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Virtuelles Studio

Musik-Software Rosegarden

Audio

Wie ein reales Tonstudio kann Rosegarden auch mit reinen Audio-Daten arbeiten. Es behandelt diese dabei wie MIDI-Daten als Segmente in Spuren. Die Audio-Segmente spielt Rosegarden aber im Gegensatz zu MIDI-Segmenten unabhängig vom eingestellten Tempo ab.

Für eine Audio-Aufnahme müssen Sie eine Audio-Spur mittels der roten LED scharf schalten. Haben Sie noch keinen Ordner für das Audio-Material bestimmt, erscheint nun eine Aufforderung, dies nachzuholen. Nach Auswahl einer Aufnahmequelle stellen Sie den Aufnahmepegel so ein, dass die Anzeige möglichst nicht ins Gelbe wechselt: So vermeiden Sie ein Übersteuern.

In einem virtuellen Tonstudio darf natürlich auch die Möglichkeit nicht fehlen, vorhandene Audio-Dateien in die eigene Komposition zu importieren. Wählen Sie dazu SegmenteManage Files Associated with Audio Segments. In diesem Dialogfenster lassen sich Audio-Dateien importieren oder exportieren. Die importierten Dateien sind zunächst noch keiner Spur zugeordnet. Ziehen Sie sie per Drag & Drop aus dem Audiodatei Manager (Abbildung 6) auf eine Audio-Spur.

Aber Vorsicht: Audio-Segmente lassen sich auch auf MIDI-Spuren ziehen – dann ist allerdings nichts davon zu hören. Ein und dieselbe Audio-Datei lässt sich bei Bedarf in verschiedenen Spuren und an verschieden Stellen der Komposition einfügen, was interessante Effekte ermöglicht. Prinzipiell ordnet Rosegarden ein Audio-Segment im gleichen Raster an wie MIDI-Segmente.

Unter Instrumentenparameter können Sie für jede Audiospur eine ganze Reihe von Optionen konfigurieren: etwa die Aufnahmequelle, die Auswahl zwischen Mono und Stereo, das Routing auf einen Ausgang, die Eingangs- und Ausgangs-Pegel sowie die Effekt-Plugins.

Abbildung 6: Über den Audiodatei Manager wickeln Sie den Im- und Export von Musikdateien ab.

Arbeitserleichterung

Vor dem Öffnen von Rosegarden per Hand Jack, Qjcackctl und sämtliche Synthesizer-Plugins zu starten, ist mühsam. Das Skript in Listing 1 nimmt Ihnen die Arbeit ab und startet alle Komponenten in der richtigen Reihenfolge, so dass Rosegarden die virtuellen Synthesizer erkennt und registriert.

Listing 1

echo "Starting jack"
jackd -d alsa &
sleep 5
echo "Starting qjackctl .."
qjackctl -s &
echo "Waiting for qjackctl to come up …"
sleep 5
echo "Starting qsynth"
qsynth &
echo "Starting hydrogen"
hydrogen &
echo "Waiting for all programms to start before starting Rosegarden"
sleep 10
echo "Starting Rosegarden now —-"
rosegarden

Nach dem Start von Rosegarden finden Sie unter KompositionStudioMIDI-Geräte verwalten alle Geräte, die Rosegarden kennt (Abbildung 7). Nach einem Doppelklick auf einen Eintrag können Sie den Gerätenamen verändern. Haben Sie alles perfekt eingestellt, speichern Sie die Konfiguration über KompositionStudioAktuelles Dokument als Standard.

Abbildung 7: Die Liste der konfigurierten Geräte in einem Beispielstudio.

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LinuxUser 06/2012

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