Open Data gilt als Nischenthema. Mittlerweile zählt es dennoch vielerorts zum Alltag, wie die vielfältigen Anwendungen zeigen.
Gesellschaftliche Entscheidungen basieren auf Daten, die zunächst erfasst, dann aggregiert und vielfach ausgewertet werden. Nur ein öffentlicher und uneingeschränkte Zugriff auf die Basisdaten garantiert, dass die Resultate für alle Beteiligten nachvollziehbar bleiben. Neuhochdeutsch umschreibt das der Begriff Open Data: strukturiert und maschinenlesbar vorliegende Datensätze, die allen Interessenten kostenfrei zur Verfügung stehen.
Es gibt drei wesentliche Datenquellen: Einerseits erhebt die Verwaltungseinheit (sprich die Gemeinde, die Region, der Kanton, das Bundesland / die Provinz oder das Land) Daten für die eigene Haushalts- und Strukturplanung. Andererseits tragen private Unternehmen Daten zusammen, die die Verwaltungseinheit bei Interesse von diesen erwirbt und für eigene Zwecke nutzt. Schließlich sammeln auch private Interessenten Daten.
In der Gesamtheit umfasst das zumeist geografische und statistische Daten, wie etwa die Bebauungsdichte, Gemeinde- und Ortsgrenzen, durchschnittliches Einkommen, Bewohner pro Stadtbezirk und Wohnung (Bevölkerungsdichte), Altersverteilung, Lebenshaltungskosten, Verkehrsdichte und Unfallhäufigkeit, aber auch das Müllaufkommen, die Reinigung von Straßen und die bestehenden Grünflächen.
Passionierte Nutzer von OpenStreetMap erfreuen sich an spezifischen Kartendetails wie zum Beispiel Briefkästen, Brunnen und Bushaltestellen. Auf der Suche nach dem nächsten WLAN helfen Ihnen die Projekte OpenWifi [1] und Wigle [2], bei denen Sie als Nutzer eine Karte der verfügbaren, permanenten WLAN-Hotspots vervollständigen (Abbildung 1).
Ein überaus erfolgreiches Beispiel aus dem Alltag liefert das Projekt FixMyStreet [3]. Darüber teilen Bürger ihrer Gemeinde notwendige Reparaturen an der lokalen Infrastruktur mit. Diese leitet daraus den tatsächlichen, unmittelbaren Bedarf ab und kann die Problemstelle zeitnah beheben [4]. Abbildung 2 zeigt das anhand eines mit Laub verdreckten Abflusses für Abwasser.

Abbildung 2: Ein via FixMyStreet gemeldetes Problem – ein mit Laub verstopfter Gulli im britischen Brighton.
Wie funktioniert das?
Zunächst werden die Daten gesammelt; das Erfassen erfolgt beispielsweise über Messpunkte oder mit dem Smartphone. Auch Daten aus einem bereits bestehenden Datenbestand lassen sich übernehmen. Danach erfolgt das Aufbereiten und Filtern nach spezifischen Kriterien. Letzteres führt häufig der Bereitsteller der Daten durch.
Zum Schluss stehen die aggregierten Datensätze über ein (meist webbasiertes) Portal bereit, das die Verwaltungseinheit betreibt. Daraus beziehen Sie die Datensätze in verschiedenen Formaten, oft als CSV, KML, XLS, Shape oder JSON.
Häufig ermöglicht das Portal das Generieren von Reports samt Grafiken, die sich als Bilddatei oder druckfertiges PDF herunterladen lassen. Jeder Interessierte bekommt kostenlosen Zugriff darauf – also auch Sie als Bürger, Verein oder Unternehmen. Die Verwendung steht Ihnen frei, wobei (je nach Portal) für den kommerziellen Gebrauch Ausnahmen bestehen.
Wem nützt das?
Das Bewusstsein für Open Data nimmt immer weiter zu, insbesondere das Interesse an den verfügbaren Daten und den Möglichkeiten der sinnvollen Auswertung. Dieses Interesse besteht sowohl seitens der Verwaltungseinheiten als auch von Individualpersonen und Unternehmen.
