Welches Linux hat welche Vorteile, Nachteile für Euch?

Mein Baby Rasenmäher

Welches Linux hat welche Vorteile, Nachteile für Euch?

guten Abend :-).

Ich habe mal eine Grundsatzfrage:

Welches Linux hat welche Vorteile – oder Nachteile?
Ich darf ein anderes Linux installieren wenn ich dies möchte, aber dafür hätte ich gerne mehr gewusst.

Ich arbeite viel im und mit dem Internet, Email, Chat, Webdesign, Briefe, Tabellen, Photobearbeitung,
Adressen, Drucken, Scannen, übersichtilich sollte es sein, möglichst kompatibel mit möglichst vielem *gg.

Musik, DVD und TV. Spielen tue ich nicht, und brauche auch nicht so viel chichi.
Ein backup System, snagIt oder ähnliches um alles mögliche auf dem Bildschirm “ausschneiden” zu können.

Ich mag es wenn ich schnell dort bin wo ich hin will, kein Klick zuviel. Auch eine spielerische Oberfläche
brauche ich nicht.
Ich bin gespannt auf Eure Vorlieben und Tips – wie immer.
Vielen Dank und schönen Abend
toja

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obgr_seneca
16 Jahre her

Nun, die Frage ist nicht ganz einfach. Deinen Anforderungen entsprechen wohl alle großen Distros. Ich selbst nutze Mandriva, was mir daran gefällt ist eine angenehme Oberfläche, aktuelle (aber nicht zu aktuelle) Software und vor allem: hervorragende Installations- und Konfigurationswerkzeuge, alle zusammengefasst in einem einheitlich Kontrollzentrum. Sprich: Man kann alle Einrichtungen aus einer Hand machen, ohne jeweils Werkzeuge suchen zu müssen. Und natürlich: die (Vorsicht Eigenlob) tolle deutsche Community auf http://www.mandrivauser.de/ Zu den anderen: Mit OpenSuSE (bzw. mit der dahinterstehenden Firma Novel) habe ich philosophische Probleme, da mi Novel’s Schmusekurs mit MS nicht gefällt. Fedora ist in meinen Augen zwar eine… Mehr »

Kiezkicker
16 Jahre her
Reply to  obgr_seneca

Verstehe ich nicht, wieso sollte Debian nicht gut für Anfänger sein? Habe ich selbst mit angefangen, anfangs mit nem KDE- Desktop, bin ich dann über Gnome bis zum jetzigen XFCE gewechselt. Ich finde debianbasierte Distributionen jedenfalls ziemlich unproblematisch…
Aber das ist wohl echt eine Glaubensfrage. ;)

M. A. M.
16 Jahre her

Du hast wahrscheinlich eine der schwierigsten Fragen gestellt, die zu emotionsgeladenen Diskussionen führen kann… Hier meine – persönliche – Meinung: Für Einsteiger ist sicherlich openSUSE, Mandriva oder Ubuntu geeignet, deine Anforderungen werden von diesen sicher erfüllt. Ich persönlich bevorzuge Ubuntu. Die Installation ist einfach. Es gibt IMHO wenig Hardware-Probleme, eine auskunftsfreudige, deutschsprachige Community (www.ubuntuusers.de) und einen guten Kompromiss aus Stabilität und Aktualität. Ein Vorteil ist es auch, dass für jeden Zweck zunächst nur ein Programm installiert wird. Dann bleibt einem viel Ausprobieren erspart und wenn es nicht passt, gibt es immer noch viele Programme zum Nachsinstallieren. Die Installation von Programmen… Mehr »

M. A. M.
16 Jahre her
Reply to  M. A. M.

Achso, die Live-CD testet du dann erstmal auf deinem Desktop, weil das Netbook ja kein optisches Laufwerk hat.

Toja Drees
16 Jahre her
Reply to  M. A. M.

das Austesten mit einer Live CD finde ich eine super Idee. Ich kann scheinbar damit nichts kaputtmachen, verändern etc. und sehen ob mir gefällt was ich sehe und ob ich damit klar komme.

ähm, ich habe mir ein externes DVD Gerät gekauft *s

Marcel Hilzinger
16 Jahre her

Hallo Toja,
bevor du jetzt die komplette Distribution wegschmeißt, hier noch ein Insider-Tipp: Von Xandros gibt es auch den Advanced Mode (du nutzt jetzt den Easy Mode). Das ist im Wesentlichen ein KDE-3-Desktop und sollte deinen Anforderungen genügen. Im Internet gibt es mehrere Anleitungen dazu, wie man vom Easy Mode in den Advanced Mode wechselt, ich würde mal hier anfangen zu lesen:

http://wiki.eeeuser.com/howto:getkde

oder hier:

http://www.pcwelt.de/start/software_os/linux/praxis/109838/linux_tipps_fuer_profis/index.html

Toja Drees
16 Jahre her

hallo Marcel
danke für den Tip, werde mich nächste Woche mal reinlesen und schauen wie weit ich komme.

guten Wochenstart :-)toja

obgr_seneca
16 Jahre her

Der Tipp mit dem Ausprobieren der Live-Versionen ist natürlich goldrichtig.

