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© John Nyberg, sxc.hu

Vielseitig

Einführung in Vi(m)

22.09.2011 Der Texteditor Vim ist nicht nur unter Linux-Nutzern sehr populär. Auch andere Programme nutzen das gleiche Bedienkonzept – ein Grund, es genauer unter die Lupe zu nehmen.

Bei den aktuellen Linux-Distributionen heißt der Standard-Editor zumeist Vim [1]. Mit ihm erstellen und bearbeiten Sie nicht nur Textdateien jeglicher Art, sondern beispielsweise auch Programmcode, LaTeX-Dokumente, Stilvorlagen für Webseiten im CSS-Format und die Konfigurationsdateien des Betriebssystems und seiner Dienste.

Die Vielseitigkeit von Vi und Vim erschließt sich nicht auf den ersten Blick. Der große Vorteil: Das Bedienkonzept ist seit Jahrzehnten über die Systemgrenzen hinweg weitestgehend unverändert geblieben. Wer sich damit intensiv auseinandersetzt, dem steht einem nicht nur ein sehr mächtiges Werkzeug bereit, sondern der verfügt auch über das Know-how für die Bedienung einer ganzen Reihe von weiteren Unix-Programmen. Es lohnt sich daher für jeden Benutzer, mit den grundlegenden Konzepten und Tastenkombinationen dieses Texteditors vertraut zu sein. In den Zertifizierungen des Linux Professional Institutes (LPI,[2]) bilden die Texteditoren Vim und Emacs essenzielle Bestandteile.

Rückblick

Ein Blick in der Geschichte der Betriebssysteme zeigt, dass Unix-Systeme nunmehr seit Jahrzehnten Vi(m) als den Standard-Texteditor enthalten. Auf einem Unix-artigen System finden Sie entweder das Original Vi oder einen entsprechenden Nachfolger.

Der Ursprung der gesamten Vi-Familie liegt in den Siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts. 1976 erweiterte Bill Joy den zeilenorientierten Editor Ex um einen visual mode, der schnell an Populärität gewann. Von nun an war ein Navigieren mittels eines Cursors im Text möglich, anstatt einzelne Zeilen erst anzufordern, um sie zu ändern. Bald startete das Programm grundsätzlich im Visual Mode und erhielt in der Folge den Namen Vi als Ableitung von der kürzesten,

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