In der Frage nach dem tatsächlichen Nutzen und der Notwendigkeit gehen die Meinungen sehr stark auseinander, da hier gewisse Befindlichkeiten eine Rolle spielen. Das Open-Data-Modell nützt uns allen, da es die gesammelten Informationen erst einmal überhaupt sichtbar und somit verfügbar macht.
So bietet sich Ihnen die Chance, sich zu informieren, was an Daten über/mit/gegen Sie erfasst wurde beziehungsweise wird oder was noch fehlt. Das macht die darauf basierenden Entscheidungen insgesamt transparenter. In diesem Kontext heißt Transparenz nicht nur konsumieren – also die bestehenden Daten nutzen –, sondern auch zum gesamtgesellschaftlichen Vorteil erweitern, korrigieren und verbessern.
Verfügbare Daten gelten als Open Data, sofern Sie diese unter Creative Commons ohne explizite Rechtenennung (CC0 oder CCzero) oder als Gemeingut (“Public Domain”) bereitstehen. Oft fehlt die Angabe der korrekten Lizenz, und es bleibt unklar, was man mit den Daten tun darf. In diesem Fall müssen Sie die Nutzungsbedingungen vorab mit dem Bereitsteller abklären, besonders dann, wenn Sie die Daten kommerziell nutzen möchten. Hier bestehen Interessenkonflikte zwischen den Bereitstellern, Verwertern und Nutzern.
Einerseits werden mitunter Sachverhalte publik, die vorher nur wenigen bekannt waren, andererseits gilt es Persönlichkeits- und Individualrechte zu wahren. Darüber hinaus limitiert die Freiheit den Profit, der sich bei Verwendung der Daten in kommerziellen Anwendungen und Diensten erzielen ließe: Was frei verfügbar ist, lässt sich nicht mehr einfach so verkaufen.
Beispiele
Mittlerweile gilt Open Data nicht mehr als Neuland, sondern besitzt im Alltag einen festen Stellenwert. Viele Städte, Regionen und Länder haben dazu tragfähige Konzepte erarbeitet und erfolgreich in die Praxis umgesetzt. Das gilt nicht nur für Großstädte wie Berlin, London, Zürich oder Kapstadt, sondern mittlerweile für alle Verwaltungsebenen bis hin zur EU [7]. Namhafte Unternehmen und internationale Organisationen ziehen ebenfalls mit – dazu später mehr.
Alle teilnehmenden Akteure betreiben oder nutzen webbasierte Portale, die sie regelmäßig mit aktualisierten Datensätzen befüllen und erweitern. Einen ersten, weltweiten Überblick der einzelnen Akteure liefert das Portal Open Data Impact Map [8]. Dort sehen Sie auf einen Blick, welcher Ansprechpartner in Ihrer Nähe sitzt. Sie filtern über das Menü die Darstellung nicht nur anhand des Landes und der Thematik, sondern auch anhand der Einkommensverteilung und des Organisationstyps – akademische Institution, Entwicklergruppe, kommerzielle oder Non-profit-Organisation.
Abbildung 3 stellt alle eingetragenen Entwicklergruppen auf einer Europakarte dar. Je weiter Sie in der Darstellung herauszoomen, desto stärker fasst das System die Einträge regional zusammen. Mit einem Klick auf den apfelgrünen Kreis erhalten Sie Details zu den Einträgen – hier beispielhaft hervorgehoben für Rumänien. Konkrete, spannende Anwendungen ergänzen die Plattform. Im Folgenden stellen wir Ihnen ausgewählte Beispiele dazu vor.

Abbildung 3: Das Portal Open Data Impact Map bietet einen Überblick zu Open-Data-Quellen – hier: Entwicklergruppen in Europa.
Schweiz
Die Stadt Zürich stellt über ihr Webportal [9] Daten aus den Kategorien Arbeit und Erwerb, Bauen und Wohnen, Energie, Kultur, Mobilität, Preise und Verwaltung bereit. Damit verfolgen Sie beispielsweise den Leerstand an Wohn- und Geschäftsflächen. Prominenter Nutzer der bereitstehenden Daten ist der Züriplan [10], der über eine zusätzliche Kartenebene lokale Besonderheiten einblendet. In Abbildung 4 sehen Sie einen Ausschnitt zu den öffentlichen Brunnen im Stadtraum (Kategorie “Kunst im Raum”). Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf ein Brunnensymbol, erhalten Sie Zusatzinformationen zum gewählten Brunnen.
