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10 Voraussagen für Linux 2009

Das erwartet Linux im nächsten Jahr

31.12.2008 Ken Hess stellt sich in seinem Blog die Frage, was Linux-Nutzer im nächsten Jahr von Linux erwarten können. Und wie das in einem Blog so üblich ist, beantwortet er die Frage gleich selbst.

Laut Kens Blog lautet das Stichwort für 2009 klar Innovation. Dank Finanzkrise und allgemeiner Resignation auf vielen Märkten sind nun innovative Köpfe und Ideen besonders gefragt. Hier die einzelnen Trends:

1. Aufkäufe/Fusionen - 2009 wird das Jahr der Zusammenschlüsse sein, die so manche Open-Source-Million zustande bringen werden.

2. Gadgets, Gadgets und noch einmal Gadgets - Ein paar Linux-basierte Spielzeuge gibt es ja schon, ihre Zahl wird sich im nächsten Jahr laut Hess aber dramatisch steigern.

3. Virtualisierung - Dieses Stichwort hören wir nun schon seit einigen Jahren, aber Voice over IP brauchte auch fast fünf Jahre, bis es jeder begriffen hat. Wir sind gespannt.

4. Desktop-Innovationen - Linux auf dem Desktop wird so cool, dass Windows 7 (wenn es denn erscheint) dagegen lächerlich wirken wird.

5. Tragbare Server - Wie bitte? Ja, der Trend geht klar zum Server im Schuhkarton-Format, den man sich mal so auf den Schreibtisch stellt. Natürlich bringt der Server die Dienste nicht mit: Die werden zentral bereitgestellt und arbeiten so auf praktisch jeder Hardware.

6. Eingebettetes Linux - Hier wird Linux am meisten Fortschritte mache: Linux in der Mikrowelle, im Backofen, auf dem Gartensprinkler und in der Klospülung.

7. Spielkonsolen - Einige Hersteller haben es ja schon vorgemacht. Im nächsten Jahr dürften auch andere zu Linux als Betriebssystem der ersten Wahl für die Spielkonsole greifen.

8. Heim-Automatisierung - Hängt natürlich stark mit Punkt 5. zusammen. Aber wer zu Hause die Beleuchtung automatisch steuern oder die Heizung einstellen möchte, der benutzt dazu 2009 Linux.

9. KFZ-Computer - Windows hat es nie geschafft, in Autos wirklich ernst genommen zu werden. Die Chance für Linux als primäres Autocomputersystem stehen auch dank Initiativen von Intel und anderen Firmen gut.

10. Cloud Computing - Zweifellos eine der am meisten mit Linux in Zusammenhang gebrachten Neuerungen im IT-Wesen. Ob sich das Cloud Computing durchsetzen wird, darüber streiten sich die Geister noch, aber dass es Linux-basiert sein muss, daran zweifelt eigentlich niemand.

Das sind wie erwähnt die Linux-Voraussagen von Ken Hess für das Jahr 2009. Welches sind Eure Tipps?

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Kommentare
ahja.
A (unangemeldet), Montag, 05. Januar 2009 16:18:29
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Was 3) angeht: Man kann also 2009 von Linux erwarten, dass jedermann Virtualisierung begreifen wird? Darf man das so interpretieren, dass Virtualisierung einfacher zu benutzen werden soll?

Was 4) angeht: Ist das nicht schon lange der Fall? Jedenfalls wenn man den Flamewar-beiträgen der typischen KDE4/Compiz-anhänger Glauben schenken mag? Vernachlässigen wir doch einfach mal

http://www.linux-community....kler-aktiv-an-Compiz-beteiligt

Was 5 angeht: Mein Home-Server ist deutlich kleiner als ein Schuhkarton und durchaus performant. Trotzdem möchte ich ihn nicht in der Gegend rumschleppen.

Ansonsten, hoffen wir das beste. Bei KDE4 habe ich jedenfalls erst einmal wenig Zuversicht, dass Windows 7 dagegen erblassen wird...


Beste Grüße,

A.


