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© Leung Cho Pan, 123rf.com

Bewegende Momente

Videoclips aus Bildern erstellen

16.10.2011 Möchten Sie die Betrachter einer Diaschau bei der Stange halten, müssen Sie etwas Besonderes bieten. Photofilmstrip animiert die Fotos nicht nur, sondern hinterlegt die Diaschau auch mit Musik.

Die Diaschau dauert jetzt schon eine halbe Stunde, und die meisten Zuschauer suchen verzweifelt eine Ausrede, um möglichst schnell das Weite suchen zu können. Muss nicht sein: Oft genügen schon kleine Eyecatcher, um eine Bildvorführung wesentlich interessanter zu gestalten und die Zuschauer bei der Stange zu halten.

Hier kommt die Python-Software Photofilmstrip (http://www.photofilmstrip.org) ins Spiel. Sie erstellt aus Ihren Bildern Videoclips in verschiedenen Formaten und Auflösungen. Dank einer bewegten Zoom-Fahrt durchs Bild wirken die Aufnahmen deutlich lebendiger als unanimierte Schnappschüsse. Daneben bietet die Software noch eine Überblendfunktion und die Möglichkeit, eine Audiodatei einzubinden. Großen Wert legte das Projekt auf eine intuitive Nutzerführung.

Installation

Anwender von Debian-basierten Distributionen richten einfach das vom Projekt zum Download bereitgestellte DEB-Paket ein. Ein Klick darauf öffnet den Paketmanager, der die notwendigen Abhängigkeiten selbständig auflöst.

Verwenden Sie eine andere Distribution, laden Sie das Archiv mit dem Quellcode herunter und entpacken Sie diesen in ein beliebiges Verzeichnis. Als Abhängigkeiten verlangt Photofilmstrip Python ab Version 2.5, wxPython ab v2.8.0, die Python Imaging Library sowie Mencoder, die es gegebenenfalls vorab nachzuziehen gilt.

Wechseln Sie danach im Photofilmstrip-Verzeichnis in den Ordner /src und statten Sie die Datei photofilmstrip-gui.py mit Ausführrechten aus. Danach genügt ein Klick darauf, um das Programm zu starten.

Das erste Projekt

Um ein neues Projekt zu erstellen, klicken Sie auf das Icon mit dem leeren Blatt und dem grünen Plus in der Mitte des Programmfensters. Im folgenden Dialog (Abbildung 1) legen Sie neben dem Projektnamen auch den Ordner fest, indem die Software ihr Werk speichert.

Abbildung 1: In den Projekteinstellungen, deren Werte sich nachträglich nicht mehr ändern lassen, legen Sie unter anderem das Seitenverhältnis fest.

Je nachdem, wo Sie den Film später betrachten möchten, wählen Sie als Seitenverhältnis entweder 16:9 oder 4:3 beziehungsweise 3:2. Hier gilt es zu beachten, dass die Software Bilder nicht einpasst, sondern nur einen Ausschnitt davon anzeigt, wenn das Seitenverhältnis nicht mit dem des Fotos übereinstimmt. Aufnahmen einer DSLR-Kamera besitzen üblicherweise ein Seitenverhältnis von 2:3, die von Kompaktkameras 3:4.

Die Gesamtlänge beschränken Sie entweder manuell auf eine frei wählbare Zeit oder fügen eine Audio-Datei hinzu. Die Länge des Clips richtet sich dann nach deren Abspieldauer. Die Software erlaubt lediglich das Hinzufügen eines einzigen Musikclips pro Projekt. Abgesehen von der Gesamtlänge erlaubt es Photofilmstrip nicht, Projekteinstellungen im Nachhinein zu ändern.

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Infos zum Autor

Thomas Leichtenstern

Thomas Leichtenstern

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