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Mit intuitiven Konzepten erleichtert die Fish-Shell die Arbeit in der Konsole

Syntax Highlightning

Ein Punkt, der schon bei der Eingabe des ersten Kommandos ins Auge fällt, ist das Syntax Highlightning. Die Friendly Interactive Shell färbt Ihre Eingabe so lange rot ein, bis sie einen eindeutigen Befehl erkennt. Wenn Sie während der roten Anzeige auf die Tabulator-Taste drücken, zeigt Ihnen Fish alle Muster, die mit den bisher eingegebenen Buchstaben beginnen, und ob es sich bei ihnen um Links, Programme oder Verzeichnisse handelt.

In einigen Fällen verrät sie Ihnen sogar etwas über die Aufgabe der gefundenen Tools (Abbildung 1). Wenn der Output den Rahmen des Terminals sprengt, lädt Fish sie in einen Pager geladen, in dem Sie mit den Pfeiltasten scrollen.

Auf ähnliche Weise verfährt die Kommandozeile bei den Optionen einiger Befehle. Auch sie bleiben bis zu ihrer Richtigkeit oder Eindeutigkeit im roten Bereich und lassen sich via Tab-Taste komplettieren. Verantwortlich dafür sind die Scripte im Verzeichnis /usr/share/fish/. Die Anleitung verrät Ihnen mit dem Befehl help completion, wie Sie diese Funktionen bei Bedarf ausbauen. Ein Pluspunkt ist zudem das Hervorheben verschiedener Klammern im Prompt, um die Übersichtlichkeit bei längeren Kommandos zu gewähren.

Abbildung 1: Fish listet die Ausgabe zum bequemen Lesen auf und spart nicht mit Details zu den aufgeführten Programmen.

Automatisches Öffnen

Eine echte Arbeitserleichterung verspricht außerdem der Befehl open. Mit ihm ersparen Sie sich die Eingabe eines speziellen Programmnamens, um eine Datei zu öffnen, denn Fish stellt die Verknüpfung automatisch her.

Konkret bedeutet dies: Mit dem Kommando open test.pdf laden Sie die Datei test.pdf in einen PDF-Viewer. Dies erlaubt Ihnen, mit Jokerzeichen wie dem Asterisk * zu arbeiten. Folgender Befehl öffnet sämtliche HTML-Dokumente im aktuellen Verzeichnis im bereits gestarteten Webbrowser:

akneib@comone ~> open *.html

Welches Programm dies genau ist, hängt von den Einstellungen in Ihrer Mimetype-Datenbank ab. An dieser, und entsprechend den .desktop-Dateien, die KDE und Gnome verwenden, orientiert sich Fish, um eine Datei einer Anwendung zuzuordnen. Dies wirft die Frage auf, warum Fish auf so verschlungenen Pfaden wandert. Zumal Shells wie die Zsh diese Aufgabe wesentlich eleganter (und damit anwenderfreundlicher) lösen. Dort genügt ein simples alias -s html=firefox, um Web-Dokumente mit dem Firefox zu verknüpfen. Ganz transparent, ohne KDE, Gnome und Mimetype-Database.

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LinuxUser 06/2012

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