Das auf dem Toolkit GTK+ basierende Osmo [1] wartet mit einer übersichtlichen Programmoberfläche auf, die auch auf Systemen mit wenig Bildschirmplatz läuft. Derzeit existieren Versionen sowohl für den Desktop als auch für Internet-Tablets. Mit Osmo verwalten Sie Termine sowie Kontakte und Notizen, wobei das Programm letztere auf Wunsch verschlüsselt speichert. Für unseren Test verwendeten wir Osmo 0.2.4 vom 27. September 2008, als Testsysteme dienten ein Desktop-Rechner mit Mandriva 2009.0 und ein Ideapad S10e mit Ubuntu 8.10.
Installation
Verschiedenen aktuelle Distributionen – darunter Debian, Ubuntu, Fedora und Slackware – enthalten Osmo bereits in den Paketquellen. Sie installieren die Software daher am einfachsten über das distributionseigene Paketverwaltungssystem. Möchten Sie das Programm direkt aus den Quellen übersetzen, benötigen Sie die Bibliotheken libxml2, libnotify, libgringotts und libsyncml nebst Entwicklerpaketen.
Auf der Homepage des Programms finden Sie das Quelltextarchiv osmo-0.2.4.tar.gz, das Sie mit dem Befehl tar -xzvf osmo-0.2.4.tar.gz entpacken. Danach wechseln Sie in das neu entstandene Verzeichnis osmo-0.2.4, bereiten mit dem Befehl ./configure das Übersetzen des Quelltexts vor und starten schließlich mit dem Befehl make das Kompilieren. Als Superuser installieren Sie mit dem Befehl make install die Programmdateien.
Oberflächliches
Sie starten das Programm durch Eingabe von osmo & in einer Terminalemulation (Abbildung 1). Nach dem Start nistet Osmo sich im Tray der Startleiste ein, sodass Sie es jederzeit schnell erreichen. Sobald Sie die Maus über das Icon im Tray führen, zeigt Osmo Termine für den aktuellen Tag in einem Tooltip an.
Möchten Sie lediglich den Kalender benutzen, geben Sie Osmo beim Start die Option --calendar mit. Dann öffnet sich nur die Kalenderansicht. Eine weitere interessante Startoption ist --tinygui: Dabei verkleinert Osmo das Hauptfenster derart, dass es vollständig auf einen kleinen Bildschirmen passt.
@L_Die Programmoberfläche liegt vollständig ins Deutsche übersetzt vor. Eine Online-Hilfe gibt es noch nicht, sie steht aber auf der Agenda des Entwicklers. Die Oberfläche von Osmo wirkt übersichtlich. Nach dem Start zeigt das Programm zunächst den aktuellen Monat im Kalender. Aufgaben, Kontakte, Notizen und die Programmoptionen verbergen sich hinter weiteren Karteireitern. Sie steuern Osmo bei Bedarf nahezu vollständig über die Tastatur. Eine Übersicht der Tastenkürzel finden Sie unter Optionen | Tastenkombinationen.
Kalender
Der Kalender zeigt das aktuelle Datum in einer Monatsansicht. Mit den Pfeiltasten in der Werkzeugleiste springen Sie tage-, monats- oder jahreweise im Datum weiter. Unterhalb des Kalenders zeigt Osmo die Uhrzeit, die Kalenderwoche und den Tag im Jahr an. Das aktuelle Datum umrandet Osmo mit einem Kreis. Haben Sie Aufgaben für diesen Tag festgelegt, erscheint im Kalender ein Hochkomma neben dem Tag.
Termine für den Tag schreiben Sie in ein Textfeld unterhalb des Kalenderblatts. Osmo verwaltet die Termine nur tageweise. Um die Notizen zu strukturieren, blendet das Programm auf Wunsch ein Zeitraster in das Textfeld für die Termine ein (Abbildung 2).



