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Starke Strömung

Live Streaming mit Flumotion

Plattformübergriff

Damit auch andere Betriebssysteme wie Windows oder Mac den Stream mit dem Browser empfangen, benötigen Sie das Java-Applet Cortado – es sei denn Sie nutzen den Realplayer mit Xiph-Plugin [5]. Sie kopieren einfach die Datei cortado-ovt-0.1.2.jar [6] in das Verzeichnis /var/www/ (das aber erst nach der Installation des Apache-Servers erscheint) und benennen Sie um in cortado.jar.

Der Browser des Betrachters benötigt ein Java-Plugin. Die Mac-Browser bringen Java bereits mit. Um Java mit dem Microsoft Internet Explorer zu nutzen, installieren Sie am besten die neueste Java-Version [7] von Sun. Wie Sie Java unter Linux als Firefox-Plugin installieren, erklärt der Kasten "Java installieren".

Java installieren

Zunächst sollten Sie prüfen, ob Sie Java schon auf dem PC haben: Der Befehl java -version gibt darüber Aufschluss. Ob Ihr Firefox bereits ein Java-Plugin nutzt, offenbart die Eingabe von about:plugins in die Adressleiste.

Sun wartet auf seiner Java-Seite [8] mit einer detaillierten deutschsprachigen Erklärung auf, wie Sie Java installieren und in den Browser integrieren. Unter Ubuntu und Debian nutzen Sie die selbstextrahierende Linux-Binärdatei, unter Suse das angebotene RPM-Paket.

Auf dem Kriegspfad

Ein Apache-Server aufzusetzen, ist mittlerweile ein Kinderspiel: Geben Sie unter Kubuntu sudo apt-get install apache2 ein, so läuft wenig später ein Server unter http://127.0.0.1. Das Wurzelverzeichnis des Apache heißt /var/www/, dorthin gehört auch die Datei namens index.html (siehe Kasten "index.html"), die das Cortado-Applet – das ja bereits dort liegt – einbettet. Was macht nun die HTML-Datei?

index.html

<html>
  <center>
    <applet archive="cortado.jar" code="com.fluendo.player.Cortado.class" width="360" height="288">
      <param name="url" value="http://192.168.1.183:8800" />
      <param name="video" value="true" />
      <param name="audio" value="true" />
      <param name="bufferSize" value="500" />
    </applet>
  </center>
</html>

Zunächst definiert die Zeile 3, wie das einzubindende Java-Applet heißt und wo es liegt. Zeile 4 übergibt die Adresse des Streams an das Applet, anschließend folgen in den Zeilen 5 und 6 noch Parameter, die bestimmen, ob das Applet Audio- und Videodaten überträgt. Zeile 7 definiert noch einen Puffer von 500 KByte – fertig.

Rufen Sie nun in einem Browser von einem beliebigen Rechner im LAN die IP-Adresse Ihres Rechners auf, erscheint ein wunderschönes Testbild. Und mal ehrlich: Auf welchem Fernsehsender läuft denn sowas heute noch?

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Infos zum Autor

Kristian Kißling

Kristian Kißling

Wenn Kristian Kißling nicht gerade für die LinuxCommunity schreibt, arbeitet er als Redakteur bei der Zeitschrift EasyLinux und als Chefredakteur für den Ubuntu User. Am liebsten beschäftigt er sich mit Multimedia- und Unterhaltungssoftware im weiteren Sinne und mit neuer Open-Source-Software, die überraschende Fähigkeiten zeigt.

Zum Blog von Kristian Kißling →


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LinuxUser 06/2012

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