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Apfel, die nächste

Linux auf dem Macbook Pro

Powermanagement

Unverzichtbar bei Notebooks ist funktionierendes Powermanagement. Schließlich hängt davon ab, wie lange der Akku hält. Und genau das ist in der Tat auch die einzige Stelle, an der es bei Linux auf dem Macbook Pro tatsächlich noch hängt: Sämtliche Suspend-Modi funktionieren nur teilweise und keineswegs zuverlässig. Klappt man den Displaydeckel zu, geht zwar der Bildschirm aus, der Rechner bleibt jedoch an. Versucht man, den Rechner auf der Konsole gewaltsam in den Schlaf zu schicken, hängt er sich unvermittelt auf oder erwacht sofort wieder. Hier hilft im Moment tatsächlich nur eines: ausschalten.

Auch das Display lässt sich mit Bordmitteln noch nicht vernünftig kontrollieren. Auf die von Mac OS bekannte Funktion zum Dimmen der Displaylampe muss man so im Moment noch verzichten. Das automatische Regulieren der CPU-Geschwindigkeit bei Inaktivität auf Grundlage der Speedstep-Funktion klappt hingegen gut. Wenn die beiden Kerne des Prozessors nichts zu tun haben, taktat das System sie zuverlässig nach unten, um Energie zu sparen.

Trotzdem entsteht zumindest der subjektive Eindruck, dass sich der CPU-Lüfter in Linux etwas schneller (und damit lauter) dreht und dass das Gerät insgesamt heißer wird. Verlässliche Aussagen darüber, wie lange man mit dem Akku tatsächlich kommt, sind ohnehin erst möglich, wenn wenigstens die grundlegenden Powermanagement-Mechanismen funktionieren.

Die Kür: Die iSight-Kamera

Am wenigsten hätte man wohl von der integrierten Kamera erwartet, dass sie funktioniert – war das Einrichten von Kameras unter Linux doch ohnehin immer ein Krampf. Mit etwas Fummelei lässt sich die Kamera aber sogar mit Kopete zum Videochat verwenden.

Dazu benötigen Sie den Linux-UVC-Treiber, den Sie von [4] laden. Entpacken Sie den Tarball und bauen Sie das UVC-Kernelmodul wie in der Anleitung beschrieben. Erstellen Sie mit mkdir /mnt/macos als Root einen Ordner, um die Mac OS-Partition in das Dateisystem einzubinden. Kopieren Sie die Kamera-Firmware mit dem Befehl

cp /mnt/macos/System/Library/Ext↩
ensions/IOUSBFamily.kext/Content↩
s/PlugIns/AppleUSBVideoSupport.k↩
ext/Contents/MacOS/AppleUSBVideo↩
Support /lib/firmware

dorthin, wo das Hotplug-System ihn findet. Führen Sie dann modprobe uvcvideo aus und schauen Sie danach mittels dmesg, ob der Kernel die Kamera erkannt hat. Wenn dem so ist, funktioniert die Kamera nun als Video4Linux-Eingabegerät.

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