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Shirley, Fotolia.de
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Linux-Clients bei 1 bis 2 Prozent Marktanteil

Kristian Kißling
04.05.2009 In den letzten Tagen erschienen zwei Statistiken, die Linux-Clients einen Marktanteil von 1 bis 2 Prozent bescheinigen. Beide sehen Linux auf einem langsamen aber stetigen Wachstumskurs, dennoch verteidigt Microsoft weiter sein Quasi-Monopol.

Die Statistik-Webseite W3Counter gibt für die Verbreitung von Linux-Clients erstmals einen Marktanteil von über zwei Prozent an. Der Dienst bietet weltweit einen freien Traffic-Analyse-Service für Webseiten an und erhebt so seine Daten. Mit 2,16 Prozent Marktanteil verfügt Linux laut der Statistik über fast die Hälfte der Nutzer von Mac OS X, das bei 5,31 Prozent rangiert.

Microsoft gibt sich mit den restlichen ca. 89 Prozent Marktanteil zufrieden. Ganz glücklich dürfte der Marktführer mit seinem Quasi-Monopol dennoch nicht sein: Mit 70 Prozent führt Windows XP die Liste mit Abstand an. Das laut Microsoft sehr erfolgreiche Windows Vista erreicht eine Verbreitung von gerade einmal 15 Prozent. Nach der Statistik hat Linux zudem Windows 2000 überflügelt.

Wie das mit Statistiken so ist, weichen sie gern voneinander ab. Die W3Counter-Analyse basiert auf Daten vom 30. April und wertet 64 Millionen Einzelbesuche auf etwa 22.000 geloggten Webseiten aus. Dabei flossen jeweils die 25.000 letzten Seitenaufrufe ein. Eine andere Statistik von Hitslink.com von Anfang Mai sieht Linux-Clients bei etwas über 1 Prozent Marktanteil. Hier stammen die Daten von 164 Millionen Besuchern im Monat. Mac OS X sieht die Webseite bei einem Anteil von 9,7 Prozent, Microsoft bei 88 Prozent.

Die Unterschiede zwischen der Ergebnisse sind also ganz erheblich und die Zahlen sicher hinterfragbar. Stimmt aber die Größenordnung, zeigen die Statistiken zumindest zwei Dinge: Erstens wächst Linux langsam aber kontinuierlich. Zweitens verteidigt Microsoft mit einem Marktanteil von fast 90 Prozent nach wie vor erfolgreich sein Quasi-Monopol.

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Kommentare
Glaube keiner Statistik die Du nicht selbst gefälscht hast ;-)
Ulf B., Montag, 04. Mai 2009 19:51:14
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Generell ist denke ich schwierig aus der Auswertung von Homepagestatistiken eine verlässliche Abschätzung zu machen. So gibt es doch einige die Ihren Browser angewiesen haben sich unter MS-Flagge kenntlich zu machen, um überhaupt auf einige Seiten von einigen Firmen überhaupt etwas zu sehen.

Dann ist die Frage der Verweildauer, die mit sehr Flash-Lastigen oder JavaScript gespickten Seiten sicher eher einen Linux Anwender abschrecken (habe z.B. beides von hause aus abgeschaltet) als einen meist unbedarften Anwender von den Klickibunti Betriebsystemen. Dazu kommt noch, dass eben insbesondere diejenigen, welche wegen der höheren Sicherheit Linux verwenden, auch noch verstärkt auf Sicherheitseinstellungen achten.

Auch ist die Frage welche Seitenstatitiken ausgewertet wurden. So sind sicherlich Supportseiten die nur Lösungen für Windows behandeln sicherlich nicht die erste Anlaufstelle von Linux Nutzern. Aber diese Seiten hier oder gar Seiten von Linux Projekten bzw. Distributionen dürften eine deutlich höheren Linux Anteil haben. So gibt Heise Online an, dass Linux mit 14,8% Anteil an zweiter Stell hinter XP rangiert, aber noch vor Vista und Mac OS.

Also, lange Rede, kurzer Sinn, es ist sicherlich nur ein Hinweis auf die steigende Bedeutung/Verbreitung von Linux, aber kein echter, belastbarer Wert. Eher noch eine Tendenz.

Ciao
Ulf


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Re: Glaube keiner Statistik die Du nicht selbst gefälscht hast ;-)
Kristian (unangemeldet), Dienstag, 05. Mai 2009 08:46:03
Ein/Ausklappen

Der Spruch stammt übrigens gar nicht von Churchill: http://www.zeit.de/2002/18/200218_stimmts_churchill.xml

Wie auch immer: Klar sind Statistiken angreifbar, allerdings finde ich, die gern genannten Einwände sind es auch. Mir würde jetzt zum Beispiel keine Seite einfallen, auf der ich mich als MS-Nutzer ausweisen muss, aber der Einwand kommt immer wieder.

Heise oder unsere Seite geben sicher keinen stichhaltigen statistischen Beleg her. Wenn man allerdings 20.000 Seiten auswertet, sieht das schon anders aus.

Und sicher gibt es Linux-Nutzer, die Flash- und JavaScript-Seiten vermeiden, aber ich bezweifle, dass es sich dabei um eine Mehrheit handelt. Aber davon abgesehen: Was mir bei den beiden Statistiken auffällt, ist der eklatante Unterschied zwischen dem Anteil an Mac-Usern: Hier 5 Prozent, dort 9 Prozent , das ist 'ne ordentliche Abweichung. Insofern ist der Wert tatsächlich nur mäßig belastbar.


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