Intel ICH6R Advanced Host Controller

Stellvertretend für andere Onboard-Controller testete die Redaktion den Intel Advanced Host Controller des Testrechners, der mit dem Mainboard P5GD1 Pro von Asus ausgerüstet war. Neben den herkömmlichen parallelen IDE-Anschlüssen (PATA, parallel ATA) besitzt das Mainboard vier SATA-Anschlüsse, die am RAID-Controller des ICH-6-Chipsatzes hängen.

Im Gegensatz zu den SATA-Ports des 3Ware Escalade 8506 hat das AHCI (Advanced Host Controller Interface) lediglich zwei ATA-Busse mit je einem Master- und einem Slave-Gerät. Dies begrenzt die Datentransferrate im RAID-5-Verbund, da stets drei Festplatten gleichzeitig im Einsatz sind.

In der Praxis jedoch erreicht der Intel-Chip die höchste Datentransferrate im Testfeld: Er las die Daten mit bis zu 86 MByte/s von den Festplatten und überflügelte dabei sogar den Hardware-Controller von 3Ware. Beim Schreiben, wo zwei Festplatten gleichzeitig die Daten und die Prüfsummen aufnehmen, brach die Datenrate auf weniger als die Hälfte ein – hier liegt eindeutig die Domäne der Hardware-RAID-Controller.

Das Software-RAID legen Sie beim Intel AHCI auf die gleiche Weise an wie beim Dawicontrol DC-4300, selbst die Gerätenamen sind die gleichen: Das Kernel-Modul ahci, das für den Intel-Controller zuständig ist, bindet die Festplatten als einzelne SCSI-Laufwerke ein, die Sie anschließend noch mit einer RAID-Partition vom Typ 0xFD partitionieren.

RAIDsonic Stardom SR-3600 USB/Firewire

Das RAIDsonic SR-3600 glänzte mit der einfachsten Handhabung im Test. Das externe Festplattengehäuse besitzt einen integrierten RAID-Controller und zwei Festplatten-Einschübe. Für die Inbetriebnahme schrauben Sie lediglich zwei Festplatten in die Einschübe und schalten das Gerät ein – abhängig von der Position des Schiebeschalters auf der Rückseite richtet der Controller die Festplatten dann als RAID-1 oder als RAID-0 ein.

Falls bereits Daten auf der ersten Festplatte liegen, die Sie noch benötigen, bauen Sie zunächst nur die erste Festplatte ein und starten dann den Controller. Anschließend schieben Sie die neue Festplatte in den Einschub, woraufhin der Controller mit dem Klonen der ersten Festplatte beginnt. Auf diese Weise ersetzen Sie später im laufenden Betrieb defekte Festplatten, den aktuellen Zustand des RAIDs zeigt Ihnen das Gerät auf dem integrierten Display an.

Der Anschluss an den Computer erfolgt entweder per USB 2.0 oder per Firewire 800 – letzteres erfordert einen separaten Controller für rund 80 Euro. Für den Test verwendete die Redaktion das Modell F5U623eaAPL von Belkin. Die Investition in den Firewire-Controller lohnt sich, da das RAID damit fast doppelt so schnell arbeitet als über USB. Der Flaschenhals ist eindeutig im USB-System zu suchen, das lediglich eine Brutto-Datentransferrate von 460 MBit/s besitzt, wovon maximal zwei Drittel für Nutzdaten zur Verfügung stehen.

Mit 500 Euro lag das RAIDsonic SR-3600 im Test an der oberen Preisgrenze, zeigte jedoch Schwächen bei der Verarbeitung. So wackelte der untere Festplatteneinschub und hatte sehr viel Spiel zum Gehäuse. Leider verwendet RAIDsonic auch keine SATA-Backplane, in die Sie die Festplatten direkt einschieben, sonder proprietäre Festplattenrahmen mit einer Leiterplattenverbindung zum Controller. Ein Ziel des SATA-Standards war eigentlich, genau solche Lösungen zu vermeiden.

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