Die Erstinstallation von Linux klappt mittlerweile mit drei Mausklicks auf “OK”, die grafischen Oberflächen sind hübsch und intuitiv, und die Zahl unterstützter Geräte nimmt stetig zu. Eine Sache ist weiterhin problematisch: nämlich die Nachinstallation von Software.
Software unter Linux nachzuinstallieren, läuft im Idealfall ganz einfach ab: Man startet das Paketverwaltungs-Tool der jeweiligen Distribution, wählt die gewünschten Programme aus und klickt auf OK – den Rest erledigt das Tool von selbst.
Für Suse und Debian Linux besprechen wir zwei populäre Tools: Yast ist allen Suse-Anwendern bekannt; ab Seite 35 zeigen wir, wie Sie die Textmodusvariante bedienen – und damit mehr erledigen als nur Programme zu installieren. Debianer haben mit Aptitude ein Interface für die Paketverwaltung mit APT: Auch dieses Programm läuft im Textmodus, so dass Sie es beispielsweise gut für die Fernwartung verwenden können. Der Aptitude-Artikel startet auf Seite 38.
Dreischritt
Viele Programme liegen aber nicht als RPM- oder Debian-Paket vor – das gilt vor allem für ganz neue Versionen: Wenn Sie auf http://www.freshmeat.net/ die Neuerscheinungen der Linux-Programme mitverfolgen, werden Sie nur in seltenen Fällen fertig gepackte Pakete finden, stattdessen gibt es ein Quelltextpaket im tar.gz– bzw. tar.bz2-Format.
Um damit etwas anfangen zu können, benötigen Sie die Entwicklerpakete, also zum Beispiel den C-Compiler gcc, das Tool make und eine ganze Reihe von Bibliotheken mitsamt ihren für die Programmierung wichtigen Header-Dateien.
Der klassische Linux- (oder Unix-) Dreischritt besteht dann aus den drei Befehlen
./configure make make install
wobei zumindest für den letzten Befehl Root-Rechte nötig sind. So weit die Theorie – doch oft bricht einer der ersten zwei Schritte mit rätselhaften Fehlermeldungen ab.
Deswegen nehmen wir diese beiden Schritte unter die Lupe: Der Artikel ab Seite 28 beschreibt den configure-Schritt im Detail und hilft Ihnen, Fehler an dieser Stelle zu beheben. Nach einem erfolgreichen configure sollte der Rest eigentlich problemlos ablaufen, denn die Aufgabe von configure ist es ja gerade, alle für die Übersetzung nötigen Dateien zu suchen. Dennoch gibt es manchmal Schwierigkeiten, die unser zweiter Artikel ab Seite 32 ausräumt.




