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Webfehler aufspüren

Tote Links finden

Fein-Tuning

Typischerweise bestehen größere Internet-Seiten meist aus zahlreichen miteinander verwobenen Dateien. Linkchecker untersucht – ausgehend von der übergebenen Einstiegsadresse – mittels rekursiver Suche die gesamte Domain. Via linkchecker www.linux-user.de grast das Programm komplett alle Seiten ab, die mit http://www.linux-user.de beginnen.

Die Rekursionstiefe beeinflussen Sie durch die Option -r. Ein linkchecker -r1 www.linux-user.de untersucht die Startseite sowie direkt verlinkte Web-Seiten: Setzen Sie -r2 ein, steigt das Programm eine weitere Ebene hinab. Über die Optionen --no-follow-url=Regex und --ignore-url=Regex nehmen Sie ebenfalls Einfluss auf das automatische Weiterverfolgen des Seitengeflechts: Im ersten Fall analysiert Linkchecker die mit Hilfe des regulären Ausdrucks Regex beschriebenen URLs zwar, bezieht die Unterseiten jedoch nicht ein. Analog dazu geben Sie mit --ignore-url URLs Web-Seiten an, die Linkchecker ignorieren soll.

Das Überprüfen mehrerer Dateien geschieht aus Effizienzgründen weitestgehend parallel: Üblicherweise untersucht Linkchecker bis zu zehn Dateien gleichzeitig, mit der Option -tX ändern Sie die maximale Anzahl an geprüften Links, wobei X für die Anzahl steht. Eine detaillierte, deutschsprachige Liste aller möglichen Optionen erhalten Sie über den Befehl man linkchecker.

Fazit

Mit Linkchecker erhalten Administratoren ein nützliches Tool, um Lücken im Geflecht ihres Internet-Auftritts aufzudecken. Die zahlreichen Ausgabeformate ermöglichen die strukturierte Aufarbeitung gefundener Link-Fehler. Probleme hatte Linkchecker im Test lediglich mit Dateien innerhalb des eigenen Dateisystems. Machtlos ist das Tool auch, wenn der verwendete Webserver anstelle einer gängigen Fehlermeldung eine alternative, aber korrekte Seite liefert.

Der Autor

Hagen Höpfner hat seine Promotion zum Dr.-Ing. in Informatik inzwischen erfolgreich abgeschlossen und ist seitdem Lecturer für Datenbanken und Informationssysteme an der International University in Germany (http://www.i-u.de) in Bruchsal. Der begeisterte Vater ist Co-Autor eines Lehrbuch zum Thema "Mobile Datenbanken und Informationssysteme" und spielt in seiner Freizeit Gitarre in der Rockband "Gute Frage" (http://www.gutefrage.info).

Infos

[1] Homepage von Linkchecker: http://linkchecker.sourceforge.net/

[2] Linkchecker downloaden: http://sourceforge.net/project/showfiles.php?group_id=1913

[3] Linkchecker für Debian: http://packages.debian.org/unstable/web/linkchecker

[4] Ivan Herman, M. Scott Marshall: GraphXML – An XML-Based Graph Interchange Format; CWI:http://db.cwi.nl/rapporten/abstract.php?abstractnr=613

[5] GVF – The Graph Visualization Framework: http://gvf.sourceforge.net/

[6] Das GML-Dateiformat: http://infosun.fmi.uni-passau.de/Graphlet/GML/

[7] Graphviz – Graph Visualization Software zum Anzeigen von DOT-Dateien: http://www.research.att.com/sw/tools/graphviz/

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LinuxUser 06/2012

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