Home / LinuxUser / 2006 / 10 / Hilfe zur Selbsthilfe: Paketverwaltung

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

Mandriva gibt Distribution in die Hände der Community
(268 Punkte bei 24 Stimmen)
Neues vom Systemd
(179 Punkte bei 5 Stimmen)
Mandriva in Nöten
(161 Punkte bei 4 Stimmen)
Mageia 2 ist fertig
(161 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Shopping
Topsuche
 
Yatego Deutschlands größte Shoppingmall. 10000 Shops,
3.5 Mio Artikel. Alle Bestseller, Servertechnik und Technik Themenwelten.

Notebooks und Netzwerkhardware bei Mercateo günstig kaufen.
Internet Telefonie mit VoIP Telefonen von Gigaset
Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.
Günstige Digitalkameras finden Sie im Preisvergleich.

Sauber einsortiert

Hilfe zur Selbsthilfe: Paketverwaltung

Konfigurieren und Aktualisieren

Ein High-Level-Paketmanager greift direkt auf Paketquellen im Internet zu, um sich mit der Liste der aktuellen Pakete zu versorgen. Nach der Installation einer Distribution ist der von ihr verwendete Paketmanager in der Regel schon passend eingerichtet.

Unter YaST konfigurieren Sie die zu verwendenden Paketquellen direkt mit der Oberfläche [15]. Falls nicht während der Installation geschehen, empfiehlt es sich im YaST-Kontrollzentraum SoftwareOnline Update Configuration auszuführen, um eine Quelle für Online-Updates hinzuzufügen. Mit Rug fügen Sie auf der Befehlszeile neue Paketquellen hinzu. Die Standardquellen für SuSE 10.1 binden Sie zum Beispiel wie in Listing 1 ein – die letzte Zeile ist für Online-Updates [16].

Listing 1

rug service-add --type zypp http://ftp.uni-erlangen.de/pub/mirrors/opensuse/distribution/SL-10.1/inst-source/ uni-erlangen-factory
rug service-add --type zypp http://ftp.uni-erlangen.de/pub/mirrors/opensuse/distribution/SL-10.1/non-oss-inst-source uni-erlangen-addon
rug service-add --type zypp http://ftp.hosteurope.de/mirror/ftp.suse.com/pub/suse/update/10.1 updates

Sie geben den Typ des Dienstes für das Repository an, die URL und einen beliebigen Namen. Der Paketmanager unterstützt auch andere Repository-Typen als zypp, darunter Yum-Repositories (RPM-MD) oder ein gemountetes Verzeichnis. Eine vollständige Liste erhalten Sie mit rug service-types, während rug service-list eine Liste aller eingerichteten Dienste ausgibt. Mit rug service-delete Dienstname entfernen Sie einen einmal eingerichteten Dienst wieder.

Jeder Dienst hat mindestens einen Katalog. Eine Liste erhalten Sie mit rug catalogs. Mit rug subscribe Katalogname abonnieren Sie einen Katalog. Für die obigen Paketquellen für SuSE 10.1 abonnierte Rug automatich jeweils den einzigen Katalog jeder Paketquelle.

Für Yum erstellen oder ändern Sie analog Repo-Dateien in /etc/yum.repos.d [17][7]. Diese übernehmen eine ähnliche Funktion, wie die Kataloge unter Rug.

Debians Apt konfigurieren Sie unter Debian Sarge noch menügesteuert mit dem Kommando apt-setup, ansonsten editieren Sie direkt die Datei /etc/apt/sources.list [9]. Eine CD-ROM oder DVD fügen Sie mit Hilfe von apt-cdrom add hinzu. Führen Sie apt-get update oder aptitude update aus, um die Liste der verfügbaren Pakete zu aktualisieren. Die Paketmanager YaST, Yum und Rug erledigen dies automatisch vor dem Installieren eines Paketes.

Mit apt-get upgrade, aptitude upgrade, rug update oder yum update aktualisieren Sie ihr System. Verwenden Sie apt-get dist-upgrade oder aptitude dist-upgrade so versucht der Paketmanager, durch ein Aktualisieren geänderte Abhängigkeiten intelligenter zu handhaben.

Als Standardwerkzeug für Sicherheitsaktualisierungen arbeitet unter SuSE das YaST Online Update (YOU). Das Aktualisieren auf eine neue Version der Distribution erledigt der Installer auf dem Installationsmedium oder YaSTs Funktion System-Update [18].

Im Test überzeugte der neue Paketverwaltungsansatz in SuSE 10.1 auch nach den letzten Updates für dessen einzelne Komponenten nicht, ein Eindruck der einen früheren Artikel zu diesem Thema bestätigt [19]. Insgesamt hinterließ die Software das Gefühl, noch nicht ganz ausgereift zu sein [20]. Der Paketmanager Rug arbeitete bei vielen Operationen extrem langsam. Die Fortschrittsanzeige offenbarte nicht, ob gerade ein Download stattfand oder bereits die Installation in vollem Gange war. Zudem blieb mehrere Mal der Zenworks Management Daemon komplett hängen und ließ sich nur noch mittels kill -9 in der Konsole beenden.

Als besser Wahl erscheint deshalb der Einsatz von Apt4rpm, das Sie mit rug install apt apt4rpm ins System integrieren. Alternativ käme auch Yum in Frage, den Sie mit rug install yum auf der Platte heben. Eine gute Alternative stellt zudem die Paketmanagement-Shell für den YaST2, Y2pmsh, dar [21].