Die beiden Eingabefelder sind mit einem Routenplaner verknüpft, der Ihnen neben dem direkten Weg zum Brunnen auch eine attraktive Route zu Fuß oder mit dem Fahrrad (“Velo”) inklusive Höhenprofil anbietet. Der senkrechte Strich im Höhenprofil markiert die Steigung am ausgewählten Wegpunkt. Möchten Sie über das Thema auf dem Laufenden bleiben, empfiehlt sich das Abonnement des Twitter-Kanals von OpenDataZürich [11]. Neben neuem Datenmaterial offeriert Ihnen der Kanal Links zu lesens- und sehenswerten Entwicklungen ähnlicher Projekte.
Das vom Bund betriebene Schweizer Informationsportal [12] mit vielfältigen Kartendaten bildet die Grundlage für themenspezifische Aufbereitungen. Es gilt als schweizerisches Referenzprojekt und gewann im Oktober 2016 einen Open-Source-Award. Das Portal verlinkt neben den Daten aus den Fachreferaten auch etliche fachspezifische Anwendungen. Eine davon ist WindUndWetter [13], die die von den Wetterstationen erfassten Daten auf einer Landkarte visualisiert. Abbildung 5 zeigt einen Kartenausschnitt für die Westschweiz. Klicken Sie auf eines der farbigen Dreiecke, erhalten Sie die Details zur jeweiligen Wetterstation mit der aktuellen Windrichtung, Tagestemperatur, Niederschlagsmenge und den Sonnenscheinstunden.
Die SBB als zentraler Verkehrsdienstleister macht bahnspezifische Informationen zugänglich [14]. Die Liste der Datensätze umfasst das gesamte Liniennetz der SBB, wichtige Lautsprecherdurchsagen der vergangenen beiden Tage, die Passagierfrequenz (Stand 2014) sowie umfangreiche Haltestelleninformationen.
Dazu zählen Details zu Park+Rail-Plätzen, Velo-Parkplätzen, Railtaxi, Carsharing, Equipment für barrierefreies Reisen am jeweiligen Bahnhof, die Verkehrstafeln sowie die Infrastruktur samt Öffnungszeiten am Bahnhof. Das von der SBB betriebene Hotspot-Netz ist ebenfalls kartografiert. Abbildung 6 zeigt einen Ausschnitt und die Detailinformationen zum Standort in Fribourg.
Spannend aufbereitete Daten aus dem politischen Bereich bietet Ihnen die Redaktion für daten- und dokumentengetriebenen Journalismus unter dem Dach des SRF (Schweizer Radio und Fernsehen) im Rahmen des Projekts SRFData [15]. Dazu zählen Wahlergebnisse, Etatanalysen und mögliche Interessenverflechtungen. Als Besonderheit erhalten Sie zu den Daten weiterführendes Begleitmaterial in Form einer entsprechenden Reportage, die landestypisch sowohl auf Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch als auch in Englisch vorliegt. Das gesamte Projekt findet sich auf GitHub, sodass Sie unkompliziert daran teilhaben können.
Die Forschungsstelle Digitale Nachhaltigkeit an der Universität Bern sammelt herausragende Anwendungsbeispiele zum Themenkomplex Open Data in einem Open Data Show Room [16]. Die Anwendungen entstanden im Rahmen der dazugehörigen Vorlesung und verdeutlichen das Potenzial des Ansatzes. So lassen sich etwa die Störungsmeldungen der Berner Verkehrsbetriebe BernMobil visualisieren. Die Daten dafür stammen aus den Jahren 2014 bis 2016 und sind linienspezifisch aufgeschlüsselt.
Frankreich
Gemäß der Bewertung durch die Open Knowledge Foundation (OKFN) [17] zur Bereitstellung offener Daten beziehungsweise offener Formate rangiert Frankreich im internationalen Vergleich auf Platz 10 (Stand 2015). Davor heben sich neben dem Spitzenreiter Taiwan auch Dänemark (Platz 3) und Uruguay (Platz 7) positiv ab.
