Linux-Chrome: komplizierter als gedacht

Chrome für Linux kommt mit GTK+

Chrome für Linux kommt mit GTK+

Marcel Hilzinger
19.02.2009 Würde Google Qt nutzen, wäre alles ganz einfach und Chrome hätte unter Windows, Linux und Mac OS X eine einheitliche Oberfläche. Aber Google ist Qt nicht gut genug.

Die Veröffentlichung der nativen Linux-Version des Google-Browsers Chrome ist weiterhin für Juni geplant. Allerdings scheinen bis dahin mehr Probleme aufzutauchen, als ursprünglich angenommen. Laut einem aktuellen Artikel auf Osnews.com hängen diese vor allem mit dem grafischen Interface zusammen.

Google nutzt zur Darstellung unter Windows eine eigene Bibliothek genannt views. Sie ermöglicht es zum Beispiel die Tabs in der Titelleiste zu plazieren und soll -- natürlich -- besonders schnell sein. Da Chrome nicht von Anfang an als Multiplatform-Software konzipiert wurde (wie hätte man sonst auf die Idee kommen können, WinHTTP zu benutzen), gibt es auch von den views weder einen Linux- noch einen Mac-Port. Für die Mac-Version hat sich Google schon länger entschieden, auf views zu verzichten und einen komplett native Version von Chrome auf Cocoa-Basis zu schreiben, für die Linux-Variante gibt es laut Evan Martin drei Möglichkeiten:

1) So nah wie möglich an der Windows-Version mit einem Views-Port
2) So nativ wie möglich ohne Views-Port
3) Irgendetwas dazwischen mit einem Hack von Views

In die Diskussion zum Thema hat sich nun auch Ben Goodger, Chefentwickler für die Chrome-Oberfläche, eingeschaltet und unter andrem erklärt, warum man sich gegen Qt als Crossplattformlösung entschieden hat und warum die Wahl von Google auf Gtk+ als Widget-Set gefallen sei. Das Posting von Ben Goodger gibt es hier.

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Kommentare
Hätte nicht gedacht, dass Google so unprofessionell arbeitet
pvb (unangemeldet), Donnerstag, 19. Februar 2009 17:53:27
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Wenn schon portabel, dann muss die Software auch von Beginn an so geplant und gebaut werden und nicht erst mal unter Windows mit den dort verfügbaren Features anfangen.

Natürlich ist Qt da aus heutiger Sicht die 1 Wahl !!!

Unterhalb des GUI kann man ja eigene Libs verwenden,
aber die sollten dann auch genau so portabel gehalten sein, wie Qt.

X Oberflächen für Y Betriebssysteme ist absoluter Nonsens.

Und Chrome ist doch keine alte Software,
sondern wurde erst vor Kurzem entworfen und gebaut.


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Re: Hätte nicht gedacht, dass Google so unprofessionell arbeitet
sven_wehrend@gmx.de (unangemeldet), Donnerstag, 19. Februar 2009 20:22:13
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Zumal sie sich bei Google Earth ja auch für Qt entschieden haben.

Vielleicht können sie sich einfach nicht entscheiden :-D .


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