Prüfungen in Sachen Linux sind lukrativ, entsprechend haben sich die Abläufe verändert. Wir geben einen Überblick.
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Teil 1 |
Linux-Zertifizierungen: Überblick und Preise |
LU 08/2017, S. 16 |
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Teil 2 |
Zertifizierungstest: Vorbereitung und Ablauf |
LU 09/2017, S. 10 |
Ohne intensives Lesen und Ausprobieren klappt es nicht mit der Linux-Zertifizierung – ob nun im Selbststudium oder in einer Gruppe, die sich regelmäßig trifft, etwa bei einer lokalen Linux-Usergroup (LUG). Nur so setzen Sie Aufgaben aus der Praxis und in der Praxis mit maximalem Lerneffekt um.
Als Basis dient sinnigerweise ein Testsystem, auf dem auch mal etwas daneben gehen darf – eine “Spielkiste” oder virtuelle Maschine. Zudem benötigen Sie eine stabile Verbindung zum Internet mit ausreichender Bandbreite. Ab LPI 2 erweitern Sie das Testfeld um weitere Instanzen und zusätzliche Hardware, etwa einen Switch, was Szenarien im Netzwerk ermöglicht.
Es empfiehlt sich, für komplexere Zertifizierungen entsprechende Kurse zu belegen. Das Angebot umfasst unterschiedlichste Formate vom zweitägigen Crashkurs übers Wochenende bis hin zum dreimonatigen Seminar. Passende Kurse für LPI und CompTIA gibt es bei vielen unabhängigen Anbietern. Kurse für Linux-Foundation- und Red-Hat-Prüfungen finden Sie auf den jeweiligen Webseiten, die auf entsprechende Anbieter verweisen.
Die Linux Foundation – der Arbeitgeber von Linus Torvalds – bietet Kurse für Einsteiger sowie Spezialisten in den Bereichen Administration und Entwicklung an. Gerade bei den Angeboten zu Embedded Linux und Kernel-Programmierung gilt die Foundation als besonders kompetent.
Manche der Kurse beschäftigen sich mit Themen rund um die Cloud und laufen auch direkt in der Amazon Cloud ab. Trotz des hohen Anspruchs und des knackigen Ressourcenverbrauchs (etwa bei Open Stack) erfordern sie zumindest wenig Hardware am Veranstaltungsort. Die Teilnehmer brauchen nur ein Notebook und eventuell eine Tasse für ein Heißgetränk der Wahl – sowie Putty, falls nur Windows installiert ist.
Auch andere Anbieter führen bereits Online-gestützte Veranstaltungen im Angebot, doch da liegt das Rechenzentrum meist in den USA und verärgert mit langen Paketlaufzeiten und Leitungsproblemen, woraus sehr träge Maschinen resultieren. Bei passabler lokaler Anbindung ermöglicht das in Frankfurt angesiedelte Rechenzentrum der Elastic Cloud jedoch recht flüssiges Arbeiten.
Im Moment gibt es nur eine Handvoll bei der Foundation akkreditierte Unternehmen, und die Anzahl der von Chef-Trainer Jerry Cooperstein akzeptierten Dozenten liegt recht niedrig, genau wie das Angebot an Zertifizierungen: Es gibt den Linux Foundation Certified Sysadmin (LFCS) und das Pendant als Engineer (LFCE).
Red Hat bietet neben dem Präsenztraining (Instructor-led Training, ILT) auch Virtual Trainings (VT) an. Letztere laufen im Prinzip wie ILTs ab, jedoch ohne Trainer vor Ort. Als Teilnehmer sitzen Sie mit Kopfhörer und Mikro am Rechner und nehmen an einer Chatgroup teil.