Die französische Verwaltung betreibt eine eigene, mehrsprachige Plattform *[18], auf der Sie unter anderem Daten aus den Kategorien Landwirtschaft und Ernährung, Kultur, Wirtschaft und Arbeit, Bildung und Wissenschaft, Gesellschaft, Tourismus, Regionen und Verkehr finden. Zur Qualitätssicherung werden die Bereitsteller der Daten zertifiziert.
Abbildung 7 zeigt den Zugriff auf die Fahrradstationen in und um Paris, wie sie die Region Île-de-France erfasst. Jeder Datensatz beinhaltet neben der Stationsnummer die genaue Adresse, das Departement, die Postleitzahl und die Geokoordinaten. Sie beziehen die Daten bei Bedarf in Form einer CSV-Datei, als JSON-Datensatz, Blatt einer Tabellenkalkulation oder Shapefile.

Abbildung 7: Die französische Verwaltung ermöglicht den Zugriff auf Daten in verschiedenen Formaten.
DataFrance [19] nutzt die über das Portal bereitstehenden Daten intensiv und erstellt daraus interaktive Webanwendungen. Als Themenfelder bietet es Bevölkerung, Transport, Dienstleistungen, Wohnen, Bildung, Umwelt, Wirtschaft und Arbeit sowie Politik an. Das Beispiel in Abbildung 8 zeigt die Erdbebenverteilung beziehungsweise das seismische Risiko für jede Gemeinde auf der Landkarte an. Je dunkler der eingetragene Punkt, umso größer das Risiko. Klicken Sie in der Darstellung auf einen Punkt, erhalten Sie die Bewertung zum jeweiligen Ort.

Abbildung 8: DataFrance bietet unter anderem eine auf Open Data beruhende seismische Risikoeinschätzung für Frankreich.
Berlin
Offene Daten aus Berlin stehen über ein eigenes Webportal [20] zur Verfügung. Darin finden Sie neben Bebauungsplänen, Wahlergebnissen, ausgewählten Protokolle und Beschlüssen der Bezirksämter auch den Berliner Umweltatlas. Als technischer Kooperations- und Ansprechpartner dient die Technologiestiftung Berlin (TSB) [21]. Sie bringt alle Akteure an einen gemeinsamen Tisch [22].
Als Referenzprojekte gelten die Zustandserfassung und Visualisierung des Breitbandnetzes [23] (Abbildung 9), die Bereitstellung des Stadtmodells in 3D für das Spiel Minecraft sowie der Schuleinzugsrechner, der die Vergabe der Grundschulplätze für die Berliner Verwaltung vereinfacht.
Ein kulinarischer Vertreter aus Berlin ist Mundraub [24]. Das Projekt stellt eine kostenlose Webplattform dar, die Standorte von Obst und Kräutern im öffentlichen Raum sichtbar macht. Auf diesem Weg lässt der Fundort publik machen und der Austausch von Erfahrungen und Rezepten zwischen den Nutzern fördern. Abbildung 10 zeigt die hinterlegten Fundorte im Nordosten Brandenburgs an. Ein Klick auf den farbigen Marker führt Sie zum Standort – und in der richtigen Jahreszeit auch zum Genusserlebnis.

Abbildung 10: Fundorte für Obst und Kräuter in Brandenburg zeigt die Plattform mit dem augenzwinkernden Namen Mundraub.
Afrika
Wer bislang das Bild eines rückständigen Kontinents im Kopf hat, irrt sich gewaltig: Afrika holt mit großem Tempo technisch auf und treibt auch das Thema Open Data voran. Das zeigen auch die Statistiken der letzten Jahre. Die daraus abgeleiteten, interaktiv nutzbaren Visualisierungen dazu stehen Ihnen über die Plattform Open Data for Africa [25] bereit. Sie greift auf den kommerziellen Anbieter Knoema [26] zurück, der im Rahmen seiner Dienstleistung frei verfügbare Datenquellen anzapft und die Inhalte visuell aufbereitet.
