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Mit allen Extras

Debian-Pakete verwalten mit dem Smart Package Manager

21.06.2013
Hinter SmartPM verbirgt sich ein kleiner Werkzeugkasten für das Paketmanagement, der alltägliche Aufgaben einfach macht, aber Profis die volle Kontrolle ermöglicht.

Paketmanager vereinfachen die oftmals komplexen Vorgänge beim Verwalten der Software auf einem Linux-System. Dabei existieren Tools für die Kommandozeile, Werkzeuge mit graphischer Oberfläche und sogar webbasierte Schnittstellen. SmartPM gelingt es mit Bravour, die Funktionen für die Kommandozeile mit einer ansprechenden GUI zu kombinieren. Außerdem versteht sich die Software auf verschiedene Paketformate.

Installation

Das Programm steht auf der Webseite des Projekts [1] bereit. Alternativ finden Sie das aktuelle Paket für verschiedene Distributionen auf der Heft-DVD der Media-Ausgabe. Aktionen, bei denen Sie den Paketbestand ändern, setzen Administratorrechte voraus.

Die verschiedenen Bedienmodi aktivieren Sie beim Programmaufruf. Die graphische Benutzeroberfläche (GUI) erreichen Sie über das Kommando smart und auf Wunsch mit der Option --gui, die interaktive Applikation für die Konsole hingegen über --shell. Dieses Interface gleicht dem von Apt und Aptitude. Fügen Sie die Option --gui im Aufruf hinzu, wechselt SmartPM vor dem Ausführen in den Grafikmodus und zeigt einen farbigen Ladebalken.

Das modular konzipierte SmartPM versteht sich auf die Paketformate DEB und RPM. Darüber hinaus verwaltet es Tar-Archive für Slackware. Jede Paketquelle bindet es als sogenannten Channel ein.

Oberfläche

Die grafische Oberfläche bedienen Sie über eine Menüleiste und eine Reihe von Schaltflächen. Die Übersicht beinhaltet die Kategorien der Software und Informationen zu den Pakete sowie die entsprechenden Details zur Auswahl. Den Abschluss am unteren Fensterrand bildet die Statuszeile mit der Summe der verfügbaren und bereits installierten Pakete (Abbildung 1).

Abbildung 1: Einfach und übersichtlich: SmartPM vereinfacht das Verwalten von Software.

Über den Unterpunkt Datei | Alle Kanäle aktualisieren bringen Sie die Listen mit den Informationen über die Pakete auf den neuesten Stand. Eine individuelle Auswahl gelingt mithilfe von Ausgewählten Kanal aktualisieren (Abbildung 2). Letztere Funktion gibt es bislang nur bei SmartPM, bei Apt und Aptitude steht sie hingegen seit längerem auf der Wunschliste der Erweiterungen [2].

Abbildung 2: Bei Bedarf bringen Sie lediglich einzelne Software-Listen auf den neusten Stand und sparen so Zeit beim Herunterladen.

Über den Eintrag Bearbeiten aus der Menüleiste prüfen Sie verwendete Pakete auf ungelöste Abhängigkeiten, verwalten die Repositories, markieren Pakete und vergeben Prioritäten für die Bezugsquellen. Damit nehmen Sie direkt Einfluss darauf, wie das Programm die Quellen auswertet. Abbildung 3 zeigt dies für das Paket gnome-sudoku.

Abbildung 3: Über Prioritäten bestimmen Sie, aus welcher Quelle SmartPM eine Software bezieht.

Über den Eintrag Anzeigen filtern Sie die Anzeige in der Auswahlliste der Pakete und sehen darüber zum Beispiel nur die nicht aktualisierbaren, die gesperrten (hold) oder die installierten Pakete. Zudem wählen Sie über den Menüpunkt Anzeigen |Baumansicht zwischen der Sortierung nach Kategorien, Paketquellen oder nach Paketgruppen.

Unter dem Eintrag Hilfe finden Sie neben den Informationen zur Programmversion eine Übersicht zu den von SmartPM verwendeten Symbolen. Wichtige Menüpunkte sind zusätzlich als Knöpfe ausgeführt, wie die Korrektur der letzten Änderungen und das Aktualisieren aller installierten Pakete.

Rechts daneben finden Sie ein Eingabefeld, dessen Inhalt als Filter für die Paketliste fungiert. Dabei erfolgt allerdings keine Suche in den Beschreibungen oder über die Dateinamen im Archiv. Abbildung 1 zeigt nur Einträge, bei denen die Zeichenkette smartpm im Namen des Pakets vorkommt.

Nach der Wahl eines Paketes aus der Liste zeigt SmartPM darunter weitere Details an. Neben allgemeinen Informationen wie Status, Priorität, Kategorie, Größe, Paketquelle und URL finden Sie hier die Beschreibung sowie die Liste der Dateien, die das Paket mitbringt. Außerdem gibt das Protokoll der Änderungen (ChangeLog) Auskunft über die Entwicklungsschritte, und Sie sehen, von welchen anderen Paketen eine Software abhängt oder welche es empfiehlt. Zur Ansicht des jeweiligen Details wählen Sie den passenden Reiter aus.

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