AA_box_jayofboy_sxc_1389750.jpg

© Jayofboy, sxc.hu

FPM baut parallel RPM- und DEB-Pakete

Der packt das

Das Tool Effing Package Management baut binnen weniger Sekunden fertige RPM- und DEB-Pakete, ohne dass Sie sich mit Konfigurationsdateien herumschlagen müssen.

README

Der Effing Package Management erstellt RPM- und DEB-Pakete mit einem einfachen Kommandozeilenbefehl. Stößt er dabei auf keine größeren Probleme, dann liegen nach gut einer Minute fertige Archive für die beiden Plattformen vor.

Im Gegensatz zu Windows-Anwendern kommen Linux-Nutzer in den Genuss eines komfortablen Paketmanagements. Zwei Mausklicks genügen, und schon landet eine neue Software einsatzbereit auf der Platte, das Handbuch am dafür vorgesehenen Ablageort oder der neue Stapel Hintergrundbilder im passenden Order. Die reibungslose Installation setzt voraus, dass Entwickler, Autoren und Grafiker die Ergebnisse zu einem Paket verschnüren.

Dummerweise haben sich in der Praxis mehrere Formate für das Paketieren etabliert: Debian-basierte Distributionen verwenden das DEB-Format; OpenSuse, Fedora und Co. nutzen das RPM-Format. Möchten Sie beide Varianten unterstützten, gilt es folglich, sich mit beiden Spezifikationen und den zugehörigen Konfigurationsdateien zu beschäftigen. Ein Programm namens Effing Package Management, kurz FPM [1], vereinfacht die Arbeit.

Fluchen hilft

Wie sein Name andeutet, richtet sich FPM zunächst an alle, die schon einmal am Bau eines Pakets schimpfend verzweifelt sind (der Fluch "effing" bedeutet sinngemäß "verdammt"). Das Tool schnürt in einem Arbeitsgang Pakete für unterschiedliche Distributionen, ohne dass Sie dafür weitere Angaben zu machen bräuchten.

Wie einfach das funktioniert, zeigte der Entwickler Jorden Sissel auf einer Konferenz, auf der er den Quellcode der Software Memcached in nur 60 Sekunden in ein DEB- und ein RPM-Paket verwandelte [1]. FPM eignet sich damit ideal, um während des Entwickelns einer Software schnell und automatisiert Pakete zum Testen zu erstellen.

Neben Entwicklern spricht das Werkzeug auch Anwender an, die zu einer Software kein passendes Paket finden und sich kurzerhand selbst eines bauen möchten. Einen kleinen Haken hat das FPM allerdings: Es ist auf das schnelle, unkomplizierte Erzeugen von Paketen ausgelegt. Die von ihm ausgespuckten Pakete folgen daher nicht notwendigerweise exakt den Richtlinien von Debian beziehungsweise RPM. Dies ließe sich aber – mit einigem Aufwand und zahlreichen Parametern – auf der Kommandozeile erreichen.

Kleiner Rubin

FPM selbst ist in der Skriptsprache Ruby geschrieben. Sie spielen es bei Bedarf über den Ruby-eigenen Paketmanager Gem ein. Dazu wiederum benötigen Sie die passende Laufzeitumgebung, die Entwicklerpakete sowie Make und den C-Compiler. Die entsprechenden Pakete holt unter Ubuntu holt der folgende Befehl herbei:

$ sudo apt-get install ruby ruby-dev build-essential

Unter OpenSuse und Fedora installieren Sie die Pakete ruby, ruby-devel, make und gcc, bei CentOS und Red Hat sind es ruby, ruby-devel, rubygems, make und gcc. FPM installieren Sie dann über das folgende Kommando:

$ sudo gem install fpm

Das zieht unter Umständen die Installation weiterer Ruby-Pakete nach sich (Abbildung 1). Abschließend spielen Sie die Werkzeuge ein, die zum Bau der Pakete notwendig sind. Nutzt Ihre Distribution DEB-Pakete, benötigen Sie zusätzlich Rpmbuild, um später RPM-Pakete zu bauen.

Abbildung 1: Die Installation des Ruby-Gems fpm holt je nach Distribution zahlreiche weitere Gems nach.

Unter Ubuntu steckt Rpmbuild im Paket rpm. Sind Sie nicht sicher, welche Programme Sie auf Ihrer Distribution benötigen, versuchen Sie mit FPM einfach ein Paket zu bauen: Fehlt ein Werkzeug, nennt Ihnen das Tool dann den entsprechenden Namen.

Diesen Artikel als PDF kaufen

Express-Kauf als PDF

Umfang: 5 Heftseiten

Preis € 0,99
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

Kommentare

Infos zur Publikation

LU 11/2017: Server für Daheim

Digitale Ausgabe: Preis € 8,50
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Stellenmarkt

Aktuelle Fragen

Lieber Linux oder Windows- Betriebssystem?
Sina Kaul, 13.10.2017 16:17, 3 Antworten
Hallo, bis jetzt hatte ich immer nur mit
IT-Kurse
Alice Trader, 26.09.2017 11:35, 2 Antworten
Hallo liebe Community, ich brauche Hilfe und bin sehr verzweifelt. Ih bin noch sehr neu in eure...
Backup mit KUP unter Suse 42.3
Horst Schwarz, 24.09.2017 13:16, 3 Antworten
Ich möchte auch wieder unter Suse 42.3 mit Kup meine Backup durchführen. Eine Installationsmöglic...
kein foto, etc. upload möglich, wo liegt mein fehler?
kerstin brums, 17.09.2017 22:08, 5 Antworten
moin, zum erstellen einer einfachen wordpress website kann ich keine fotos uploaden. vom rechne...
Arch Linux Netzwerkkonfigurationen
Franziska Schley, 15.09.2017 18:04, 0 Antworten
Moin liebe Linux community, ich habe momentan Probleme mit der Einstellung des Lan/Wlan in Arc...