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Empfehlenswerte Live-Systeme für den USB-Stick

Erlesene Auswahl

Der nagelneue USB-Stick wartet mit seinen satten 32 GByte Speicher nur darauf, mit Live-Systemen befüllt zu werden. Höchste Zeit also für ein paar interessante, kuriose und vor allem Daten rettende Distributionen.

Spezielle Linux-Distributionen für den USB-Stick gibt es mittlerweile zuhauf. Für fast jeden Einsatzzweck und jeden Geschmack scheint es ein passendes Live-System zu geben. Wer jedoch im Internet auf die Suche geht, stößt schnell auf viele veraltete Distributionen, wie etwa Feather Linux oder das einst so beliebte Damn Small Linux (DSL). Andere wiederum sind lediglich Forks oder Neuauflagen altbekannter Distributionen. Meist tauschen die dahinterstehenden Projekte nur den Desktop des Originals aus oder passen die Konfiguration leicht an.

Wir haben uns deshalb für Sie durch die Untiefen des Internets gekämpft und ein paar interessante Distributionen für den USB-Stick ans Licht geholt. Darunter finden Sie insbesondere auch Rettungssysteme, die im Fall der Fälle Dateien oder Partitionen restaurieren, sichern und wiederherstellen. Die getroffene Auswahl ist rein subjektiv und bei Weitem nicht vollständig, liefert Ihnen aber zumindest einen Überblick – und auch hoffentlich ein paar Anregungen für den eigenen USB-Stick.

Knoppix

Die momentan aktuellste Version der beliebten Live-Distribution Knoppix trägt die Nummer 7.3 [1]. Sie basiert auf einer Mischung aus Debian 7 sowie einigen Paketen aus Debian "Testing" und "Unstable". Knoppix startet standardmäßig den schlanken LXDE-Desktop (Abbildung 1).

Abbildung 1: Knoppix bietet einen vollwertigen Linux-Desktop inklusive LibreOffice.

Das DVD-Image bringt es auf fast 4 GByte, die drastisch abgespeckte CD-Version umfasst nur knapp 720 MByte. Knoppix 7.3 unterstützt Systeme mit (U)EFI-Firmware, startet aber standardmäßig als 2-Bit-System. Um mehr als 4 GByte Speicher zu nutzen, müssen Sie zur DVD-Version greifen und zudem die Boot-Option knoppix64 angeben. Einen ausführlichen Artikel zu Knoppix 7.3 finden Sie in der Rubrik "Heft-DVD" dieser Ausgabe.

4MLinux

Gerade einmal 256 MByte beansprucht 4M Linux auf dem USB-Stick [2]. Seine Einsatzgebiete sehen die Entwickler als Rettungssystem, Multimediazentrale, Mini-Server und Spieleplattform. 4M Linux gibt es in mehreren Geschmacksrichtungen. Die kleinste Variante 4M Linux Core verlangt gerade einmal 8 MByte Hauptspeicher, die All-in-One-Fassung benötigt hingegen schon 1 GByte. Um die geringen Speicheranforderungen zu erfüllen, kommen ausschließlich schlanke Programme zum Einsatz, als Desktop fungiert XFCE.

Auf 4M Linux basieren viele weitere Distributionen. So lässt sich beispielsweise mit TheSSS schnell ohne große Einrichtung ein Webserver, eine Datenbank, ein Proxy mit Tor-Anschluss oder ein FTP-Server starten [3]. Eine ausführliche Beschreibung von 4M Linux liefert ein Artikel in der Rubrik "Heft-DVD" dieser Ausgabe.

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