Seit ein paar Jahren bietet das Unternehmen zusätzlich Red Hat Online Learning (ROL) an. Dieses Konzept gleicht einem VT, allerdings ohne Trainer. Der etwas geringere Preis resultiert aus langsamen virtuellen Maschinen und Unterlagen, die lange Zeit nur online bereitstanden. Dafür existiert für das ROL mittlerweile eine Art Flatrate: Mit einer Red Hat Learning Subscription spielen Sie ein Jahr lang mehr als 50 Kurse durch. Der Vorteil: Hier nutzen Sie dieselben Unterlagen wie in den ILT-Kursen. Als Nachteil erweist sich unter Umständen, dass Sie auf sich allein gestellt sind.
Sie müssen keinen Kurs eines kommerziellen Distributors besuchen, um eine Prüfung zu buchen. Allerdings steckt vor allem bei Red Hat sehr viel Arbeit in den Umgebungen für die Kurse und Prüfungen. Kennen Sie die Übungen und die Arbeitsumgebung eines Kurses nicht, geraten Sie vermutlich beim Test gegenüber jenen Teilnehmern ins Hintertreffen, die diese absolviert haben. Ähnliches ließe sich bei Suse ebenfalls vermuten, aber deren Konzept für Schulung und Prüfungen steckt aktuell noch am Anfang.
Neben Präsenztrainings bei nur einer Handvoll Suse-zertifizierter Trainer (SUSE Certified Instructor, SCI / Microfocus Authorized Instructor) bietet das Unternehmen sogenannte On-Demand-Schulungen an, E-Learning-Kurse zum Studium in Eigenregie. Auch Subscriptions für einzelne Zertifizierungsläufe (SCA, SCE) oder eine Flatrate für alle Kurse finden sich auf der Trainingswebseite [1], wo Sie sie allerdings zwischen einer ganzen Reihe von Produktinformationen, Marketing und Vorführungen herausfischen müssen.
Bücher und Material
Stöbern Sie nach Unterlagen für LPI im Netz, stoßen Sie auf Material unterschiedlichster Qualität und Vollständigkeit. Neben dem Eintrag im LinuxWiki [2], Arbeitsunterlagen und Dokumentation ([3],[4],[5]) finden sich etliche Simulatoren (Abbildung 1) mit Aufgabenstellungen, die den Fragen aus den Prüfungen (Abbildung 2) nachempfunden sind ([6],[7],[8],[9],[10]). Für Debian gibt es einen Exam 101 Junior Level Linux Certification Test Simulator [11].

Abbildung 1: Stöbern Sie nach Unterlagen zu LPI-Prüfungen im Netz, finden Sie recht einfach Material, etwa Testfragen für das LPI 101.
Die Fragen und Simulatoren fallen ziemlich realistisch aus, doch sind nicht alle Antworten korrekt hinterlegt. Daneben gibt es mehrdeutige Fragen, die je nach Kontext eine andere Antwort erfordern. Außerdem bleibt manchmal unklar, warum eine Antwort richtig oder falsch ist. Um den Look und Feel der Prüfungen zu erleben, taugen die Simulatoren jedoch allemal.
Vorwiegend aus der Feder des unermüdlichen Anselm Lingnau stammen LPI-akkreditierte Schulungsunterlagen, die inzwischen in Deutsch und Englisch kostenlos unter einer freien Lizenz bereitstehen [12]. Sie dürfen sie nach Belieben verwenden.
Bevorzugen Sie stattdessen ein Buch, fällt die Auswahl eher mager aus (Abbildung 3): Das am wenigsten fehlerbehaftete und gleichzeitig aktuellste Buch stammt von Harald Maaßen. Es bringt zudem einen Prüfungssimulator auf DVD mit [13]. Die beiden Bücher von Peer Heinlein zu LPIC-1 und Anke Börnig zu LPIC-2 entsprechen nicht mehr dem aktuellen Stand – den Open Source Press Verlag gibt es nicht mehr. Mehrere Bücher zu LPIC-1/CompTIA Linux+ haben wir noch nicht evaluiert [14].

Abbildung 3: Wer kompaktes Wissen zu den jeweiligen Prüfungen in Buchform sucht, trifft auf eine sehr übersichtliche Auswahl.
