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© Jasmin Merdan, 123RF

Die Ladezeit von Webseiten verringern

Beschleunigt

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Lädt eine Webseite nur schleppend, sucht man die Schuld schnell beim Seitenbetreiber oder dem Webbrowser. Doch das Zusammenspiel von Webserver, Webseite und Browser-Software ist kompliziert. Eine Reihe von Kniffen hilft, das Laden der Webseite zu beschleunigen.

Baut sich eine Webseite im Webbrowser nur schleppend auf, fällt der Verdacht schnell auf eine zu geringe Bandbreite oder zu alte Hardware. Voreilige Schlüsse dürfen Sie allerdings nicht ziehen: Zwischen dem Abruf der Webseite und der Darstellung im Browser läuft ein recht aufwendiger Prozess, in dem etliche Faktoren eine Rolle spielen.

Dazu zählen die Daten selbst, die Konfiguration des Webservers inklusive dessen Hosting, die in die Webseite eingebettete und die sich Ihrem Benutzerprofil anpassende Werbung, das tatsächliche Ausgabegerät (Monitor, Smartphone oder Tablet) und selbstverständlich auch der Webbrowser, mit dem Sie die Webseite anschauen. Vom Ausliefern der Webseite bis zur Anzeige auf dem Bildschirm sind viele Komponenten beteiligt.

Als Nutzer haben Sie keinen Einfluss auf das Hosting und die Inhalte des Seitenbetreibers. Sie entscheiden jedoch selbst, welche eingebetteten Elemente Ihr Webbrowser am Ende auch darstellt und beeinflussen so die Darstellungsgeschwindigkeit ganz maßgeblich.

Webseite: Die Daten dahinter

Eine Webseite besteht generell aus in der Hypertext Markup Language HTML formulierten, strukturierten Textdaten. Diese umfassen einen Kopf (<header>...</header>) mit den Meta-Informationen sowie zwischen den Body-Tags (<body>...</body>) den tatsächlichen Inhalt der Seite. Aus der Abfolge der einzelnen HTML-Tags ergibt sich die Anordnung des Inhalts. Hinzu kommen Anweisungen zur Formatierung und konkreten Darstellung in Form von Cascading Style Sheets (CSS) sowie dynamische Inhalte wie Javascript und Flash.

Ein HTML-Dokument liegt entweder in statischer Form bereit oder entsteht dynamisch beim Aufruf auf dem Webserver, indem dieser Code einer bestimmten Programmiersprache ausführt. Dabei kommen serverseitige Sprachen zum Einsatz, wie etwa PHP, Java, Perl oder Python, oder auch Technologien wie Javascript und Ajax, die auch den Client mit einbeziehen. Content-Management-Systeme (CMS) kombinieren häufig mehrere der genannten Techniken.

Jede Webseite spezifiziert ein bestimmtes, regionenbezogenes Encoding, das der Autor des HTML-Dokuments bestimmt oder mithilfe der CMS-Software festlegt. Das Encoding ist häufig identisch zu der geografischen Region, in der der Autor lebt und arbeitet. Mittlerweile setzt sich allerdings der Einsatz von Unicode Stück für Stück durch.

Auf der Darstellungsebene sorgt oft der Widerspruch zwischen der im HTML-Kopf spezifizierten und im Dokument dann tatsächlich verwendeten HTML-Version für Kopfzerbrechen. Die Versionsangabe variiert je nach Entwicklungsstand und Intensität der Pflege der Webseite. Eher selten präsentiert sich eine Webseite aus einem Guss – zumeist stimmt sie nur über eine bestimmte Zeit hinweg.

Viele Projekte nutzen älteren Programmcode und einen Schreibstil, der den Zeitgeist der Entstehungsepoche des Projekts (oder einer bestimmten Funktionalität) atmet. Noch eine größere Bandbreite bezüglich der Herkunft und des Stils weist aus externen Quellen bezogener Fremdcode auf. Er erleichtert zwar die Verfügbarkeit und den Einsatz in möglichst vielen Projekten, sorgt jedoch auch für eine größere Vielfalt im Entwicklerzoo.

Hosting

In die Ausgabe mischen sich zudem auch die genutzten Dienste des Webhosters oder Cloud-Anbieters ein, dessen Hardware die Webdaten am Ende tatsächlich ausliefert. Darüber hinaus gilt es, den Einfluss der Netzwerk- und Speicherkonfiguration abzuwägen. Die Schlagworte lauten hier IPv4/IPv6, DNS sowie Arbeitsspeicher. Letzterer wird bei einem virtuellen Server oder geteiltem Webspace entweder vom Hoster fest zugewiesen oder dynamisch zugeordnet.

Die Größe und Nutzbarkeit richtet sich entweder nach dem aktuellen Bedarf, der tatsächlichen Verfügbarkeit oder einem vorher gewählten Tarif. Preiswerte Webhoster kalkulieren in der Regel auf Basis der Annahme, dass nicht alle Benutzer auf dem Server gleichzeitig mit voller Last arbeiten. Sollte dann doch einmal die kumulierte Last auf dem geteilten Server in die Höhe schnellen, müssen Sie mit Verzögerungen beim Ausliefern der Daten rechnen.

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