Hier bietet das von mir bevorzugte Mandriva einen Vorteil. Man kann die ISO der Live-Version (heißt One und gibt es als KDE- oder GNOME-Variante) einfach auf einen USB-Stick schieben und dann von diesem starten.
Mehr dazu hier: http://wiki.mandriva.com/de/2009.1_Notes#Hybrid_ISOs
oder hier: https://www.linux-community.de/Internal/Artikel/Print-Artikel/LinuxUser/2009/07/Fruehlings-blaues-Band

Oliver

Oliver
16 Jahre her

Was für mich Ubuntu vor anderen hervorhebt sind folgende zwei Punkte. *) Eine gute Kombination aus Aktualität und Stabilität bei Software. Und wer doch Aktualität vorzieht: Launchpad Paketquellen. Übersichtlich, schnell, kinderleicht. *) Gute Dokumentation und viele Manuals. Lernt man erst schätzen wenn was nicht funktioniert. Oft reicht nur ubuntuusers.de aus. Übersichtlich, sortiert, leicht verständlich (auch für Einsteiger) Allerdings stößt die ausschließliche Empfehlung zu Ubuntu auch auf seine Grenzen, bzw Probleme. Oftmals haben Leute Interesse Linux auszuprobieren, doch was empfehlen? Das braune Ubuntu? Mal ehrlich: Der erste Eindruck zählt, bei Menschen die wir das erste mal treffen, genau so wie beim… Mehr »

obgr_seneca
16 Jahre her
Reply to  Oliver

“… Ubuntu vor anderen hervorhebt …
*) Eine gute Kombination aus Aktualität und Stabilität”
Genau das würde ich über Mandriva sagen…

“Empfehle ich lieber ein hässliches oder ein instabiles Linux?”
Ich weiß nicht genau, was Du mit dem instabilen Linux meinst? Mandriva? KDE4?
Ich nutze beides und kann keine Instabilitäten feststellen und außerdem kann man Mandriva genausogut mit GNOME, XFCE oder LXDE nutzen, wenn einem KDE4 nicht gefällt.

Nun, Toja: WieDu siehst ist das ganze ein Glaubenskrieg, das weiß zwar jeder, aber trotzdem beteiligt man sich dann daran…

Oliver

Toja Drees
16 Jahre her
Reply to  obgr_seneca

schmunzel Oliver, ich dachte mir schon, dass natürlich jeder sein Lieblings Linux hat. Aber für mich als Anfängerin ist es sehr interessant die verschiedensten “Warum” zu lesen, besonders wenn sie ausführlich sind mit Vor-/Nachteilen. Damit kann ich mir zwar keine eigene Meinung bilden, aber mein Horizont wird grösser.

guten Wochenstart
toja

M. A. M.
16 Jahre her
Reply to  Oliver

Tja, Geschmack ist nun mal Geschmackssache. Ich persönlich bin froh aus dem ewigen Blaugrau entfliehen zu können. Und die neue Blauschwarz-Manie finde ich noch schlimmer. Weiße Schrift auf schwarzem oder dunkelgrauem Hintergrund finde ich persönlich häßlich.

Mir gefällt das erdige Design von Ubuntu gut. Vielleicht ist man als Windownutzer ja auch gerade begeister, wenn es eben mal ganz anders aussieht.

Tore
16 Jahre her

mal abgesehen von der Distribution fände ich es gut, wenn die Gewinner selbst eine Distribution auf Ihrem “Gewinn” installieren. Da dies für alle, die sich für einen Umstieg interessieren, nützlich ist und zudem aufzeigt, dass es selbst für Anfänger ein leichtes ist sich von Windows zu verabschieden.

also runter mit dem vorinstallierten System und von Null beginnen!
:-)

(empfehlen würde ich Ubuntu (Gnome) oder Kubuntu (KDE), je nachdem wie viel Zeit man mit Desktopspielereien verbringen will)

blau
16 Jahre her

openSUSE oder Debian.

openSUSE ist hervorragend vorkonfiguriert, man kann die Konsole benutzen wenn man will und mit KDE3.5 ist es auch nicht zu bunt. Software gibt es in überbordender Vielfalt.

Debian erwähne ich deswegen, weil es irgendwie sexy ist und weil Ubuntu hier empfohlen wurde. Ubuntu ist quasi dasselbe, aber uncool und geklaut. (JEHOVA! JEHOVA!) Abgesehen von der sehr guten Dokumentation ist an Ubuntu nichts besser als an Debian.

Sieh Dir die LiveCDs an, die geben einen guten ersten Eindruck.
Viel Spaß.

M. A. M.
16 Jahre her
Reply to  blau

Geklaut ist gar nichts: Das ist doch gerade das Prinzip der freien Software. Jeder kann Nutzen aus der Arbeit der Gemeinschaft ziehen.

