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© Eric Isselée, 123rf.com

Ungleiches Paar

Optimus-Grafikkarten unter Linux

21.07.2011 Leistung nach Bedarf, das verspricht die Optimus-Technologie von Nvidia. Aber die Notebook-Hersteller boykottieren Linux – darum hilft sich die Community selbst.

Im Februar 2010 stellte Nvidia die Technologie Optimus offiziell vor [1]. Die Idee dahinter besticht: Moderne Laptops verwenden häufig neben der eingebauten Grafikkarte (dGPU) recht potente Hardware im Chipsatz (iGPU). Durch geschicktes Verschalten und mit passenden Treibern wechselt das System je nach Bedarf für den Benutzer unbemerkt zwischen beiden hin und her. Die dGPU übergibt im Akkubetrieb an die iGPU, was die Laufzeit merklich verlängert [2].

Mittlerweile haben andere Hersteller die Idee von Optimus [3] übernommen und so populär gemacht: In den meisten neuen Notebooks mit einer der dGPU/iGPU-Kombinationen Intel/Nvidia, Nvidia/Nvidia, Intel/ATI und ATI/ATI findet sich heute Optimus. Allerdings unterstützen die Notebook-Hersteller bisher Linux nicht, und auch der X-Server und der freie Treiber Nouveau vermögen Optimus-verschaltete Hardware bisher nicht richtig anzusprechen.

Warnhinweis

Die meisten der in diesem Artikel vorgestellten Operationen setzen Root-Rechte voraus und greifen tief ins System ein. Es empfiehlt sich, ein Rettungssystem wie Grml auf CD oder auf USB-Stick bereitzulegen. Auf jeden Fall aber sollten Sie vor allen Experimenten ein Backup des Systems machen.

Experimentelles

Als ein typischer Laptop mit Optimus-Grafik dient in unserem Test ein Schenker M4S XMG A700 mit Intel-Core-i5-Prozessor und Nvidia GT 425M (Abbildung 1). Dieses Gerät erlaubt im Gegensatz zu anderen Modellen nicht mehr, das

...

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