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Viele Nutzer auf Microsoft-Systemen
Gimp sucht Windows-Entwickler

Viele Nutzer auf Microsoft-Systemen

26.07.2012
Den Gimp-Entwicklern macht ein Problem zu schaffen, mit dem sie nicht gerechnet hatten: Zu viele Anwender nutzen die Software für professionelle Bildbearbeitung auf Microsofts Windows-Betriebssystemen. Jetzt häufen sich die Windows-spezifischen Bugs, aber das OSS-Projekt hat weder Know-how noch Manpower um die Fehler in angemessener Zeit abzuarbeiten.

"Es gibt da eine Sache über Gimp, die ist einfach unglaublich." So beginnt ein Blogpost der Gimp-Community auf Google Plus, und weiter: "Es scheint so, als würde die Mehrheit unserer Anwender Windows als Betriebssystem benutzen, während fast alle Entwickler auf Linux arbeiten." Das Ungleichgewicht führe zu einer Schieflage bei den bearbeiteten und gefixten Bugs. Es gäbe sogar viele Bugs, die die Entwickler mangels Windows gar nicht reparieren oder nachvollziehen könnten. Deshalb ruft das Projekt jetzt - "weil wir diese Situation überhaupt nicht mögen" Entwickler zur Hilfe auf, die auf Windows arbeiten und in der Lage seien, die "vielen Fehler, die sich über die Jahre angesammelt haben", zu fixen.

Interessierte sollen sich auf der Gimp-Developer-Mailingliste oder auf IRC melden. Die meisten Entscheidungen würden im Chat gefällt, deshalb sei das die zu bevorzugende Kommunikationsform. Außerdem sei die Mehrheit der Developer europäischen Ursprungs, es empfehle sich also, die Zeitzone anzugeben, in der sich der interessierte Programmierer befinde.

Gimp, das GNU Image Manipulation Program zeichnet sich durch eine Vielzahl von Erweiterungen, Funktionen und Skript-Integration aus. Vor wenigen Wochen erst hat das Projekt die Version 2.8 veröffentlicht, die erstmals Single-Window-Mode und eine umfangreiche History-Funktion mitbringt (Linux-Magazin Online berichtete).

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