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Drei Podcast-Clients im Vergleich

Demokratische Einstellungen

Über die Settings rechts oben stellen Sie ein, nach wie vielen Tagen der Democracy Player einen Beitrag wieder löscht. Diese Einstellung gilt aber jeweils nur für einen Channel – eine maximale Vorhaltezeit für alle Casts kennt der Democracy Player ebenso wenig wie die beiden anderen Programme. Unter VideoPreferences (Abbildung 4) bestimmen Sie, in welchen Zeitabständen der Player nach neuen Beiträgen schaut. Zudem finden Sie dort eine weitere interessante Funktion: Sie geben an, wie viel Speicherplatz die heruntergeladenen Beiträge belegen dürfen. Droht das Volumen der Beiträge diesen Rahmen zu sprengen, verweigert die Software weitere Downloads. So können Sie beruhigt in den Urlaub fahren, während der Rechner als Videorecorder arbeitet.

Abbildung 4: Teilen Sie dem Democracy Player mit, wie viel Speicherplatz Sie noch frei haben, stoppt er bei Überschreitung den Download weiterer Dateien.

Podnova

Podnova klingt eher nach einem klassischen Audio-Podcast-Client, doch das Tool spielt auch Filme ab. Es basiert auf dem Juice Player und steht unter der GPL. Podnova dient – ähnlich wie der Democracy Player – als Ergänzung der gleichnamigen Webseite [8]. Die besteht im wesentlichen aus einer Suchmaschine, die das Netz nach Podcasts absucht, sie nach Stichworten indiziert und dann anzeigt.

Allerdings erschwert das Podnova-Tool den Zugang etwas unnötig: Einerseits brauchen Sie einen Account, andererseits durchsucht die im Client integrierte Suchmaschine nicht die Datenbank der Webseite, sondern lediglich das lokale Inventar. Neue Podcasts finden Sie also über die Podnova-Seite: Dort geben Sie in das Suchfeld einen Begriff wie Linux ein und klicken auf eines der kleinen Icons neben den Ergebnissen.

Dann wechseln Sie zu Podnova, bedienen im Reiter Abonnierte Feeds den blauen Knopf ganz links, und der ausgewählte Feed erscheint. Klicken Sie einen Feed an, lädt Podnova die neuen Beiträge und listet sie im unteren Bereich auf (Abbildung 5). Um einen bestimmten Beitrag zu hören, markieren Sie ihn mit einem Kreuz und klicken in der Werkzeugleiste auf Feed überprüfen – das ist der Knopf mit dem blauen Dreieck.

Abbildung 5: Leider können Sie in Podnova nicht direkt aus der Software heraus nach Podcasts suchen – dafür gibt es die Podnova-Webseite.

Im Reiter Downloads verfolgen Sie den Fortschritt beim Herunterladen der Datei: Die Downloads dauern unterschiedlich lange, je nachdem, über wieviel Bandbreite der anbietende Server verfügt. Im Reiter Abonnierte Feeds spielen Sie den Audio- oder Video-Clip anschließend ab, indem Sie auf das kleine rot unterlegte Dreieck klicken, das an der Datei klebt. Unter dem Reiter Aufräumen löschen Sie Beiträge aus Podcasts wieder – automatisch funktioniert das leider nicht. Der Reiter Log protokolliert Ihre Aktionen mit und hilft beim Aufspüren von Fehlern.

Auch Podnova stellt eine Reihe von Rädchen bereit, an denen Sie drehen können. Sie erreichen die Einstellungen über Datei | Einstellungen. Unter Threading legen Sie fest, wie viele Up- und Downloads Sie zugleich zulassen wollen, unter Netzwerkeinstellungen weisen Sie dem Programm bei Bedarf einen Proxy-Server zu. Der Reiter Erweitert gibt Ihnen die Möglichkeit, nach Abschluss eines Downloads einen bestimmten Befehl zu starten, um die Datei zum Beispiel in einen bestimmten Ordner zu kopieren oder Ihnen eine Nachricht per Mail zukommen zu lassen. Ein nettes Feature, das den Client von den anderen Lösungen unterscheidet.

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Infos zum Autor

Kristian Kißling

Kristian Kißling

Wenn Kristian Kißling nicht gerade für die LinuxCommunity schreibt, arbeitet er als Redakteur bei der Zeitschrift EasyLinux und als Chefredakteur für den Ubuntu User. Am liebsten beschäftigt er sich mit Multimedia- und Unterhaltungssoftware im weiteren Sinne und mit neuer Open-Source-Software, die überraschende Fähigkeiten zeigt.

Zum Blog von Kristian Kißling →


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LinuxUser 06/2012

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