Wer kennt das Problem nicht: während man so fröhlich vor sich hin tippt, ist man zufällig mit dem Daumen oder einem anderen Finger auf’s Touchpad gekommen und schon schreibt man ohne es zu wollen an einer komplett anderen Stelle weiter. Abhilfe schafft hier — neben grafischen Tools — ein einfacher Befehl auf der Kommandozeile:
syndaemon -i 1
Der Befehl schaltet das Touchpad während der Tipparbeit aus und sobald man mit dem Tippen aufhört in zwei Sekunden wieder ein. Die Zeit lässt sich über -i 3, -i 4 usw. auch auf drei oder vier Sekunden erhöhen oder per -i 0.5 auf eine halbe Sekunde heruntersetzen. Die Option -t schaltet zudem nur das Tapping und das Scrollen aus, was im Zusammenhang mit einem relativ lange gewählten Intervall ebenfalls nützlich sein kann.
Einfach mal ein Terminal öffnen, hier den Befehl eingeben und dann in OpenOffice oder einer anderen Anwendung zu tippen anfangen. Das kleine Tool schreibt dann jeweils, wenn es das Touchpad aus- oder einschaltet. Klappt alles, kann man den syndaemon-Befehl in die Datei .profile eintragen (das &-Zeichen am Ende nicht vergessen):
syndaemon -i 0.5 &
So schaltet sich der Synaptics-Daemon beim Login gleich automatisch ein.






Bei meinem Elantech-Touchpad funktioniert das leider nicht; da müsste ich wohl erst das Psmouse-Kernelmodule patchen (1). Ich begnüge mich derweil mit dem Befehl “sudo rmmod psmouse”, um das Teil ganz abztuschalten.
(1) http://forum.notebookreview.com/linux-compatibility-software/482394-asus-n61jq-ubuntu-10-04-issues.html
Seit Ubuntu 10.04 geht das ganze noch einfacher.
Einfach im Gnomemenü “System->Einstellungen->Maus” starten. Dann den Reiter “Touchpad” öffnen und die Option “Touchpad beim Tippen sperren” aktivieren. Und schon hat man seine Ruhe.
Auf selbe Art und Weise, kann man auch das Klicken per Touchpad antippen de-/aktivieren.
grüße, Jeremias
Das ging auch schon mit älteren Versionen – vorausgesetzt, das Touchpad wurde korrekt als Touchpad erkannt, und nicht – wie bei meinem Elantech – als psmouse! Da erscheint der Reiter dann erst gar nicht!
Wie man das unter Ubuntu Linux einbaut, ziege ich in einem YouTube Video: https://www.youtube.com/watch?v=y5xTPUxF4pk
Hallo,
Ich habe gerade gesehen, dass syndaemon auch eine Option -d bereitstellt, die das Programm als Daemon startet. Damit würde das ‘&’ entfallen.
Aber vielen Dank für den Beitrag, ich hatte mich gerade entschieden, etwas gegen dieses Problem zu unternehmen und bin sofort hier gelandet.
Grüße
Thoni