Originalunterlagen für die Schulungen von Red Hat bekommen Sie nur als Teilnehmer eines Kurses. Die wenigen Bücher, die sich außerhalb dieses Ökosystems tummeln, kann man an einer Hand abzählen. Das hat einerseits mit der Strategie von Red Hat zu tun (“To have a cake and eat it, too”), aber auch damit, dass etliche Übungen und Testskripte nur mit der Kursinfrastruktur im Schulungsraum oder beim Red Hat Online Learning (ROL) funktionieren.
Die dicken, roten Wälzer von Red Hat Press sind für RHEL 7 nicht mehr erhältlich. Deren Autoren jedoch, Michael Jang [15] und Asghar Ghori [16], haben in anderen Verlagen jeweils über 700 Seiten starke Bücher veröffentlicht, die sich der Prüfungsvorbereitung widmen. Von Red Hat nicht gerne gesehen, aber durchaus praxistauglich ist Sander van Vugts “Cert Guide” für knapp 50 Euro [17]. Er bringt auf DVD virtuelle Maschinen für einen Vmware Player oder Virtualbox mit.
Nur als Kindle-Version erhältlich, aber dafür unschlagbar günstig ist Jeremy Osinskys Vorbereitungspublikation für den RHCSA (108 Seiten, 3 Euro). Für den Kindle gibt es außerdem mehrere Bücher über RHEL 7 und die RHCE-Prüfungsvorbereitung (122 Seiten, 9,90 Euro) aus der Feder von Markus Frei.
Frei schreibt in Deutsch, alle anderen nicht. Allerdings wenden van Vugt und die anderen beiden Autoren mehr als 700 Seiten für das Thema auf, gegenüber weniger als 130 Seiten bei Frei. Für den RHCSA gibt es noch ein Büchlein von DT [18] – ebenfalls in Deutsch, aber nicht auf die Version 7 aktualisiert, und nur noch in Restexemplaren.
Suse stellt die Originalunterlagen ebenfalls nur bei einer Kursbuchung zur Verfügung, und auch nicht gedruckt, sondern als sogenanntes e-Kit. Diese Unterlagen lesen Sie ausschließlich online, herunterladen und ausdrucken lassen sie sich nicht. Die DVDs zum Kurs und die verwendete(n) Distribution(en) dagegen müssen Sie herunterladen und brennen, wenn Sie den Kurs besuchen.
Anmelden und prüfen
Die einzelnen Prüfungen unterscheiden sich sehr. Das Angebot umfasst sowohl Online-Prüfungen, die Sie in einem Testcenter oder zu Hause absolvieren, als auch Prüfungen auf Papier. Die Prüfungen für LPI und CompTIA sind standardisiert, also international gleich. Das LPI veröffentlicht nur die Inhalte, jedoch nicht die Fragen selbst. Vorab wählen Sie die Sprache der Prüfung aus, etwa Deutsch, Englisch oder auch Chinesisch.
Die Zertifikatsstufe LPIC-1 (Linux Professional Certificate Level 1) [19] besteht dabei aus den beiden Teilen 101 und 102, LPIC-2 aus 201 und 202 [20], LPIC-3 aus 301 bis 304. In der Regel fokussiert sich dabei die erste Prüfung auf lokale Themen und die folgende(n) auf Dienste im Netzwerk. Der Titel Linux Essentials [21] zielt auf Schüler und Senioren ab. Alle Prüfungen dauern 90 Minuten, in denen 60 Fragen zu beantworten sind.
Am preiswertesten absolvieren Sie die Prüfung auf Papier. Diese Form findet sich häufig auf Events, Messen und ähnlichen Veranstaltungen. Auf der Veranstaltungsseite des LPI [22] oder bei Pearson VUE [23] finden Sie die Termine für solche Tests. Oft verweisen die Webseiten der Events per Link auf diese Seite. Einige Tage vorher melden Sie sich für die Prüfung an. Die Veranstalter erzeugen dann den Fragebogen eigens für Sie in der vorher gewählten Sprache.
