AA_PO-25162_dny3d-123RF.jpg

© dny3d, 123RF

Empfehlenswerte Live-Systeme für den USB-Stick

Erlesene Auswahl

Der nagelneue USB-Stick wartet mit seinen satten 32 GByte Speicher nur darauf, mit Live-Systemen befüllt zu werden. Höchste Zeit also für ein paar interessante, kuriose und vor allem Daten rettende Distributionen.

Spezielle Linux-Distributionen für den USB-Stick gibt es mittlerweile zuhauf. Für fast jeden Einsatzzweck und jeden Geschmack scheint es ein passendes Live-System zu geben. Wer jedoch im Internet auf die Suche geht, stößt schnell auf viele veraltete Distributionen, wie etwa Feather Linux oder das einst so beliebte Damn Small Linux (DSL). Andere wiederum sind lediglich Forks oder Neuauflagen altbekannter Distributionen. Meist tauschen die dahinterstehenden Projekte nur den Desktop des Originals aus oder passen die Konfiguration leicht an.

Wir haben uns deshalb für Sie durch die Untiefen des Internets gekämpft und ein paar interessante Distributionen für den USB-Stick ans Licht geholt. Darunter finden Sie insbesondere auch Rettungssysteme, die im Fall der Fälle Dateien oder Partitionen restaurieren, sichern und wiederherstellen. Die getroffene Auswahl ist rein subjektiv und bei Weitem nicht vollständig, liefert Ihnen aber zumindest einen Überblick – und auch hoffentlich ein paar Anregungen für den eigenen USB-Stick.

Knoppix

Die momentan aktuellste Version der beliebten Live-Distribution Knoppix trägt die Nummer 7.3 [1]. Sie basiert auf einer Mischung aus Debian 7 sowie einigen Paketen aus Debian "Testing" und "Unstable". Knoppix startet standardmäßig den schlanken LXDE-Desktop (Abbildung 1).

Abbildung 1: Knoppix bietet einen vollwertigen Linux-Desktop inklusive LibreOffice.

Das DVD-Image bringt es auf fast 4 GByte, die drastisch abgespeckte CD-Version umfasst nur knapp 720 MByte. Knoppix 7.3 unterstützt Systeme mit (U)EFI-Firmware, startet aber standardmäßig als 2-Bit-System. Um mehr als 4 GByte Speicher zu nutzen, müssen Sie zur DVD-Version greifen und zudem die Boot-Option knoppix64 angeben. Einen ausführlichen Artikel zu Knoppix 7.3 finden Sie in der Rubrik "Heft-DVD" dieser Ausgabe.

4MLinux

Gerade einmal 256 MByte beansprucht 4M Linux auf dem USB-Stick [2]. Seine Einsatzgebiete sehen die Entwickler als Rettungssystem, Multimediazentrale, Mini-Server und Spieleplattform. 4M Linux gibt es in mehreren Geschmacksrichtungen. Die kleinste Variante 4M Linux Core verlangt gerade einmal 8 MByte Hauptspeicher, die All-in-One-Fassung benötigt hingegen schon 1 GByte. Um die geringen Speicheranforderungen zu erfüllen, kommen ausschließlich schlanke Programme zum Einsatz, als Desktop fungiert XFCE.

Auf 4M Linux basieren viele weitere Distributionen. So lässt sich beispielsweise mit TheSSS schnell ohne große Einrichtung ein Webserver, eine Datenbank, ein Proxy mit Tor-Anschluss oder ein FTP-Server starten [3]. Eine ausführliche Beschreibung von 4M Linux liefert ein Artikel in der Rubrik "Heft-DVD" dieser Ausgabe.

Diesen Artikel als PDF kaufen

Express-Kauf als PDF

Umfang: 7 Heftseiten

Preis € 0,99
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • Ultilex 4.0.0 bietet Linux-Sortiment an
    Ultilex 4.0.0 verspricht die ultimative Linux-Erfahrung. Die Multiboot-Live-Distribution bringt dafür einen bunten Strauß an Linux-Distributionen mit.
  • Aus der Tasche gezaubert
    Mit der Live-Distribution Slax zaubern Sie ein auf USB-Stick oder MP3-Player installiertes Linux-System aus der Tasche. Wir zeigen, was in dem Winzling steckt.
  • Die lieben Kleinen
    Abseits vom Mainstream buhlen zunehmend kleine Distributionen um die Gunst der Nutzer: Sie geben sich mit dem wenigen Platz auf einer CD oder einem USB-Stick zufrieden und bescheren altersschwachen Rechnern einen zweiten Frühling.
  • Exportschlager
    Die Zuverlässigkeit von Skoda, die Schönheit von Eva Herzigova und den leckeren Duft von Karlsbader Oblaten: Das alles vereint die Slackware-Live-Distro Slax aus Tschechien.
  • Clonezilla live 2.4.2-10 veröffentlicht
    Das beliebte Live-System zum Klonen und Sichern von Festplatten oder Partitionen liegt in einer neuen stabilen Version vor. Die Entwickler haben dabei vor allem den Unterbau und die Programme aktualisiert.
Kommentare

Infos zur Publikation

LU 08/2016: Multimedia

Digitale Ausgabe: Preis € 5,99
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Aktuelle Fragen

Wie kann man das berichtigen
Udo Muelle, 17.07.2016 20:39, 1 Antworten
Fehlschlag beim Holen von http://extra.linuxmint.com/dists/rosa/main/binary-i386/Packages Hash-S...
Installation Genimotion
Horst Müller, 15.07.2016 17:00, 1 Antworten
Hallo, ich kann Genimotion nicht installieren. Folgende Fehlermeldung habe ich beim Aufruf erh...
Probleme beim Hochfahren der Terastaion 5400 mit Unix-Distrib
Sheldon Cooper, 10.07.2016 09:32, 0 Antworten
Hallo ihr lieben, habe seit zwei Tagen das Problem, das das NAS (Raid5) nicht mehr sauber hoch...
Mit Firewire Videos improtieren?
Werner Hahn, 09.06.2016 11:06, 5 Antworten
Ich besitze den Camcorder Panasonic NV-GS330, bei dem die Videos in guter Qualität nur über den 4...
lidl internetstick für linux mint
rolf meyer, 04.06.2016 14:17, 3 Antworten
hallo zusammen ich benötige eure hilfe habe einen lidl-internetstick möchte ihn auf linux mint i...