Neben Grub begleitet auch Plymouth seit Ubuntu 10.04 den Bootvorgang. Er soll das Booterlebnis grafisch aufwerten. Wie Sie den Bootprozesses visuell Ihren Wünschen anpassen, beschreibt dieser Artikel.
Der Bootvorgang eines Computers ist ein eigenartiger Prozess. Traditionell versuchen alle Hersteller – von Microsoft bis zu Canonical – den Vorgang so schnell und unsichtbar wie möglich zu gestalten. Zugleich investieren sie eine Menge Zeit und Arbeit, um die unnötige Wartezeit so hübsch und ansehnlich wie möglich zu gestalten.
Ubuntu setzt dazu seit der Version 10.04 (Lucid Lynx) Plymouth [1] ein, das für einen ansehnlichen Bootsplash sorgt. Ursprünglich von Red Hat für Fedora entwickelt, zeigt Plymouth nun auch in den neuen Versionen von Ubuntu eine dezente grafische Animation beim Booten an.
Ubuntu bringt eine ganze Reihe von Themes für Plymouth mit. Die meisten davon kommen für Kubuntu und Xubuntu zum Einsatz, doch ein paar Designs bewegen sich auch Abseits dieser Varianten. Suchen Sie einfach mal im Software-Center nach plymouth theme. Aber denken Sie dran: Experimente mit den Bootkomponenten machen Ihren Rechner unter Umständen unbrauchbar – sichern Sie die wichtigsten Daten.
Speziell das an Fedora angelehnte Solar-Theme (Abbildung 1), das im Paket plymouth-theme-solar steckt, zeigt Ihnen, was mit Plymouth alles möglich ist. Das blaue Theme passt gut, wenn Sie einen etwas kühleren Look für Ihr System suchen. An ihm lässt sich zudem die Installation alternativer Plymouth-Themes gut erklären. Grundsätzlich funktioniert das so: Sie installieren das Theme, wählen das neue Theme über das Programm update-alternatives aus und schreiben es über update-initramfs in das Initramfs-Archiv. Um ein Terminal kommen Sie also nicht herum, Listing 1 zeigt die drei B...
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Hallo
mir persönlich wäre es ja lieber, wenn man anstelle der Bilder die Systemmeldungen von Ubuntu 10.10 bei Booten und Herunterfahren mitverfolgen könnte.
Bei Opensuse geht das schon immer, und auch in einer vernünftigen Auflösung (z.B. 1280×1024 auf einem 4:3 Bildschirm).
Leider hab ich persönlich das Wissen nicht, wie man das bei Ubuntu analog zu Opensuse ans Laufen bekommen könnte.
Gibts dafür schon einen Workaround oder andere Lösung?
Grüße vom börzel
Hallo “Börzerl”
ist sogar recht einfach:
Du editierst mit root-Rechten die Datei
/etc/default/grub
Und zwar kommentierst Du die Zeilen
GRUB_HIDDEN_TIMEOUT=0
und
GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT=”quiet splash”
aus, in dem Du jeweils eine Raute ( # ) an den Beginn der Zeile stellst.
Speichern und danach ebenfalls mit root-Rechten den Befehl
update-grub
ausführen.
Ab dem nächsten booten hast Du eine einfach GRUB-Auswahl und der Rechner fährt ohne bunte Bildchen hoch!
Gruß Stefan
Du kannst auch Escape während des Bootvorgangs drücken. Das ist nichts permanentes, aber wenn es nötig sein sollte, siehst du so deine statusmeldungen.
Wenn das ganze auch mal auf diverser Hardware laufen würde, ohne zu frickeln, wäre das ja eine schöne Sache.
Ich bin solcher “Verbesserungen” echt überdrüssig.
Hi,
danke für Tips, aber wenn ich das richtig in Erinnerung habe, dann klappt das mit Euren Vorschlägen nur bei grub1, und Ubuntu setzt seit der 9.10 doch grub2 ein. Opensuse wiederum nach wie vor grub1.
Oder liege ich falsch?
Grüsse vom börzel
gibt es eigentlich schon was brauchbares um den neuen gdm etwas zu modden. also der gdm der seit, ich glaube gnome 2.26 oder so eingeführt wurde sieht nicht sonderlich ansprechend aus.
die vorgängerversion konnte man doch auch mit themes anpassen.
das mit dem hintergrund kenne ich schon, also hier die gconf-geschichte und so. aber ehrlich gesagt ist das auch nur gefrickle.
wäre schön, wenn jemand mal seine erkentnisse mitteilen könnte.
in diesem sinne, free your mind….. the matrix has you :-)))