Der Vorteil der Prüfung auf Papier liegt im niedrigeren Preis, meist in Zusammenhang mit einem Linux-Event. Allerdings benötigen Sie etwas Geduld: Die Bögen wandern zum Auswerten in die USA, und es dauert unter Umständen Wochen, bis Sie das Ergebnis erhalten.
Für die digitale Variante kooperieren die “Volksprüfungen” von LPI und CompTIA mit Pearson VUE. Der Anbieter besitzt weltweit viele Tausend Testcenter-Niederlassungen. Nachdem Sie einen Benutzeraccount auf der Webseite angelegt haben, melden Sie sich online bei einem dieser Zentren an. Rechtzeitig vor dem Test erscheinen Sie am Ort der Wahl und bringen ein amtliches Dokument mit Foto mit. Die Anbieter machen in der Regel ein Foto und zeichnen gegen, dass Sie erschienen sind und eine Einweisung erhalten haben.
Dann geht es an einen Rechner, wo die Prüfung startet. Sie besteht aus Multiple-Choice-Tests und einigen wenigen offenen Fragen. Wissen Sie auf eine Frage nicht sofort die korrekte Antwort, gibt es links oben einen Schalter, um sie für die Wiedervorlage zu markieren. Der letzte Bildschirm fungiert als Gesamtansicht, von der aus Sie jede Frage noch einmal anspringen können. So konzentrieren Sie sich vor der endgültigen Abgabe auf die noch verbliebenen Fragen.
Foundation und Suse
Anmeldung und Abrechnung erfolgen über die Trainings- und Zertifizierungswebseite der Linux Foundation [24]. Nach dem Bezahlen haben Sie ein Jahr Zeit, um sich für die Prüfung anzumelden und diese abzulegen. Geht die Prüfung beim ersten Mal daneben, gibt es bei einigen Tests kostenlos einen zweiten Versuch.
Die Prüfung zum Suse-SCA entspricht in Ablauf, Dauer und Inhalt einer LPI-Prüfung. Bis vor einem Jahr konnte man eine bestandene LPI-Zertifizierung sogar auf einen Certified Linux Administrator (CLA) für Suse Enterprise Linux anrechnen. Das geht seit SLES 12 nicht mehr. Die Prüfung für den SCA übernimmt Pearson VUE, für den SCE hingegen benötigen Sie ein Benutzerkonto bei Innovative Exam [25]. Allerdings gibt sich die Prüfungssoftware (Stand: Anfang 2017) weniger benutzerfreundlich als jene von LPI: Weder können Sie zurückspringen, noch erhalten Sie am Ende eine Zusammenfassung der Fragen – hier muss jeder Klick sitzen.
Zur Prüfungsüberwachung (“Remote Proctoring”) brauchen Sie ein Konto bei der Linux Foundation sowie den Chrome Browser mit einem Plugin, das den Zugriff auf den Desktop und die Kamera des Rechners erlaubt. Darüber stellt der Anbieter Innovative Exam sicher, dass Sie als Prüfling nichts Illegales anstellen. Das wirkt etwas seltsam und ungewohnt – vor allem, weil zu Beginn der Prüfung ein Kameraschwenk rings im Raum und sogar unter dem Tisch erfolgt, damit sich niemand darunter versteckt und Ihnen hilft.
Für die Prüfung selbst greifen Sie auf ein Terminal auf einer virtuellen Maschine des Anbieters zu und lösen dort die einzelnen Aufgaben. Das Ergebnis wird Ihnen nicht sofort angezeigt, sondern in der Regel frühestens nach Stunden per Mail zugeschickt, oft erst nach Tagen. Dazwischen heißt es warten und eventuell bangen.
Red Hat
Eine Besonderheit unter den Linux-Prüfungen stellen jene von Red Hat dar: Sie sind bunt, und sie laufen auf lokaler Hardware – und damit schnell. Die Arbeitsumgebung unterscheidet sich kaum von der in den Kursen. Sogar die Einzelprüfungen (“Kiosk-Prüfungen”) haben die gleiche grafische Umgebung.
