Klein und flink
Der schnelle Bildbetrachter Feh
Eine Suche in den Online-Archiven Freshmeat oder Sourceforge nach "Image Viewer" fördert Hunderte von Treffern zu Tage. Offensichtlich gehen die Meinungen weit auseinander, was die notwendigen Fähigkeiten eines Bildbetrachters betreffen – der Anwender steht deshalb vor der Qual der Wahl. Dies fördert Spezialisten wie Feh [1], die nicht mit Funktionsvielfalt glänzen, sondern mit essenziellen Funktionen und effizienter Arbeitsweise.
Grundfunktionen
Die Installation der Software stellt kein Problem dar, denn alle wichtigen Distributionen führen ein fertiges Archiv im Repository. Die Titelseite der Feh-Homepage vermittelt den spröden Charme einer klassischen Unix-Manpage, und schon der erste Satz (frei übersetzt: "Feh ist ein Bildbetrachter für Kommandozeilen-Nutzer.") wirkt etwas abschreckend. Die Applikation integriert sich aber trotzdem sehr gut in bestehenden Desktop-Umgebungen. Um ein einzelnes Bild anzuzeigen, übergeben Sie die Bilddatei an das Programm:
$ feh bild.jpg
In Sekundenschnelle zeigt Feh auch sehr große Bilder an. Es gehört zu den flinksten Bildbetrachtern überhaupt – das liegt an der Grafikbibliothek Imlib2, auf die die Software aufsetzt. Ähnlich schnell arbeitete Kuickshow, den die Entwickler ab KDE SC 4 allerdings durch das träge Gwenview [2] ersetzten. Das basiert auf ebenfalls auf der besagten Bibliothek, allerdings der veralteten Version 1.
Neben dem schnellen Laden der Bilder fällt die spartanische Anzeige auf: So gibt es keine Menüs. Ein Rechtsklick zaubert allerdings ein Kontextmenü hervor, über das Sie einige Basisfunktionen erreichen (Abbildung 1). Da Feh ein Bild als Argument auf der Kommandozeile akzeptiert,
...Liebe Leserin, lieber Leser,
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