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Platonische Fehlerkorrektur

Release Candidate von KOffice 2.1 erschienen

02.11.2009 Die Entwickler des freien Büropakets haben für die neue Version vor allem im Malprogramm Krita zahlreiche Fehler beseitigt. Zudem stehen neue Import-Filter bereit und der Projektmanager KPlato soll endlich benutzbar sein.

KPlato steht als Abkürzung für K Planning Tool. Das Werkzeug war in KOffice 2.0 noch als Technology Preview, also lediglich als Vorschau enthalten. Nach Angaben der Entwickler ist es im jetzt freigegebenen Release Candidate 2.1 erstmals für kleinere Projekte und mutige Anwender („Early Adopters“) nutzbar. Gleichzeitig möchte man mit KPlato auch neue Nutzerkreise auf KOffice aufmerksam machen, die ein plattformübergreifendes Projektmanagement benötigen.

KPlato kann die anstehenden Aufgaben sowohl grafisch als auch in einer Liste darstellen, sowie ihren Status anzeigen und einen Zeitplan ausgeben. Darüber hinaus berechnet es einen Leistungsindex und bietet eine Anbindung an das KOffice Scripting Interface, lässt sich also über eigene Skripte erweitern. Neulinge führt ein Tutorial in die Bedienung ein.

KPlato kann Aufgaben zu „Work Packages“ schnüren und diese einzelnen Projektmitgliedern zuweisen. Diese geben dann über ein weiteres Programm namens KPlatoWork Rückmeldungen an das Hauptprojekt. Abschließend kann KPlato seine Daten ins iCalendar-Format exportieren, wodurch es sich in entsprechende Anwendungen, wie etwa Kontact integrieren lässt. Die KOffice-Entwickler bitten darum, KPlato auszuprobieren und Meinungen im Forum zu posten. Gemeldete Fehler werden noch korrigiert, Anregungen und Funktionsvorschläge fließen in zukünftige Versionen ein.

In den übrigen Anwendungen des Büropakets gehören zahlreiche Fehler und Probleme der Vergangenheit an, insbesondere Speicherlecks wurden geschlossen. Eine detaillierte Aufstellung liefert das Changelog. Die meisten Bugs wurden im Malprogramm Krita erschlagen, das jetzt ein um 50% schneller arbeitendes Sprühwerkzeug besitzt. Zudem erstrahlen die Symbole der Werkzeugleiste in neuem Glanz.

Das KDE-Bildbearbeitungsprogramm Krita zeigt ein Raster an, das die Arbeit mit der Perspektive vereinfacht.

Die Import-Filter für Microsoft Word, Excel und PowerPoint-Dokumente wurden drastisch verbessert. Beim Versuch ein verschlüsseltes Word-Dokument zu öffnen, stürzt KWord zudem nicht mehr ab.

Wie bereits am 11. Oktober auf dem Maemo Summit bekannt wurde, arbeitet Nokia an Import-Filtern für das MS Office 2007-Format. Diese schaffen es aber nicht mehr in die aktuelle Version, sondern kommen erst mit KOffice 2.2, das für das zweite Quartal 2010 geplant ist. Nokia greift den Entwicklern nicht ganz unfreiwillig unter die Arme, dienen die Anwendungen doch als Standardbetrachter auf der Maemo-Plattform.

Der Release Candidate ist die letzte Version vor dem finalen KOffice 2.1. Die Entwickler bitten daher alle Anwender, die neue Version auszuprobieren und noch vorhandene Fehler zu melden. Im Fokus stehen dabei vor allem Fehler, die Datenverluste zur Folge haben oder Inkompatibilitäten mit anderen Office-Paketen verursachen. Interessenten sollten die neue Version in Kürze in den Repositories ihrer Distributionen finden, der Quellcode steht bereits auf dem KDE-Server zum Download.

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Infos zum Autor

Tim Schürmann

Tim Schürmann

Tim Schürmann ist Diplom-Informatiker und derzeit als freier Autor unterwegs. Mehr Informationen finden Sie auf seiner Homepage unter http://www.tim-schuermann.de.


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