Wenn Grml-Projektleiter Michael Prokop (siehe Kasten "Interview mit Michael Prokop") von seinem Baby spricht, gerät er ins Schwärmen: "Ich habe es ins Leben gerufen, als ich noch als Systemadministrator auf der TU Graz arbeitete. Knoppix war ein tolles System für Anwender, aber mir fehlten diverse Tools für meine Arbeit als Admin." Heute, fast acht Jahre später, haben er und sein Team sich einen Ruf erarbeitet: Als das Team hinter Grml [1], dem "MacGyver" unter den Linux-Distributionen.
Bei Grml (ausgesprochen: "Grummel") handelt es sich um eine Live-Distribution, die man direkt von einer CD oder einem USB-Stick bootet und verwendet. Allerdings spielt es in einer anderen Liga als Knoppix oder die Live-Systeme der großen Distributoren: Grml punktet nicht durch grafische Tools und tolle Desktop-Umgebungen, sondern mit seinem Funktionsumfang. Im System findet sich ein kompletter Werkzeugkasten von Anwendungen, mit denen Admins ihren Alltag bestreiten, insbesondere auch Tools für LVM und Mdadm (für das Software-RAID von Linux).
Grml positioniert sich quasi als umfassende Werkbank für alle, die beruflich oder privat an Linux-Systemen schrauben. Kurz vor Weihnachten erschien die Version 2011.12 alias "Knecht Rootrecht" – Grund genug, sich dieses Kleinod für Admins einmal genauer anzuschauen.
Interview mit Michael Prokop
Michael "Mika" Prokop aus Graz/Österreich ist der Kopf des Grml-Projekts und stand LinuxUser Rede und Antwort zu aktuellen Fragen rund um Grml.
LinuxUser: Grml hat sich
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