unweigerlich einen Vergleich mit den anderen Konsolen ziehen, beziehungsweise er wird sich fragen, warum er sie noch zusätzlich zu seinem iPhone/DS/whatever kaufen sollte. Deshalb finde ich einen Vergleich schon richtig und wichtig. Die Pandora ist nämlich kein Gerät, das man auspackt, ein Modul einschiebt und dann einfach losdaddelt.

> es handelt sich um ein wirklich einzigartiges und sehr cooles community projekt!!!

Genau zu dem Fazit komme ich auch: “Von Fans für Fans.” :)

Tim

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