Der Mathematiker Whitfield "Whit" Diffie arbeitete seit 1991 bei Sun Microsystems, zuletzt als Chief Security Officer. Icann-CEO Rod Beckstrom, der auch erst seit Mitte 2009 an Icanns Bord ist und vorher unter anderem das National Cybersecurity Center (NCSC) des amerikanischen Heimatschutzministeriums geleitet hat, macht es mit Diffies Einstellung zu seiner erklärten Absicht, die technische Sicherheit zu verbessern. Diffie soll zum Beispiel als Ratgeber für das Design und die Implementation von Sicherheitsvorrichtungen in Icann-Netzwerken wirken und Best Practices für Informationssicherheit und Verschlüsselung weiterentwickeln.
Die Icann ist eine 1998 von der amerikanischen Regierung und Interessenverbänden gegründete Stiftung mit Hauptsitz in Kalifornien, die Koordinierungsfunktionen hinsichtlich der IP-Adressvergabe und der weltweiten Internet-Protokollfamilie annimmt. Die ersten zehn Jahre war sie dem amerikanischen Handelsministerium unterstellt. 2009 ist die Icann organisatorisch ein Stück von der Regierung abgerückt, untersteht aber immer noch deren Einfluss.
Das Diffie-Hellman-Verfahren entstand Mitte der 1970er Jahre in Zusammenarbeit von Whitfield Diffie, dem Studenten Ralph Merkle und dem Postdoktoranden und späteren Stanford-Professor Martin Hellman. Das Verfahren zeigte erstmals öffentlich einen Weg auf, wie sich zwei Kommunikationspartner trotz unsicheren Übertragungsweges auf einen Schlüssel einigen können. Diffie und Hellman beschrieben es 1976 auf rund zehn Seiten in dem Aufsatz "New Directions in Cryptography" in der IEEE-Publikation Transactions on Information Theory.