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warum 2009?
skhor (unangemeldet), Donnerstag, 01. Januar 2009 14:43:52
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Naja, das ist halt jetzt so eine allgemeine Liste mit möglichen zukünftigen Entwicklungen. Hat doch konkret mit 2009 nix zu tun

Grüße
Sascha
www.skhor.de


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Re: ... zu punkt 9. KFZ-Computer
Ulf B., Mittwoch, 31. Dezember 2008 18:55:44
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Da bin ich etwas anderer Meinung. Die meisten (zumindest Europäischen) Lösungen im Benutzerbereich (also Bluetooth (= BT) und Multimedia) sind laut entsprechenden Veröffentlichungen eher fest in MS Händen. Dieses liegt meiner Ansicht nach an dem sehr guten Support insbesondere bei der BT Kompatibilität für das Freisprechen mit allen Marktgängigen Handys.

Anders sieht es bei Systemnahen Recheneinheiten aus, also den klassischen embedded Devices. Hier ist Zuverlässigkeit wichtiger wie irgend welche Gimmix. Hier wird meist auch Wert auf Stabilität gelegt. Also die SW muss mit allen Problemen zurecht kommen. Dazu werden dann ausreichend Testzenarien geniert, um das zu testen. Nur so kann man gewährleisten das ein Auto nicht wegen jeder Unwegsamkeit stehen bleibt.

Guten Rutsch ins neue Jahr wünscht
Ulf


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Virtualisierung zweifelhaft
julian (unangemeldet), Mittwoch, 31. Dezember 2008 16:12:02
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Ich verwende nun KVM zur Virtualisierung seit fast einem Jahr und hab davor ein Jahr mit Xen gearbeitet. Mit Linux-Vserver hab ich ebenfalls mehrere Jahre Erfahrung in Produktiv-Umgebungen. Aus meiner Sicht wird sich Virtualisierung unter Linux dieses Jahr nicht durchsetzen sondern erst 2010 mit RedHat 6.

Xen kann von Glück sprechen, wenn es 2009 in den Kernel kommt (die Xen-Patches wurden ja seit über 2 Jahren nicht mehr aktualisiert). Sollte der Einzug in den Kernel gelingen, so steht für Xen eine massive Aufholjagd gegenüber VMWare und KVM bevor. Wenn dies nicht gelingt, dürfte dass das Ende für Xen unter Linux sein und Citrix wird die Arbeit an Xen für Windows weiter verstärken. Einige Distributionen haben Xen bereits wieder fallen gelassen.

KVM betreibe ich derzeit nur über selbstgeschriebene Skripte. Libvirt und Virt-Manager haben noch große Defizite in der Flexibilität. Ich kann verstehen, dass das Gnome-Prinzip (wenige Buttons, wenig Einstellmöglichkeiten) für Deskop-User funktioniert..bei einem Virtualisierungsfrontend wie Virt-Manager klappt das aber nicht. Hier wird RedHat sicher noch ein Jahr Entwicklung benötigen, bis etwas konkurrenzfähiges gegenüber VMWare entsteht. Dann sehe ich jedoch sehr gute Chancen für eine breite Akzeptanz. (erkennbar aus den Roadmaps von Libvirt, Virt-Manager, ConVirt und oVirt).

Linux Vserver sowie OpenVZ dürften auch im neuen Jahr kaum einen Schritt gemeinsam entwickeln. Hier wäre es doch sinnvoll, die Projekte zusammenzulegen und die Aufnahme in den Kernel anzustreben.

Diese Gedankengänge legen für mich den Schluss nahe, dass sich erst 2010 Virtualisierung unter Linux stärker verbreiten wird. Derzeit findet eher eine Stagnation statt - erfahrene Anwender welche KVM und Xen selbst bedienen können und bis ins Detail kennen, haben ihre Systeme bereits 2007/8 umgestellt, gestresste Sysadmins oder Anwender mit weniger Erfahrung werden auf 2010 warten, bis ausgereifte Tools in den Business-Distributionen ausgeliefert werden.


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Linux auf mobile Devices
René (unangemeldet), Mittwoch, 31. Dezember 2008 10:47:35
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Geht in Richtung embedded Linux aber mobile Devices sind halt ganz etwas Spezielles. Linux wird 2009 noch mehr auf Mini-Notebooks (alias Netbooks) und anderen mobile Devices wie der Android Plattform trumpfen.


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Automatisierungstechnik
pvb (unangemeldet), Donnerstag, 01. Januar 2009 15:18:09
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Wir hätten da http://pvbrowser.org


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Infos zum Autor

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger arbeitet als Redakteur für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Am liebsten schreibt er Artikel zu netten Gadgets oder Multimedia-Software. In seiner Freizeit spielt er gerne Kicker.

Zum Blog von Marcel Hilzinger →


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