Eisfair auf USB-Stick

Möchten Sie Eisfair nicht fest auf den Rechner einrichten, installieren Sie es alternativ auf einem USB-Stick. Dieser muss mindestens 128 MByte groß sein. Die USB-Variante beinhaltet nicht die integrierten Erweiterungen der bootfähigen Heft-CD, diese lassen sich jedoch bei Bedarf vom Online-Repository Pack-Eis [3] nachladen und installieren.

Um die USB-Version zu verwenden, brennen Sie das auf der Heft-CD befindliche ISO-Image eisfair-usb.iso auf eine CD, die Sie anschließend booten. Öffnen Sie dann bei eingestecktem Stick die USB-Optionen des BIOS. Der Stick muss als Massenspeicher erkannt werden, und eine Emulation als Festplatte möglich sein. Diese virtuelle Festplatte stellen Sie in der Boot-Reihenfolge an die erste Stelle. Ein Booten als virtuelles USB-ZIP-Drive ist nicht möglich.

Da die USB-Version über keine Swap-Partition verfügt, muss der Hauptspeicher des Rechners mindestens 128 MByte groß sein. Die Installation verläuft ebenso wie jene der Festplattenvariante, dauert jedoch etwas länger – etwa 15 Minuten. Um eine sichere Installation zu gewährleisten, sollten Sie vor Beginn der Installation eventuell vorhandene USB-Festplatten abklemmen.

Einstellungssache

Zum Einrichten des Rechners bringt Eisfair eine komfortable Konfigurationsoberfläche wahlweise im Text- oder Curses-Stil (Abbildung 1) mit.

Abbildung 1: Manche mögen's bunt: Neben der textbasierten Standard-Konfigurationsoberfläche (rechts) bietet Eisfair noch eine farbenfrohere Variante im Curses-Stil.

Letztere (Einrichtung siehe Kasten "Aber bitte mit Farbe") erleichtert vor allem das Navigieren mit den Cursor-Tasten durch die baumartige Menüstruktur. Ein Login als User eis öffnet das Setup, der Befehl setup führt zum gleichen Ziel.

Aber bitte mit Farbe

So stellen über den Konfigurationseditor dessen Oberfläche auf Curses basierten Style um:

  • Spielen Sie die aktuellen Updates ein: Package administrationInstall new packageeisfair system updates and kernelEISFAIR base runtime system update to 1.2.1
  • Stellen Sie den Standard-Editor um: System administrationBase configurationSet eisfair configuration editorChange editor3: ece (eisfair configuration editor)
  • Stellen Sie den Menü-Stil um: System administrationbase configurationSet eisfair menu styleCurses style

Nach dem Neustart der Konfigurationsoberfläche erscheint diese im neuen Curses-Look.

Das Menü besteht aus den vier Obergruppen System administration, Packages administration, Service administration, User administration sowie exit zum Verlassen des Werkzeugfensters. Der Punkt System administration umfasst alle administrativen Einstellungen, die das System unabhängig von den installierten Komponenten betreffen. Dazu zählen die Konfiguration der Netzwerkumgebung- und Karte (siehe Kasten "Netzwerk-Konfiguration"). Die interaktive Hilfe ([F1]) gibt Aufschluß über alle wichtigen Elemente der Konfiguration.

Der ECE (Eisfair Configuration Editor) (Abbildung 2) dient zum Bearbeiten der Konfigurationsdateien. Besonders dem ungeübten Benutzer bietet er eine sinnvolle Hilfestellung, da er vorgenommene Einstellungen direkt nach Plausibilitätskriterien überprüft. Zudem zeigt er nur den Teil der Konfiguration, der momentan tatsächlich relevant ist. Nicht benötigte Sequenzen, wie etwa deaktivierte Einstellungen, blendet der Editor aus.

Abbildung 2: Der ECE (Eis Configuration Editor) bietet eine intuitiv zu bedienende Konfigurationsoberfläche, die Eingaben direkt auf Fehler prüft.

Netzwerk-Konfiguration

Die Konfiguration der Netzwerkeinstellungen erreichen Sie über System administration | Base configuration | Edit base configuration. Folgende Felder sind dort relevant:

  • IP_ETH_1_IPADDR: die gewünschte IP-Adresse.
  • IP_ETH_1_NETWORK: das Netzwerk; es entspricht der gewählten IP-Adresse, wobei Sie die letzte Zahl gegen eine Null austauschen.
  • IP_ETH_1_NETMASK: die Netzwerkmaske (meist 255.255.255.0).
  • IP_DEFAULT_GATEWAY: die IP-Adresse Ihres Routers.
  • DNS_SERVER: Die IP-Adresse eines Nameservers; sie entspricht oft der des Routers.

Eine andere Möglichkeit, den Eisfair-Rechner ans Netz zu bringen, stellt das Nachinstallieren des DHCP-Clients dar (Package administration | Install new package | DNS / DHCP | DHCP Client). Dieser bezieht von einem im Netz vorhandenen DHCP-Server (etwa dem Router) eine IP-Adresse sowie sämtliche wichtigen Informationen wie Default-Route und Nameserver.

Führen Sie nach Änderungen an den Netzwerkeinstellungen stets einen Neustart des Systems durch, damit Eisfair die Änderungen übernimmt.

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