Abbildung 11 zeigt die Zunahme der Internet-Nutzer zwischen 2005 und 2014 [27]. Klicken Sie auf der Karte ein bestimmtes Land an, erhalten Sie detailliertere Informationen dazu. Das Beispiel aus Abbildung 12 stellt die aktiven Kernkraftwerke auf den einzelnen Kontinenten gegenüber (Zeitraum 2013 und 2015) [28]. Durch Auswahl in der linken Liste ändern Sie den Umfang der Daten. Die Darstellung wählen Sie über die Diagramme am rechten Rand aus.
Neben einer kontinentbezogenen Darstellung lassen sich die Daten über eine Subdomain länderspezifisch aufbereiten. Die entsprechenden Länder gestalten die Inhalte der Subdomains jeweils selbst, beispielsweise mit einem Vergleich der Regionen (Provinzen). Die Daten stehen einheitlich als Tabellen und ansprechend gestaltete Grafiken bereit, sie lassen sich als PDF exportieren [29].
Weitere offizielle Datensätze und etwas esoterische Zusammenhänge bieten unter anderem das South African Data Archive (SADA) [30], das City of Cape Town Open Data Portal [31] und Open Data Durban [32]. Als Leuchtturmprojekt gilt hingegen Code For South Africa (CfSA) [33]. Es bildet das regionale Pendant zum hierzulande bekannteren Projekt Code For Germany [34]. Beheimatet ist CfSA in der Code Bridge [35], einem Civic Tech Incubator in Kapstadt. Er finanziert sich über öffentliche Mittel und beschäftigt inzwischen dauerhaft 15 Mitarbeiter.
Über diesen Ort laufen diverse Praxisanwendungen zusammen, beispielsweise das Cape Town Budget Project [36], Mapit [37], die Parliamentary Monitoring Group und das Code For South Africa Data Portal [38]. Das Cape Town Budget Project entstand über einen Zeitraum von sechs Monaten in Zusammenarbeit mit dem Department of National Treasury. Es schlüsselt für die Öffentlichkeit auf, wofür die einzelnen Gelder des Budgets der Stadt Kapstadt verwendet werden (Abbildung 13) und macht die Ausgabenpolitik verständlicher.
Mapit bildet geografische Angaben auf Territorialgrenzen ab und beantwortet Fragen wie: “In welcher Provinz liegt der ausgewählte Geo-Punkt?” Mapit stammt als Fork von MySociety [39] ab (Basis: OpenStreetMap) und wurde hier speziell für Südafrika angepasst. Über eine REST-API fragen Sie den Service an und binden es somit in eigene Webdienste ein.
Das Code For South Africa Data Portal stellt die Daten und passende Webanwendungen zur Visualisierung bereit. Es kooperiert dabei mit dem kommerziellen Datendienstleister Socrata [40]. Thematisch bietet es eine Datenbank mit Medikamentenpreisen (“Wie viel kostet das von mir benötigte Medikament?”), eine Auswertung der Fahrzeiten (“Wie lange dauert mein täglicher Arbeitsweg?”) sowie eine Kriminalitätsstatistik und weitere Auswertungen an.
Fazit
Wie im Open-Source-Bereich üblich, bildet der rege Austausch untereinander einen wichtigen Baustein der Fortentwicklung der Projekte. Dazu gehören beispielsweise der International Open Data Hackathon am 4. März 2017 [41] sowie Opendata.ch [42], die Konferenz der Schweizer Sektion der Open Knowledge Foundation.
Open Data erlaubt Interessierten, auf öffentlich bereitstehende Daten in elektronischer Form zuzugreifen und damit Anwendungen für den Alltag zu programmieren. Auf diesem Weg lassen sich Zusammenhänge leicht visualisieren und somit besser verstehen. Da sich die Menge der Anwendungen kaum mehr überschauen lässt, bieten Open Data Showrooms einen guten Überblick, was es bereits gibt und welche Projekte Erfolgreich zum Einsatz kommen.
