Den richtigen Grafikkarten-Treiber finden

Aus Ubuntu User 02/2010

Den richtigen Grafikkarten-Treiber finden

Malen nach Zahlen

Ein Bild zaubern Sie unter Ubuntu fast immer auf den Monitor. Wollen Sie aber grafisch anspruchsvolle Spiele, Desktop-Effekte und 3D-Anwendungen genießen, sollten Sie den passenden Treiber für Ihre Grafikkarte wählen. Wir bringen Licht ins Dunkel.

Es gibt im wesentlichen zwei Situationen, in den unter Ubuntu und seinen Derivaten die Grafikkarte urplötzlich in Ihr Blickfeld gerät: Wenn während oder nach der Installation der Bildschirm schwarz bleibt und wenn ein eben installiertes Spiel oder eine bestimmte 3D-Anwendung nicht laufen. Der erste Fall sollte theoretisch nie eintreten, denn dafür gibt es Ubuntus Fallback-System: Kann das System Ihre Grafikkarte nicht korrekt zuordnen, fällt es in einen schlichten 2D-Modus.

Allerdings klappt das nicht immer. Installiert Ubuntu in der Annahme, es sei der richtige, den falschen Treiber, landen Sie mitunter auf der Kommandozeile und müssen sich im Textmodus weiterhelfen. Das ist nicht so schwer, wenn Sie die Grafikkarten-Treiber kennen und wissen, welche Datei Sie auf der Konsole bearbeiten müssen.

Kartenspiel

Bei Ihrer Grafikkarte handelt es sich heute meist um ein Exemplar von Intel, AMD (eine ATI-Karte) oder Nvidia. Die drei Firmen teilen sich den Markt im wesentlichen auf. Weitere Karten, wie die von Matrox [1] und SiS [2], spielen eher eine untergeordnete Rolle.

Um die Fähigkeiten einer Grafikkarte voll auszureizen, gibt es unter Linux eigene Grafikkarten-Treiber. Die sorgen dafür, dass Ihr neues 3D-Actionspiel mit allen grafischen Finessen läuft (Abbildung 1). Allerdings herrscht in diesem Bereich schon länger ein chaotisch wirkendes Zwei-Klassen-System, denn es gibt proprietäre und freie Treiber.

Proprietäre Treiber

Zunächst die gute Nachricht: Marktführer Intel rückt den Quellcode für seine Grafikchip...

[...]

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