Ab sofort lädt die KDE-Gemeinde ins Wiki, und dank theKompanys Aethera haben Sie künftig die Qual der Wahl zwischen zwei voll funktionstüchtigen Groupware-Lösungen für KDE.
Komm in mein Wiki!
Was Sie unter http://kde.ground.cz/ lesen, bestimmen Sie! Denn bei dieser Web-Seite handelt es sich um das jüngste Mitglied der KDE-Online-Gemeinde: die “KDECommunity Wiki Site” (KDE CWS).
An den Inhalten der Site arbeiten KDE-Nutzer und Entwickler nach Lust und Laune gemeinsam: Jeder registrierte User darf neue Wiki-Seiten erstellen oder bestehende bearbeiten und verändern. KDE CWS basiert auf dem sehr leistungsstarken Content-Management-System TikiWiki (http://tikiwiki.org/), das den Benutzern sogar eigene Seiten-Layouts gestattet.
Eine kleine Einführung in die KDE-CWS-Regeln finden Sie unter http://kde.ground.cz/tiki-index.php?page=WikiGuide. Wer sich registrieren möchte, steuert http://kde.ground.cz/tiki-register.php an.
KDE 3.1 macht das Rennen
Die diesjährige Preisverleihungssaison hat begonnen, und KDE räumt wieder mal ab: In gleich zwei Kategorien setzte sich die Desktop-Umgebung bei den Open Choice Awards 2003 der Website Open for Business (http://www.ofb.biz/modules.php?name=News&file=article&sid=265) durch: Sie selbst gewann den Preis für das Best Desktop Environment, und der Konqueror heimste die Auszeichnung für den besten Webbrowser ein.
Ziel des Awards sei es, so Chefeditor Timothy Butler, den Anwendern die Wahl zwischen ähnlichen Produkten zu erleichtern. Die OfB-Macher betonten in Hinblick auf KDE besonders den Zeitaufwand, den die Entwickler in die Einheitlichkeit des Look & Feel investieren. Ihr Votum lautet: Der KDE-Desktop ist die erste Wahl für Windows- und MacOS-Umsteiger.
Gut gruppiert
Nach Kolab (wir berichteten in LinuxUser 09/2003) steht mit Aethera 1.0 nunmehr bereits die zweite freie und voll funktionsfähige Groupware-Software unter KDE bereit. Schöpferin ist diesmal die in KDE-Kreisen nicht unbekannte Software-Schmiede theKompany.com. Unter https://sourceforge.net/project/showfiles.php?group_id=22463 finden sich sowohl die Quelldateien als auch RPM-Pakete.
Das im Paket enthaltene Mail-Programm baut auf dem Code des eingeschlafenen Projekts Magellan auf. Es unterstützt neben POP auch das IMAP-Protokoll und kommt mit mehreren Mail-Konten klar.
Außer dem Mailer umfasst Aethera ein Adressbuch, einen Terminplaner mit Groupware-Funktionalität, ein Pinboard und ein Jabber-Plugin – bei Jabber handelt es sich übrigens um theKompanys Instant Messenger der Wahl. Dieses Plugin soll nicht das letzte bleiben: Bis zum Jahrensende wollen die Entwickler weitere Plugins zur Synchronisation mit Groupware-Servern und PDAs wie Zaurus oder Palm fertigstellen.

Abbildung 2: Das Mailcenter von Aethera bietet neben vielen Funktionen auch hübsche Icons für’s Auge
KAddressbook – die nächste Generation
Auf einen ganzen Haufen neuer Funktionen dürfen sich die KAddressbook-Nutzer in kommenden Releases freuen. Einen Vorgeschmack darauf bietet bereits jetzt http://pim.kde.org/development/kaddressbook_cvs_32.php.
Die “klangvollste” Neuheit dürfte wohl die Sound- und Bildunterstützung für Adress-Einträge sein. Dank der so genannten Location Extension sorgt die nächste Einladung nicht mehr für Kopfzerbrechen: Bei Bedarf zieht KAddressbook Routenplaner wie http://www.map24.de/ zu Rate, um Ihnen den Weg zu einer Adresse zu weisen (Abbildung 3).
SVG auf dem Vormarsch
Endlich ist es offiziell: KSVG zieht um ins kdegraphics-Paket. Das heißt nichts anderes, als dass wir uns ab KDE 3.2 endlich auch standardmäßig am SVG-Plugin im Konqueror erfreuen können.
Einige werden sich jetzt wundern, enthielt doch bereits KDE 3.1 SVG-Icons samt der passenden Engine zur korrekten Anzeige. Dabei handelte es sich jedoch nur um einen kleinen Teil des KSVG-Codes. Mit dem Programm im Ganzen verfügt die KDE-Community künftig über einen voll funktionstüchtigen KPart für SVGs, den jede KDE-Anwendung nutzen kann.
