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Feurige Künste

Iptables-GUIs im Vergleich

Fazit

Suse, Mandriva und Fedora Core sichern ihre Benutzer bereits out of the box ausreichend ab und liefern eine grafische Oberfläche zur nachträglichen Konfiguration von Iptables. Das Fedora-GUI ist recht spartanisch geraten, bietet aber für die gängigen Dienste eine bequeme Freigabe in Richtung Internet. Gleiches gilt auch für Mandriva. Wer Wert auf ein granularere Konfiguration legt, ist bei Suse am besten bedient: Hier finden sich auch Settings für IPSec und NAT.

Ubuntu-Anwender haben das Nachsehen und müssen sich um ihre Sicherheit auf Firewall-Ebene selbst kümmern. Befremdlicherweise befindet sich in den von Ubuntu offiziell unterstützten Repositories auch kein grafisches Firewall-Tool – nur das Universe-Repository bietet ein solches an. Diesem nicht mehr zeitgemäß Umstand sollten die Entwickler schleunigst abhelfen.

Glossar

NAT

Network Address Translation. Verfahren, um eine IP-Adresse in einem Datenpaket durch eine andere zu ersetzen. NAT kommt meist zum Einsatz, um den Rechnern im lokalen Netz über eine einzelnen öffentliche IP-Adresse den Zugriff auf das Internet zu ermöglichen.

Router

Vermittlungsrechner, der dafür sorgt, dass bei ihm Daten zum vorgesehenen Zielnetz weitergeleitet werden. Ein Router besitzt für jedes an ihn angeschlossene Netz eine Schnittstelle.

VPN

Virtual Private Network. Ein Computernetz, das zum Transport privater Daten ein öffentliches Netz (meist das Internet) nutzt. Teilnehmer eines VPN können Daten wie in einem lokalen Netzwerk austauschen.

Broadcast

Rundsendung. Dient meist der gleichzeitigen Übermittlung von Adress- oder Dienste-Informationen an alle Netzwerkteilnehmer.

DMZ

Demilitarized Zone. Ein geschütztes Netz für einen oder mehrere Computer, das sich zwischen dem internen Netz und dem Internet befindet und nach beiden Seiten durch Firewalls abgetrennt wird. Die DMZ ermöglicht, nach außen Dienste bereitzustellen, ohne das interne Netz zu gefährden.

Portscan

Überprüfung, welche Ports auf einem Zielsystem geöffnet sind. Auf diese Weise lässt sich darauf schließen, welche Dienste ein Rechner anbietet. Eigentlich protokollkonform und damit völlig opportun, kann die Information über die geöffneten Ports von Angreifern aber auch missbraucht werden.

Masquerading

Bezeichnung für eine spezielle Form von NAT. Beim Masquerading schreibt die Firewall nicht nur IP-Adressen, sondern auch Portnummern um. Daher bezeichnet man Masquerading auch als NAPT (Network Address and Port Translation).

ICMP

Internet Control Message Protocol. ICMP ist ein Bestandteil der Internet-Protokoll-Familie TCP/IP und dient zum Austausch von Fehler- und Informationsmeldungen innerhalb des Netzwerks.

Infos

[1] Netfilter: http://www.netfilter.org

[2] Firestarter: http://www.fs-security.com/

Der Autor

Jörg Harmuth ist selbständiger IT-Security Consultant und Netzwerkspezialist. Seine Freizeit verbringt er am liebsten mit seinem Nachwuchs und der Erforschung der Untiefen von den OSI-Layern drei und vier.

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LinuxUser 06/2012

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