Dann hätte ja openSUSE GNOME geklaut… und dabei sieht SUSEs GNOME nicht ein mal mehr wie ein GNOME aus…

blau
16 Jahre her
Reply to  M. A. M.

ok. Ubuntu ist nicht geklaut. Sondern nimmt reichlich ohne auch nur annähernd soviel zurückzugeben.

Suses Gnome sieht wie ein Gnome aus, klein, häßlich ;-)

M. A. M.
16 Jahre her
Reply to  blau

Zurückgeben. Naja. Eine erfolgreiche Distribution gibt halt Linux an sich etwas zurück: Bekanntheit und Akzeptanz. Ubuntu hat auch geschafft, was Debian sich schon lange wünscht: Eine Reihe von Anbietern, bei denen man Rechner mit vorinstalliertem Linux (sehr oft Ubuntu) bekommt. Man muss beim Zurückgeben auch bedenken, dass Debian “sehr alt” ist und eine riesige Entwicklerschar hat. Ubuntu ist sehr jung und die Anzahl der Entwickler sehr gering. Auch mit riesigen Unternehmen wie Novell und Red Hat kann Canonical wohl nicht im Mindesten mithalten. Dass Ubuntu trotzdem so verbreitet ist, ist an sich schon ein enormer Kraftakt. Möchte Debian denn überhaupt… Mehr »

blau
16 Jahre her
Reply to  M. A. M.

“Eine erfolgreiche Distribution gibt halt Linux an sich etwas zurück: Bekanntheit und Akzeptanz. ”

Damit wäre Ubuntu eine einzige, riesige Marketingmaßnahme.

Das einzige, das ich an Ubuntu schätze, ist die dort vorhandene Dokumentation. Die ist wirklich beachtlich.

“Möchte Debian denn überhaupt Patches von Ubuntu bekommen?”

Ubuntu hat eigenen Code geschrieben?

M. A. M.
16 Jahre her
Reply to  blau

Marketingmaßnahme: Klappern gehört zum Handwerk. Warum sollte es falsch sein, Marketing zu betreiben? Jedenfalls haben sich damit weitere Kreise an Nutzern erschlossen. Und die Konfiguration des Systems und die Zusammenstellung von Programmen ist ja auch Arbeit der Distribution und die ist bei Ubuntu für Computerlaien wie mich gelungen. Ich persönlich habe mehrfach versucht mit Debian zurechtzukommen (das erste mal bei Sarge), und bin immer wieder zu Ubuntu gegangen, weil ich damit zurecht kam. Erst Debian 5.0 habe ich jetzt dauerhaft auf einem Notebook installiert, weil es jetzt endlich auch mit meinen Fähigkeiten bedienbar ist. Debian hat mich schon immer fasziniert,… Mehr »

blau
16 Jahre her
Reply to  M. A. M.

“Warum sollte es falsch sein, Marketing zu betreiben?”

Grundsätzlich ist daran ist nichts falsch. Was mich stört ist, daß Ubuntu von der Arbeit anderer lebt. Sowas mag ich nicht.
Natürlich weiß ich eine nutzerfreundliche Distribution zu schätzen. Ich selbst setze openSUSE ein, das früher als “das Nürnberger WIndows” verspottet wurde.

Wenn ich Suse und Ubuntu vergleiche, sehe ich mehr Engagement und mehr Geben auf seiten von Suse.

Btw. gibt es neben Linuxen auch anfängerfreundliche Unixe. Desktop-BSD machte vor etwa 1 Jahr einen ganz passablen Eindruck.

“Heißt du eigentlich blau, weil ich (…)”

Nein, das ist ein zufälliger Nick.

M. A. M.
16 Jahre her
Reply to  blau

Ubuntu bezieht andereseits klar Stellung zu Windows, während der Kurs von Novell meiner Ansicht nach problematisch ist.

BSD ist sicherlich interessant, aber ich persönlich finde den lizensrechtlichen Kurs bei Linux besser (ich weiß, dass Ubuntu da auch nicht puristisch ist, aber um Kompromisse kommt man nicht herum).

Oliver Mayer
16 Jahre her

Bevor mich alle zerfleischen..: Gentoo ist wohl nichts für den Standarduser, der ein fertiges System erwartet, in dem alle Geräte sofort laufen.. Trotzdem..: Meine Wahl viel auf Gentoo, weil ich von meiner Freundin zum Geburtstag ein Netbook (Lenovo S10e) bekam. Das vorinstallierte Enterprise Suse unterstütze nicht alle Geräte, und belegte fast den kompletten internen SDD-Speicher mit 4 GB. Ich versuchte es zunächst mit Ubuntu NetBookRemix und war überrascht, dass schon beim booten der Live-Distribution über USB alle Geräte erkannt wurden. Die Oberfläche machte Anfangs auch was her, war mir aber für ein vernünftiges Arbeiten auf Dauer zu minimalistisch. Ubuntu belegte… Mehr »

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