Termine, Termine
Das neue Schul- und Studienjahr ist so jung zwar nicht mehr, doch bietet http://korganizer.kde.org/calendars/hotstuff.html deutschen KOrganizer-Nutzern jetzt entsprechende Kalenderdaten zum Vervollständigen des Terminkalenders an.
So stehen die Termine der deutschen Universitäten für das Wintersemester 2003/2004 und das Sommersemester 2004 zum Download bereit. Darin enthalten sind Informationen zu den Semesterferien, den vorlesungsfreien Zeiten sowie zum Semesterbeginn bzw. -ende. Ebenfalls neu im Angebot sind Kalender zu den Feiertagen in Deutschland bis 2010 und den Schulferien in Nordrhein-Westfalen und Niedersachen bis 2010.
Wie bei den anderen, dort verfügbaren Kalendern haben Sie auch hier die Möglichkeit, diese Termine über die neue “Get new hot stuff“-Funktion (in der deutschen Version der Punkt Neue Sachen abholen im KOrganizer-Hilfemenü) direkt im Organizer herunterzuladen. ( http://korganizer.kde.org/features/newstuff.html erklärt das Feature genauer.) Alternativ speichern Sie die entsprechende iCal-Datei im Webbrowser.
news ++++ ticker ++++ news ++++ ticker ++++ news
+ + + kde 3.2 (vorschau) + + + kde 3.2 (vorschau) + + +
Das heißersehnte 3.2er Release wird nicht nur eine Menge neuer Features bringen, sondern auch einen völlig neuen Look. Denn neben liebgewordenen Themes wie Keramik hat die neue Generation des KDE-Desktop auch den Widget-Style Plastik samt Fenster-Dekorationen an Bord (Abbildung 5).
+ + + kde 3.1.4 + + + kde 3.1.4 + + +
Auch an der 3.1er Reihe wird noch fleißig geschraubt, wie das gerade veröffentlichte KDE 3.1.4 (http://download.kde.org/download.php?url=stable/3.1.4) zeigt. Neue Features gibt es zwar keine, aber der Download lohnt trotzdem, da das Maintainance-Release eine Menge Bugfixes (darunter verbesserte Übersetzungen) bietet. Wichtig: Die bekannten Sicherheitslecks des Vorgängers (so generierte der KDM unsichere Session-Cookies) wurden gestopft.
+ + + kdevelop + + + kdevelop + + +
Für die neuen KDevelop-Beta-Versionen wurden einmal mehr die API-Dokumentation wie auch das Benutzer-Handbuch überarbeitet und ergänzt. Zudem verfügt die Entwicklungsumgebung jetzt über ein neues Delphi Compiler Plugin und erlaubt es künftig, die Programmiersprache on-the-fly zu wechseln.
Glossar
-
Wiki
-
Abkürzung für “WikiWikiWeb”, ein offenes Autorensystem für Web-Seiten. In einem Wiki enthaltene Seitensammlungen können deren Benutzer ganz einfach und jederzeit online ändern, und zwar ohne HTML-Kenntnisse. Im Gegensatz zu HTML formatieren sie Wiki-Beiträge nämlich in einer speziellen, aber sehr einfachen Syntax, die sich von Software zu Software ein wenig unterscheidet.
-
IMAP
-
Das im RFC 3501 definierte “Internet Message (auch: Mail) Access Protocol” erlaubt es Ihnen als Nutzer, gewisse Mail-Funktionen auf dem Server und nicht (nur) auf Ihrem lokalen Rechner auszuführen. So können Sie mittels IMAP Unterordner auf dem Server erstellen, entfernen oder umbenennen, Nachrichten empfangen, löschen und durchsuchen.
-
SVG
-
“Scalable Vector Graphics”, eine in XML formulierte Sprache für zweidimensionale Vektorgrafiken. Solche Grafiken lassen sich prinzipiell in jedem einfachen Texteditor erstellen. Da SVG-Dateien Anweisungen zum Zeichnen geometrischer Figuren geben statt – wie Rastergrafikformate – jeden Punkt einer Grafik einzeln zu beschreiben, zeichnen sie sich oft durch geringe Dateigrößen im Vergleich zu JPGs, GIFs etc. aus. Selbst die bisher nur von Rastergrafiken bekannten Filtereffekte wie Schattenwurf, Beleuchtung, Weichzeichnung oder Verzerrung sind möglich.
-
Widget
-
Bestandteile einer grafischen Oberfläche wie Menüs, Reiter, Label, Rahmen, Textfelder und vieles andere mehr.
-
API
-
“Application Programmers Interface”, Schnittstellen, über die Programmierer Funktionen anderer Programme oder Bibliotheken nutzen können.