Der Autor
Frank Hofmann arbeitet in Berlin als Dienstleister mit Spezialisierung auf Druck und Satz (http://www.efho.de/). Seit 2008 koordiniert er das Regionaltreffen der Linux User Groups aus der Region Berlin-Brandenburg. Er ist zudem Co-Autor des Debian-Paketmanagement-Buches (http://www.dpmb.org).
Infos
[] Der Autor bedankt sich für Kritik und die vielfältigen Anregungen im Vorfeld des Artikels bei Mathias Stürmer (Forschungsstelle Digitale Nachhaltigkeit der Universität Bern), Axel Beckert, Martin Ebnöther, Benjamin Seibel (Technologiestiftung Berlin) und Guus Hoekman (Code for South Africa, Kapstadt).
[1] OpenWifi: http://www.openwifi.su/?lang=en
[2] Wigle: https://www.wigle.net
[3] Case Study: FixMyStreet.com: https://www.mysociety.org/better-cities/fixmystreet-in-the-uk/
[4] FixMyStreet: https://www.fixmystreet.com
[7] European Data Portal: http://europeandataportal.eu
[8] Open Data Impact Map: http://opendataimpactmap.org/map.html
[9] Stadt Zürich, Open Data: https://data.stadt-zuerich.ch
[10] Züriplan mit Layer Kunst im Raum: https://www.maps.stadt-zuerich.ch/zueriplan3/Stadtplan.aspx?#route_visible=true&basemap=Stadtplan&map=&scale=8000&xkoord=2683334.983405232&ykoord=1247295.266531328&lang=&layer=Kunst+im+Stadtraum&window=&selectedObject=&selectedLayer=Kunst+im+Stadtraum&toggleScreen=1&legacyUrlState=&drawings=
[11] Open Data Zürich: https://twitter.com/OpenDataZurich
[12] Schweizer Open-Data-Portal: http://opendata.swiss
[13] Wind und Wetter: https://windundwetter.ch
[14] Datenportal der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB): http://data.sbb.ch/
[15] SRFData: http://srfdata.github.io
[16] Open Data Showroom, Universität Bern, Forschungsstelle Digitale Nachhaltigkeit: http://opendata.iwi.unibe.ch
[17] Frankreich im Global Open Data Index, OKFN: http://index.okfn.org/place/france/
[18] Open-Data-Plattform der französischen Verwaltung: https://www.data.gouv.fr/fr/
[19] DataFrance: http://datafrance.info
[20] Open-Data Portal des Landes Berlin: http://daten.berlin.de
[21] Technologiestiftung Berlin (TSB): https://www.technologiestiftung-berlin.de/
[22] Open Data (Informationsbroschüre der TSB): https://www.technologiestiftung-berlin.de/fileadmin/daten/media/publikationen/160128_TSB_OpenDataBerlin.pdf
[23] Breitbandausbau Berlin: http://www.breitband-berlin.de
[24] Mundraub: http://mundraub.org
[25] Open Data for Africa: http://opendataforafrica.org
[26] Knoema: http://www.knoema.de
[27] Internet-Nutzer in Afrika: http://opendataforafrica.org/hyqhuof/africa-internet-users
[28] Informationssystem für Kraftwerke: http://opendataforafrica.org/nzbtxhe/power-reactor-information-system-2015
[29] Südafrika bei Open Data for Africa: http://southafrica.opendataforafrica.org/
[30] South African Data Archive (SADA): http://sada.nrf.ac.za/
[31] City of Cape Town Open Data Portal: https://web1.capetown.gov.za/web1/OpenDataPortal/
[32] Open Data Durban: https://opendata.durban
[33] Code For South Africa: http://code4sa.org
[34] Code For Germany: http://codefor.de
[35] Code Bridge: http://codebridge.org.za
[36] Cape Town Budget Project: “How well is your municipality managing its money?”, https://municipalmoney.gov.za
[37] Mapit: http://mapit.code4sa.org
[38] Code For South Africa Data Portal: https://data.code4sa.org
[39] MySociety: https://www.mysociety.org
[40] Socrata: https://socrata.com
[41] International Open Data Hackathon, http://opendataday.org
[42] Opendata.ch: http://opendata.ch













