Mehr Open Source

Der interaktive Funkstreifenwagen ist das erste Projekt der Brandenburger Polizei, das die Open-Source-Strategie des Landes Brandenburg [7] umsetzt. Offene Standards sollen Erweiterbarkeit und Nachhaltigkeit sicher stellen, offene Software eigene Anpassungen ermöglichen. Für die Hard- und Software holte sich die Polizei kompetente Hilfe von außen (siehe Kasten "Projektbeteiligte").

Die sechsmonatige Testphase des interaktiven Funkstreifenwagens in seiner jetzigen Form geht in Kürze zu Ende. Für den Fall eines erfolgreichen Abschlusses der Evaluierung plant das Land, zügig weitere Fahrzeuge entsprechend auszustatten. Der interaktive Funkstreifenwagen könnte dann zum Standard avancieren: Brandenburg arbeitet als erste Bundesland an einem solchen Einsatzfahrzeug und hofft, weitere Länder für das Projekt und den Open-Source-Gedanken zu begeistern.

Daneben wären im Erfolgsfall weitere Open-Source-Projekte denkbar, die in den Polizeiwachen des Landes Brandenburg bestehende proprietäre Systemen ergänzen könnten. Auch Erweiterungen für den interaktiven Funkstreifenwagen sind schon angedacht, etwa eine Authentifizierung via E-Token oder Smartcard.

Projektbeteiligte

Neben der Projektgruppe Interaktiver Funkstreifenwagen waren auch die Tarent GmbH [8] (PolarIS) und die Aquinet AG [9] (Darstellung für die Leitstelle, Implementierung des Kartenmaterials), die sich mit freien Software- und GIS-Lösungen auskennen. Die Hardware wurde von Xyco Technologies AG [10] unter Verwendung handelsüblicher Komponenten entwickelt.

Upstream

In Brandenburg wurde der interaktive Funkstreifenwagen bisher gut angenommen. "Die Arbeitsmöglichkeiten für die Kollegen verbessern sich damit enorm – und auch die Informationen, die sie in dem Fahrzeug bekommen. Sie können viele Dokumente bereits im Fahrzeug ausfüllen, haben weniger Schreibarbeit und bekommen mehr Informationen. Sie haben natürlich auch einige Störquellen oder Techniken im Fahrzeug mehr, die sicherlich nicht jeden Kollegen erfreuen", fasst Mike Peter von der Projektgruppe den Stand der Dinge zusammen. Geht es nach ihm, sollen einzelne Teile der Anwendung an die Gemeinschaft zurück gegeben werden, sobald die Entwicklung abgeschlossen ist. Hoffen wir also, dass es so kommt. 

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