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© Stocker, sxc.hu

Videos von Youtube oder Vimeo herunterladen

Geschickt archiviert

Videoportale wie Youtube oder Vimeo bieten eine Fülle kurioser und unterhaltsamer Kurzfilme. Möchten Sie diese in Ruhe offline genießen, hilft das kleine Werkzeug Movgrab weiter.

Ein Video auf Youtube startet nur dann, wenn Sie es mit dem Browser ansteuern und über eine möglichst flotte Netzverbindung verfügen. Ein Konservieren oder Weiterverarbeiten klappt dagegen nicht, und weitergeben lässt sich nur der Link. Obendrein zwingt das Portal Sie oft, Werbung anzuschauen. Einen Ausweg bietet das Programm Movgrab, das auf Wunsch das Video komplett herunter lädt und als Datei auf der Festplatte speichert.

Werkzeugmacher

Ärgerlicherweise liegt die Software kaum einer Distribution bei. Sie kommen also nicht umhin, sie selbst zu übersetzen. Dazu angeln Sie sich als Erstes das aktuelle Archiv mit dem Quellcode von der Homepage [1]. Bei Redaktionsschluss war die Seite etwas unübersichtlich aufgebaut. Im unteren Bereich finden Sie in fetten türkisfarbenen Buchstaben eine Liste mit den bisher erschienenen Versionen.

Sie benötigen die oberste, wobei Sie aber nicht den fettgedruckten Eintrag anklicken, sondern rechts daneben das etwas unscheinbare Download Source in Tar/GZ. Der Kasten "Installation" gibt Tipps zum Setup der Software.

Installation

Nach dem Download entpacken Sie das Archiv auf der Festplatte und installieren dann Movgrab im neu entstandenen Verzeichnis via:

./configure
make
make install

Das setzt lediglich einen installierten C-Compiler und Make voraus. Sofern Sie später Videos über verschlüsselte Verbindungen via HTTPS/SSL herunterladen möchten, müssen Sie zuvor noch die OpenSSL-Bibliotheken samt Entwicklungspakete installieren und configure wie folgt aufrufen:

./configure --enable-ssl

Für Youtube, Vimeo und Myvideo ist dies jedoch nicht notwendig.

Volle Kraft voraus

Nachdem dem Einrichten des Programms steuern Sie im Browser die Seite mit dem Video auf Youtube an und übergeben dessen URL an das Werkzeug (Abbildung 1):

$ movgrab 'http://www.youtube.com/watch?v=YE7VzlLtp-4'
Abbildung 1: Geben Sie kein Videoformat vor, lädt Movgrab einfach die erste Datei in der Reihe herunter.

Die Hochkommata um die URL verhindern, dass die Shell Sonderzeichen wie das & interpretiert. Movgrab speichert das Video in einer Datei, deren Name sich aus dem Titel des Videos auf der entsprechenden Seite und einer eindeutigen Identifikationsnummer zusammensetzt. Erscheint Ihnen dieser Dateiname zu kryptisch, geben Sie mit dem Parameter -o selbst einen vor:

$ movgrab -o bigbuckbunny.webm 'http://www.youtube.com/watch?v=YE7VzlLtp-4'

Sofern Sie über einen Proxy ins Internet gehen, geben Sie diesen hinter dem Parameter -p an:

$ movgrab -p http://Benutzer:Passwort@Proxy URL ...

Dabei ersetzen Sie Benutzer und Passwort gegen die korrekten Werte. Benötigen Sie für den Proxy keine Zugangsdaten, verzichten Sie bei der Eingabe auf das Gespann und geben nur den Domainnamen und die Portnummer des Proxys an – etwa http://meinproxy.com:8080. Alle Videoportale, die Movgrab kennt, verrät der Befehl movgrab --help.

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Kommentare
Es geht aber noch leichter!
Peter Ebner, Mittwoch, 15. August 2012 01:50:40
Ein/Ausklappen

Im Firefox das Addon "Videodownloadhelper" installieren. Damit geht ein lokales Speichern viel einfacher und zusätzlich bietet dieses Addon mittlerweile auch eine Formatumwanlung in andere Formate (Z.B. mp3, h264 und ähnliche) an. Einfach zu benutzen und ich habe bislang noch keine Seite gefunden, bei der dieses Addon nicht klappt.


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