Debian warnt vor Multimedia-Repository

Domain "debian-multimedia.org" hat Besitzer gewechselt

Domain "debian-multimedia.org" hat Besitzer gewechselt

Mathias Huber
14.06.2013
Das Debian-Projekt rät Anwendern, das inoffizielle Repository "debian-multimedia.org" aus den Paketquellen zu entfernen.

Die Anbieter der inoffiziellen Multimedia-Pakete hätten offenbar ihre Domain verfallen lassen, schreibt das Publicity-Team der Linux-Distribution. Damit habe das Angebot auf dem Webspace nichts mehr mit dem Debian-Projekt zu, und das Repository sei nicht mehr als verlässliche Paketquelle anzusehen. Allen Debian-Anwendern ist empfohlen, ihre Apt-Konfigurationsdateien nach dieser Domain zu durchsuchen, beispielsweise mit folgender Kommandozeile:

grep debian-multimedia.org /etc/apt/sources.list /etc/apt/sources.list.d/*

Fördert das Treffer zutage, sind die entsprechenden Zeilen zu löschen.

Bei dieser Gelegenheit merkt der Debian-Entwickler Steve Kemp in seinem Blog an, Debian enthalte kein anwenderfreundliches Tool, um die Listen der Paketquellen zu durchsuchen. Er hat für diesen Zweck ein kleines Perl-Programm geschrieben, wünscht sich aber weitere Vorschläge aus der Community.

Das Debian-Projekt weist außerdem darauf hin, dass durch die bessere Multimedia-Ausstattung in der jüngsten Release Wheezy der Bedarf an Multimedia-Paketen aus externen Quellen zurückgehen dürfte.

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Kommentare
www.deb-multimedia.org
Leser (unangemeldet), Montag, 17. Juni 2013 06:08:49
Ein/Ausklappen

Ich vermisse den Hinweis, daß die offizielle inoffizielle Quelle schon länger http://www.deb-multimedia.org lautet.

Debian hatte seinerzeit moniert, daß der Name "Debian" im Domainnamen verwendet wird, obwohl die Quelle kein offizielles Debian-Repositorio ist.

Natürlich läßt der Anbieter die Domain verfallen, was soll er auch damit? Es wäre Debians Aufgabe gewesen, die Domain zu übernehmen, um einen möglichen Mißbrauch zu verhindern.


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