Präferenzen und Modifikationen

Cryptkeeper bietet nur wenige Möglichkeiten, um dessen Verhalten und die Standardvorgaben zu ändern. Sie erreichen das "Setup" mit einem Rechtsklick auf den Schlüsselbund und anschließender Auswahl des Eintrages Einstellungen. Unter File browser: legen Sie fest, welchen Dateibrowser Cryptkeeper zur Anzeige der Verzeichnisse verwendet. Falls Sie beispielsweise XFCE als Desktop mit dessen Standarddateimanager Thunar verwenden, ändern Sie im oberen Eingabefeld File browser: die Vorgabe nautilus in thunar. Unter Unmount after idle (minutes): stellen Sie den Zeitraum ein, nach dem das Programm ungenutzte Verzeichnisse automatisch aushängt (Abbildung 4).

Abbildung 4: Einfach gehalten: Die Konfigurationsmöglichkeiten von Cryptkeeper beschränken sich auf ein Minimum.

Das Aktivieren der Checkbox Do not delete mount point when unmounting im Einstellungsfenster verhindert das Löschen korrespondierender Mountpoints nach dem Aushängen der verschlüsselten Ordner. Da jedoch die Existenz solcher leeren Ordner unter Umständen auf vorhandene versteckte Datenbestände hindeutet, sollten Sie aus Sicherheitsgründen diese Option nicht aktivieren.

Um das für einen Ordner vergebene Passwort nachträglich zu ändern, klicken Sie mit der rechten Maustaste im Applet auf den gewünschten Ordner, und wählen im Auswahlfenster den Eintrag Change password aus. Geben Sie anschließend zunächst das alte Passwort ein und danach zwei Mal das neue.

Nähere Informationen zu einem chiffrierten Ordner erhalten Sie beim Rechtsklick auf darauf und der Anwahl des Eintrags Informationen. Cryptkeeper zeigt dann in einem Zusammenfassungsfenster unter anderem den Speicherort des verschlüsselten Verzeichnisses, den Mountpoint und die verwendete Verschlüsselungsmethode (Abbildung 5).

Abbildung 5: Das Informationsfenster von Cryptkeeper gibt neben dem Mountpoint auch Auskunft über die Verschlüsselungsmethode des Ordners.

Fazit

Im Duett bieten EncFS und dessen Frontend Cryptkeeper eine schnelle und vor allem einfach zu bedienende Möglichkeit, Daten zu verschlüsseln. Da sich die grafische Oberfläche auf die allernotwendigsten Funktionen beschränkt, eignet sie sich auch für Einsteiger ohne jegliche kryptographischen Vorkenntnisse. Wem der Funktionsumfang von Cryptkeeper nicht ausreicht, greift auf die Kommandozeile zurück. Hier bietet EncFS fortgeschrittenen Anwendern deutlich mehr Einstellmöglichkeiten.

Das Software-Duo arbeitet auch beim Ver- und Entschlüsseln größerer Dateibestände in rasantem Tempo, sodass sich selbst auf schwächeren Rechnern beim Navigieren im Dateimanager kaum ein Unterschied zu herkömmlichen, nicht verschlüsselten Ordnern bemerkbar macht. 

Glossar

AES

Advanced Encryption Standard, auch Rijndael-Algorithmus genannt. Nach der Schlüssellänge unterscheidet man zwischen den drei Varianten AES-128, AES-192 und AES-256. AES ist in den USA für geheime, staatliche Dokumente zugelassen.

Blowfish

Symmetrischer Blockverschlüsselungsalgorithmus mit einer fixen Blocklänge von 64 Bit und einer Schlüssellänge von 32 bis 448 Bit. Gilt als relativ sicher.

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