Frontends

Ein Paketmanager-Frontend bietet eine interaktive Oberfläche zum Verwalten von Software-Paketen. SuSEs YaST erlaubt das Verwalten der Pakete sowohl über eine grafische als auch eine Textoberfläche. Sicherheitsaktualisierungen gelingen mit YaST Online Update. SuSE benachrichtigt den Anwender, wenn Updates zur Verfügung stehen.

Das KDE-Programm KPackage erlaubt es, unter anderem RPM-, Debian- und Slackware-Pakete zu installieren oder zu entfernen (Abbildung 1). Es unterstützt das Aktualisieren der Paketlisten und aller installierten Pakete via Apt. Es zeigt die Liste der Dateien eines installierten Paketes und dessen Änderungsprotokoll.

Abbildung 1: KPackage bietet eine Suchfunktion, zeigt die ChangeLogs der Pakete an und aktualisiert bei Bedarf das komplette System.

Auch für Gnome existiert ein auf dem GTK-Toolkit aufbauender Paketmanager: Synaptic [22] verwendet die Bibliothek Libapt und bietet neben den Grundfunktionen auch eine intelligente Funktion zum Aktualisiern des Systems sowie die Funktion das Änderungsprotokoll (Changelog) oder die Dokumentation eines Paketes anzuzeigen (Abbildung 2).</p>

Abbildung 2: In der Paketliste stöbern und Software installieren mit Synaptic.

Unter Ubuntu bietet das Python-Programm Update-Manager als Gnome-Applet in Zusammenarbeit mit Synaptic einen leichten Zugriff auf Software-Updates. Es benachrichtigt den Benutzer, wenn Updates zur Verfügung stehen. Es aktualisiert Paketlisten und lädt bei Bedarf neue Pakete bereits im Hintergrund [23]. Bei einem Distributions-Update wählt es eine sinnvolle Reihenfolge für das Aktualisieren der betroffenen Pakete.

Der Smart Package Manager bietet ebenfalls eine interaktive grafische Oberfläche, die Sie mit smart --gui starten.

Der Paketmanager Aptitude startet mit einer text-basierten Oberfläche, wenn Sie keine Argumente angeben [12]. Das Frontend ist in der Lage, nicht mehr verwendete Pakete automatisch zu deinstallieren. Bei Abhängigkeitsproblemen stellt es verschiedenen Lösungen zur Auswahl (Abbildung 3).

Abbildung 3: Aptitude wählt eine Lösung für ein Abhängigkeitsproblem.

Mit der Taste [F10] gelangen Sie in das Menü. Unter OptionenAbhängigkeitsbehandlung legen Sie fest, ob Aptitude empfohlene, jedoch nicht unbedingt benötigte Pakete automatisch mitinstalliert. Vielversprechend erscheint das sich noch in der Alphaversion befindliche, in Kubuntu jedoch bereits produktiv eingesetzte Adept. Wie Update-Manager bietet es einen Benachrichtungsdienst für Updates (Abbildung 4).

Abbildung 4: Adept Updater mit einer Liste zu aktualisierender Pakete.

Das Programm unterstützt zudem das Debtags-System [24], um die Suche nach Paketen zu erleichtern. So suchen Sie zum Beispiel direkt nach Programmen zum Bearbeiten von PDF-Dateien anstatt sich selbst einen Weg durch die Pakethierarchie zu bahnen. Dieses innovative System zur Paketsuche nutzen Sie in der Shell mit das Programm Debtags.

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

Hits
Wertung: 97 Punkte (6 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zum Autor

Martin Steigerwald

Martin Steigerwald

Martin Steigerwald arbeitet als Trainer, Consultant und Systemadministrator bei der team(ix) GmbH in Nürnberg. Schwerpunkte seiner Tätigkeit sind Linux-Schulungen, die Konzeption, Installation und Wartung solider IT-Infrastruktur auf Basis von Debian Linux sowie Second Level Support für Linux als Business-Desktop bei Kunden von teamix(ix).


Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

LinuxUser 06/2012

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,50 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 56,10) können Sie im LNM-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Adobe AIR
Adobe-AIR-Programme installieren und (manuell) starten
Tim Schürmann, 14.05.2012 13:09, 0 Kommentare

Es gibt sie noch: neue Anwendungen, die Adobes Integrated Runtime voraussetzen. Aktuellstes und vermutlich auch größtes Beispiel ist das Adventure Botanicula

Aktuelle Fragen

gibt es ein Kommandozeilen Tool, um ein X11-Fenster in ein Anderes einzubetten?
GoaSkin , 21.05.2012 16:44, 0 Antworten
Das XEmbed-Protokoll ist u.A. dazu gedacht, dass man eine X11-Anwendung in eine andere wie ein Wi...
Apache2, Options -Indexes geht nicht
no no, 12.05.2012 19:01, 8 Antworten
Habe in apache2.conf folgendes stehen: Options -Indexes ...
LInux auf Dell LS H500
Andreas Endresl, 09.05.2012 08:54, 2 Antworten
Habe einen alten Dell Latitude LS H500 nur mit ext. Floppy und CD es geht nur immer eines von den...
Datenwiederherstellung unter Ubuntu 12.04 mit "Simple Backup" nach Umzug von Linux Mint
Christian Lottmann, 07.05.2012 13:33, 0 Antworten
Vor dem Umzug auf Ubuntu 12.04 habe ich unter Linux MInt mit "Simple Backup" voll (15.4.2012) und...
DKMS für den propritären NVIDIA-Treiber
Commander Data, 26.04.2012 22:02, 2 Antworten
Hallo an die Gemeinde. Ich habe hier ein interessantes Stück openSuSE gefunden. http://forums.op...