Scribus musste endlich mal ausprobiert werden! Schließlich brauche ich über kurz oder lang eine Alternative zu Adobe Indesign. Und Gimp und auch Inkscape erfüllen da eben nicht die Vorraussetzungen. Das Restaurant meiner Eltern, die Markgrafenstube … Bei Tino, braucht außerdem gerade neue Visitenkarten. Gute Gelegenheit dacht ich mir.
Ohne jegliche Video-Schulung, Online-Turorial geschweige denn Handbücher startete ich das Programm. Ich hatte diesmal einfach keine Lust mich schon wieder großartig einzulesen und wollte einfach mal intuitiv losstarten. Also einfach mal über ein paar Werkzeuge gefahren, den Tool-Tip gelesen und durch die Reiter geklickt. Da ich schon Erfahrung mit Indesign und auch QuarkXpress gesammelt habe, konnte ich auch so schon einen ganz guten Eindruck von den Funktionsweisen des neuen Programms bekommen. Ein wenig verwirrend war die Oberfläche für mich am Anfang, da hier eigentlich so gut wie keine Eigenschaftsfenster oder ähnliches offen war. Mit ein paar Einstellungen unter “Fenster” konnte ich hier aber auch die mir vertrauten Funktionsfenster aktivieren und im rechten Screenbereich platzieren.
Für das Restaurant hatte ich bereits vor 2-3 Jahren ein Erscheinungsbild gestaltet, sodass Logo sowie auch Grafikelemente schon als EPS-Dateien vorhanden waren. Die konnte ich einfach auf den Seiten platzieren und skalieren. Für den Text musste ich mich dann kurz mit dem Text-Tool auseinandersetzen. Dieses kam mir ein wenig schwerfällig vor, vor allem beim markieren und demarkieren von Textpassagen. Aber ansonsten sind die Einstellungsmöglichkeiten hier ganz anständig. Bis auf eine Sache: Ich habe auf die Schnelle nicht rausfinden können, wie ich eigene Farben definieren kann. Scribus bietet hier zwar eine Fülle von vordefinierten Farbpaletten an, aber wenn man mit Hausfarben arbeiten möchte reicht das natürlich nicht aus. An dieser Stelle werd ich mich dann wohl doch noch ein wenig einlesen müssen und habe jetzt provisorisch mal ähnliche Farbtöne gewählt.
Natürlich habe ich mit dem Erstellen von Visitenkarten die Möglichkeiten von Scribus bei weitem nicht ausgereizt und man kann Visitenkarten auch gut mit Gimp oder Inkscape erstellen, aber um sich in das Programm einzufinden war es sicher ein guter Anfang.
Vorteil von Scribus gegenüber Gimp und Illustrator ist in dem Fall außerdem das seitenbasierte Arbeiten. Ich kann hier innerhalb eines Dokuments verschiedene Varianten von Vorder- und Rückseite der Karten anlegen. Seitenbasiertes Arbeiten wird natürlich erst dann richtig spannend, wenn es auch wirklich darum geht Druckdokumente mit mehreren Seiten anzulegen, sowie Booklets, Magazine und Folder.
P.S.:
Wenn euch meine Blog-Einträge gefallen könnt ihr hier für mich abstimmen und meine Chance auf ein Wacom Bamboo Pen & Touch-Grafiktablett erhöhen ;) über das ich mich sehr freuen würde. Danke schonmal im Voraus!







Und jetzt? Was soll das für ein Bericht sein?
Insbesondere beim Erzeugen von druckreifen Vorlagen mit Scribus gäbe es doch sicherlich spannende Erfahrungen.
Lieber Sepp,
sicher kann man tiefgründigere Berichte zum Thema Scribus schreiben. Aber im Sommer Spezial geht es ja vielmehr darum den Umstieg von proprietären Grafik-Programmen zu dokumentieren und die Hindernisse oder die positiven Überraschungen zu schildern.
Deswegen ging es mir bei meinem ersten Kennenlernen mit dem Programm darum zu erklären, wie ich mit den Grundfunktionen zurecht komme. Sobald ich mich ein bisschen mehr eingefunden habe kann ich natürlich auch das Thema Druck und Co. thematisieren.
LG, Anna
Das soll ein Kurzbericht sein, Seppl
Hallo Annamaria,
Mark Shuttleworth hat letzte Woche in seinem Blog etwas über aktuelle Scribus-Pakete geschrieben, könnte dich eventuell interessieren:
http://www.markshuttleworth.com/archives/507