Die Ästhetik analoger Filme und Fotopapiere wie Kodak Portra oder Fuji Chrystal Archive ist zeitlos. Zwei Erweiterungen für den Raw-Editor ART ermöglichen eine präzise digitale Simulation des Entwicklungsvorgangs.
In professionellen Foto- und Filmproduktionen gilt der analoge Film-Look als ästhetischer Goldstandard. Hersteller wie Kodak haben über Jahrzehnte hinweg hochpräzise Emulsionen entwickelt, deren Farbwiedergabe und Tonwertcharakteristik zu ikonischen visuellen Signaturen wurden. Heute stellt sich aber nicht mehr die Frage, ob digitale Fotografie der analogen überlegen ist, sondern wie sich die Stärken beider Welten kombinieren lassen.
Aus diesem Grund wird in jüngster Zeit intensiv daran geforscht, den analogen Workflow möglichst präzise digital zu reproduzieren. Während die Filmindustrie bereits auf hochpreisige kommerzielle Softwarepakete zurückgreifen kann, die chemische Prozesse, Filmschichten und Belichtungsvarianten in digitaler Form nachbilden, gab es für die Fotografie bislang kaum vergleichbare Lösungen. 2025 veröffentlichten jedoch Andrea Volpato und Jan Lohse Prototypen, die erstmals auch Fotografen den Zugang zu einer physikalisch und chemisch fundierten Filmsimulation ermöglichen.
Dabei geht es längst nicht mehr um einfache Presets oder klassische Color Lookup Tables, die den Film-Look lediglich oberflächlich nachahmen [1]. Vielmehr besteht das Ziel darin, zu simulieren, welche Wirkung zum Beispiel die Kombination eines spezifischen Films mit einem bestimmten Fotopapier entfaltet. Daneben versucht man auch, unterschiedliche Belichtungs- und Entwicklungsvarianten digital nachzuvollziehen. Selbst die chemische Zusammensetzung der virtuellen Filmemulsion lässt sich teilweise verändern – etwas, wofür man im analogen Workflow den Film selbst...
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