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© Roberto Saporito, 123RF

Runde Sache

Der virtuelle Globus Marble

21.11.2013
Früher stand er in vielen Klassen- und Kinderzimmern, mittlerweile wurde der gute Globus fast vollständig von Google Maps verdrängt. Mit dem Programm Marble kehrt er jedoch in einer zeitgemäßen Neuauflage zurück.

Marble gehört zu den Bildungsprogrammen der KDE Software Collection und liegt daher in den Repositories aller großen Distributionen. Viele von ihnen installieren den virtuellen Globus sogar standardmäßig; unter OpenSuse finden Sie ihn beispielsweise im Startmenü in der Programmgruppe Education.

Auch wenn Marble recht unscheinbar wirkt, bietet es mehr als nur die Erdkugel. So dürfen Sie eine Reiseroute planen, für die Fahrradtour das Höhenprofil einblenden lassen und sogar über den Mond fliegen. Den folgenden Ausführungen liegt die Marble-Version 1.6.2 zugrunde, die auch in OpenSuse 13.1 enthalten ist.

Rollig

Nach dem Start zeigt Marble wie in Abbildung 1 auf der rechten Seite die Erde, im Hintergrund das Weltall mit den Sternbildern. Rechts unten am Rand finden Sie eine Navigationsleiste, die Sie in ähnlicher Form vielleicht schon von Google Maps her kennen: Über die Pfeile im oberen runden Teil rotieren Sie die Weltkugel, über die Plus- und Minus-Tasten darunter zoomen Sie näher heran und wieder heraus. Den jeweils aktuell gültigen Maßstab lesen Sie links unten in der Ecke ab, die Höhe über dem Erdboden verrät zudem die Statusleiste am unteren Fensterrand.

Abbildung 1: Das Hauptfenster von Marble zeigt rechts den Globus und bietet in der Seitenleiste links die Zusatzfunktionen an.

Anstelle der Navigationsleiste können Sie auch die Maus verwenden: Wenn Sie mit der Maus auf den Globus fahren, verwandelt sich der Zeiger in eine Hand. Per Drag & Drop können Sie jetzt den Globus "anfassen" und rotieren. Über das Mausrad zoomen Sie heran und wieder heraus. Gehen Sie dabei jedoch behutsam vor: Geben Sie der Erde mit der Maus zu viel Schwung, rollt sie wie ein echter Globus noch etwas nach.

In der Mitte des Schirms sehen Sie ein kleines weißes Fadenkreuz – je nach Hintergrund ist es etwas schlecht zu erkennen. Auf welchen Punkt der Erde es zeigt, sehen Sie deshalb noch einmal auf der stilisierten Weltkarte links oben in der Ecke. Die Position des Fadenkreuzes markiert dort ein weißer Punkt, mit einem Doppelklick springen Sie schnell zu einer anderen Region der Welt.

Abschalten

Wenn Sie eine Stadt oder einen anderen Ort anklicken, blendet Marble ein Fenster mit Informationen über diesen geografischen Punkt ein (Abbildung 2). Um das Fenster wieder zu schließen, müssen Sie rechts oben auf sein X-Symbol klicken. Liegt dieses unter der Windrose oder einem anderen Element, müssen Sie zunächst den Globus etwas drehen.

Abbildung 2: Die Informationen in diesem Fenster stammen vom Dienst Geonames [1].

Wenn Sie die Kästen mit den ganzen Zusatzinformationen zu sehr stören, können Sie sie einzeln im Hauptmenü hinter Ansicht | Informationskästen aus- und einschalten. Alternativ lassen sie sich auch per Drag & Drop an eine beliebige andere Stelle ziehen. Bei der Navigationsleiste rechts unten müssen Sie dazu allerdings mit der Maus auf den Rand fahren, der Mauszeiger verwandelt sich dabei in eine Hand. Das Fadenkreuz blenden Sie über Ansicht | Fadenkreuz ein und aus.

Bei den Sternen im Hintergrund handelt es sich übrigens nicht um bloße Staffage, sondern das derzeit tatsächlich dort sichtbare Weltall. Wenn Sonne, Mond und Sterne Sie irritieren, schalten Sie sie über Ansicht | Sternenhimmel ab. An der selben Stelle lässt sich übrigens auch die simulierte Atmosphäre deaktivieren, die sich in Abbildung 1 als heller Schein um die Weltkugel legt.

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