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© Jayofboy, sxc.hu

Der packt das

FPM baut parallel RPM- und DEB-Pakete

23.09.2013
Das Tool Effing Package Management baut binnen weniger Sekunden fertige RPM- und DEB-Pakete, ohne dass Sie sich mit Konfigurationsdateien herumschlagen müssen.

README

Der Effing Package Management erstellt RPM- und DEB-Pakete mit einem einfachen Kommandozeilenbefehl. Stößt er dabei auf keine größeren Probleme, dann liegen nach gut einer Minute fertige Archive für die beiden Plattformen vor.

Im Gegensatz zu Windows-Anwendern kommen Linux-Nutzer in den Genuss eines komfortablen Paketmanagements. Zwei Mausklicks genügen, und schon landet eine neue Software einsatzbereit auf der Platte, das Handbuch am dafür vorgesehenen Ablageort oder der neue Stapel Hintergrundbilder im passenden Order. Die reibungslose Installation setzt voraus, dass Entwickler, Autoren und Grafiker die Ergebnisse zu einem Paket verschnüren.

Dummerweise haben sich in der Praxis mehrere Formate für das Paketieren etabliert: Debian-basierte Distributionen verwenden das DEB-Format; OpenSuse, Fedora und Co. nutzen das RPM-Format. Möchten Sie beide Varianten unterstützten, gilt es folglich, sich mit beiden Spezifikationen und den zugehörigen Konfigurationsdateien zu beschäftigen. Ein Programm namens Effing Package Management, kurz FPM [1], vereinfacht die Arbeit.

Fluchen hilft

Wie sein Name andeutet, richtet sich FPM zunächst an alle, die schon einmal am Bau eines Pakets schimpfend verzweifelt sind (der Fluch "effing" bedeutet sinngemäß "verdammt"). Das Tool schnürt in einem Arbeitsgang Pakete für unterschiedliche Distributionen, ohne dass Sie dafür weitere Angaben zu machen bräuchten.

Wie einfach das funktioniert, zeigte der Entwickler Jorden Sissel auf einer Konferenz, auf der er den Quellcode der Software Memcached in nur 60 Sekunden in ein DEB- und ein RPM-Paket verwandelte [1]. FPM eignet sich damit ideal, um während des Entwickelns einer Software schnell und automatisiert Pakete zum Testen zu erstellen.

Neben Entwicklern spricht das Werkzeug auch Anwender an, die zu einer Software kein passendes Paket finden und sich kurzerhand selbst eines bauen möchten. Einen kleinen Haken hat das FPM allerdings: Es ist auf das schnelle, unkomplizierte Erzeugen von Paketen ausgelegt. Die von ihm ausgespuckten Pakete folgen daher nicht notwendigerweise exakt den Richtlinien von Debian beziehungsweise RPM. Dies ließe sich aber – mit einigem Aufwand und zahlreichen Parametern – auf der Kommandozeile erreichen.

Kleiner Rubin

FPM selbst ist in der Skriptsprache Ruby geschrieben. Sie spielen es bei Bedarf über den Ruby-eigenen Paketmanager Gem ein. Dazu wiederum benötigen Sie die passende Laufzeitumgebung, die Entwicklerpakete sowie Make und den C-Compiler. Die entsprechenden Pakete holt unter Ubuntu holt der folgende Befehl herbei:

$ sudo apt-get install ruby ruby-dev build-essential

Unter OpenSuse und Fedora installieren Sie die Pakete ruby, ruby-devel, make und gcc, bei CentOS und Red Hat sind es ruby, ruby-devel, rubygems, make und gcc. FPM installieren Sie dann über das folgende Kommando:

$ sudo gem install fpm

Das zieht unter Umständen die Installation weiterer Ruby-Pakete nach sich (Abbildung 1). Abschließend spielen Sie die Werkzeuge ein, die zum Bau der Pakete notwendig sind. Nutzt Ihre Distribution DEB-Pakete, benötigen Sie zusätzlich Rpmbuild, um später RPM-Pakete zu bauen.

Abbildung 1: Die Installation des Ruby-Gems fpm holt je nach Distribution zahlreiche weitere Gems nach.

Unter Ubuntu steckt Rpmbuild im Paket rpm. Sind Sie nicht sicher, welche Programme Sie auf Ihrer Distribution benötigen, versuchen Sie mit FPM einfach ein Paket zu bauen: Fehlt ein Werkzeug, nennt Ihnen das Tool dann den entsprechenden Namen.

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