Anders als die Remote-Proctoring-Kurse von Linux Foundation und Suse laufen diese Prüfungen auf spezieller Hardware am Prüfungsort: in Blechkästen eingebaute Maschinen mit einem Beobachtungsgalgen. Der ragt oben aus der Maschine heraus und verfügt über drei Kameras. Hier treibt Red Hat einen hohen Aufwand, die Infrastruktur dahinter kostet Geld.
Die Vorbereitungen für die lokalen Prüfungen beginnen meist am Donnerstagabend nach einem Kurs. Während der gesamten Prüfung am Freitag hilft ein Trainer bei Problemen und sorgt dafür, dass die Veranstaltung auf einem hohen, international gleichen Niveau stattfindet. Ähnliches gilt für das Bereitstellen der Prüfung im Kiosk: Hier gibt es ebenfalls einen “Proctor”.
Eine RHCSA-Prüfung dauert etwa 150 Minuten, die Cloud-Prüfung rund vier Stunden. Dafür bekommen Sie ein sehr hohes Niveau: Die Tests darf nur abnehmen, wer sie bereits selbst bestanden hat. Eine Auswerte-Software “erntet” die Punkte der Teilnehmer, und wenn die Examiner dabei auf Probleme stoßen, können sie sich damit an eine qualifizierte Hotline bei Red Hat wenden.
Zu den Prüfungen tragen Sie sich auf derselben Webseite ein, auf der Sie die Kurse finden. Die öffentlichen, lokalen Prüfungen finden nur in einer Handvoll Zentren in Deutschland statt, meist direkt im Anschluss an einen Kurs. Dieses an sich nützliche Vorgehen stellt gleichzeitig eine Schwachstelle des Systems dar: Teilnehmer müssen manchmal lang auf eine bestimmte Prüfung warten, wenn die entsprechenden Kurse vor den Prüfungen jeweils ausfallen. Dementsprechend ist so eine Prüfung unter Umständen schon einmal mit einem Dutzend Teilnehmern besetzt.
Möchten Sie die Wonnen und Qualen eines Tests lieber alleine genießen, melden Sie sich an einigen wenigen Standorten in Europa für eine Kiosk-Prüfung an: In Deutschland gibt es Kiosk-Maschinen aktuell nur in Hamburg, München und Stuttgart, im angrenzenden Ausland in Amsterdam, Zürich, Mailand und Wien.
Wer in Barcelona oder Bukarest bucht, zahlt zwischen 425 und 450 Euro, in Deutschland kostet eine Kiosk-Prüfung dasselbe wie ein Test in der Gruppe. Der Vorteil dabei: Sie absolvieren die Prüfung, wo und wann Sie wollen. Der Nachteil liegt darin, dass bisweilen selbst die Kiosk-Maschinen über Tage hinaus ausgebucht sind.
Öffentliche Prüfung oder Kiosk – in jedem Fall melden Sie sich an einem Bildschirm an und weisen Ihre Identität nach. Dies geschieht, indem der Examiner oder Proctor über die Kamera den Ausweis oder Führerschein begutachtet. Sind Sie ins System eingebucht, springt die Anzeige auf die Umgebung für den Test um.
Bezüglich der Fragen herrscht strenges Stillschweigen. Jeder Teilnehmer verpflichtet sich dazu, nicht darüber zu sprechen – anderenfalls drohen die Aberkennung des Titels und rechtliche Konsequenzen. Damit sorgt Red Hat dafür, dass das Erreichen des Zertifikats auf die Dauer von Wert ist. Gleichzeitig verhindert es, dass massive Kosten entstehen.
Das Ergebnis einer Red-Hat-Prüfung bekommen Sie nicht direkt. Der Examiner oder Proctor sammelt mit einer automatisierten Routine die Ergebnisse ein, die erhobenen Werte landen in Form einer verschlüsselten Datei in einer zentralen Auswertestelle in den USA. Das Ergebnis liegt meist innerhalb einiger Stunden vor, längstens dauert es ein paar Tage, bis Sie per E-Mail die Nachricht erhalten.
Fazit
Bei den einschlägigen Prüfungsumgebungen handelt es sich keineswegs nur um Multiple-Choice-Fragebögen, die auswendig Gelerntes abfragen. Heute prüfen die Anbieter häufig auf virtuellen Maschinen. Dabei gehen die Fragen praktisch beliebig in die Tiefe, weil die Prüfungsumgebung alles an Hilfen an Bord hat, was Sie im wirklichen Leben ebenfalls antreffen – abgesehen vom Internet-Zugang.
Danksagung
Die Autoren bedanken sich bei Mandy Neumeyer, Werner Heuser, Axel Beckert und Elmar Heeb für deren Mithilfe und kritische Anmerkungen im Vorfeld des Artikels.
Die Autoren
Dieter Thalmayr (54) gibt seit 20 Jahren Linux-Trainings, die auf Zertifizierungen hinarbeiten. Er schrieb drei Bücher für Linux-Einsteiger und Admins. Er ist Suse und Red Hat Certified Instructor, LPI Certified Trainer und außerdem akkreditiert bei der Linux Foundation. Frank Hofmann arbeitet von unterwegs aus als Entwickler, LPI-zertifizierter Trainer und Autor. Er ist zudem Co-Autor des Debian-Paketmanagment-Buchs (http://www.dpmb.org).
Infos
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Suse-Webinare: https://www.suse.com/de-de/events/webinars/
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LPI im LinuxWiki: http://linuxwiki.de/LPI
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LPI-Study-Guide: http://www.linux-praxis.de/lpi.html
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Study Notes: http://lcdp.sourceforge.net/gl1.notes.pdf
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IBM Developer Works: https://www.ibm.com/developerworks/
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LPI-Academy (Simulation): http://www.lpi-academy.de/sim/exam/
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LPI 101 Certification Practice Test: http://gnosis.cx/publish/programming/exam101.html
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LPI 102 Certification Practice Test: http://gnosis.cx/publish/programming/exam102.html
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PenguinTutor/Linux Certification Practice Exams: http://www.penguintutor.com/quiz/
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Linux-Tests: http://www.linux-kurs.eu/linux_tests.php
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Exam 101 Test Simulator: https://www.debian-tutorials.com/lpic-1-exam-101-junior-level-linux-certification-test-simulator
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Tuxcademy: https://www.tuxcademy.org/media/all/
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Harald Maaßen, “LPIC-1+2”, 3. Auflage, Rheinwerk Computing 2017, ISBN 978-3836245005
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Steve Suehring, “CompTIA Linux+ and LPIC Practice Tests”, John Wiley & Sons 2017, ISBN 978-1119372691
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Michael Jang, Alessandro Orsaria, “RHCSA/RHCE Red Hat Linux Certification Study Guide”, 7. Auflage, McGraw-Hill Education Ltd 2016, ISBN 978-0071841962
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Asghar Ghori, “RHCSA & RHCE Red Hat Enterprise Linux 7: Training and Exam Preparation Guide”, 3. Auflage, Endeavor Technologies Inc. 2015, ISBN 978-1495148200
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Sander van Vugt, “Red Hat RHCA/RHCSE 7 Cert Guide”, Pearson Education 2015, ISBN 978-0789754059
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Dieter Thalmayr, “RHCSA: Vorbereitung auf die Prüfung”, Open Source Press 2014, ISBN 978-3955390846
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LPIC-1: https://www.lpice.eu/de/unsere-zertifizierungen/lpic-1-ueberblick/
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LPIC-2: https://www.lpice.eu/de/unsere-zertifizierungen/lpic-2-ueberblick/
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Linux Essentials: https://www.lpice.eu/de/unsere-zertifizierungen/linux-essentials-ueberblick/
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Veranstaltungsseite des LPI: https://lpievent.lpice.eu
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Pearson VUE: http://www.pearsonvue.com/lpi/
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Trainings der Linux Foundation: https://training.linuxfoundation.org
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Innovative Exam: http://www.examslocal.com






