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GMX MediaCenter ins lokale Dateisystem einbinden

Bitte einhängen

Der übliche Weg, ein Dateisystem einzuhängen, führt über den Befehl mount. Im konkreten Fall lautet das notwendige Kommando:

mount -t davfs https://mediacenter.gmx.net Einhängepunkt

Möchten Sie die Verbindung über einen Proxy-Server erstellen, erweitern Sie das Kommando um -o proxy=IP-Adresse:Port . Der Mount-Befehl bleibt jedoch dem User root vorbehalten und steht damit für unprivilegierte User nicht zur Verfügung.

Damit Sie auch das gewünschte WebDAV-Verzeichnis mounten können, ist folgender Eintrag in der Datei /etc/fstab erforderlich:

https://mediacenter.gmx.net/ /home/Benutzer
/gmx davfs user,noauto 0 0

Da dieser Eintrag an einen festen lokalen Pfad gebunden ist, erstellen Sie zuerst das Verzeichnis, in dem Sie das MediaCenter mounten möchten. Als normaler Anwender hängen Sie die Ressource nun mit dem Befehl mount Zielverzeichnis ein. Das Zielverzeichnis ist der in /etc/fstab eingetragene lokale Ordner.

Die WebDAV-Ressource erhält stets die Rechte desjenigen Benutzes, der sie eingehängt hat. Das bedeutet, dass ausschließlich der jeweilige Benutzer Schreib- und Leserechte auf das gemountete Verzeichnis und die darin enthaltenen Dateien besitzt. Diese Rechte lassen sich nachträglich nicht mehr ändern.

Das GMX MediaCenter lässt sich sowohl SSL-verschlüsselt (über HTTPS) als auch unverschlüsselt (via HTTP) ansprechen. Abhängig von der gewunschten Methode tragen Sie in /etc/fstab oder beim Aufruf von Mount entweder http oder https als URL ein.

Die Wahl der verschlüsselten Verbindung ist mit dem Nachteil verbunden, dass bei jedem Einhängen das Zertifikat abgefragt wird (Abbildung 3), da Davfs2 dieses bislang nicht zwischenspeichern kann. Ein automatisches Einhängen beim Start des Betriebssystems ist damit problematisch.

Abbildung 3: Da Davfs2 Zertifikate nicht speichert, erscheint bei jedem Mounten verschlüsselter Ressourcen eine Sicherheitsabfrage.

Streng geheim

Jedes Mounten einer WebDAV-Ressource erfordert die Eingabe des Benutzernamens und des Passworts. Diese Abfrage vermeiden Sie, indem Sie im Verzeichnis ~/.davfs2 die Datei secrets erstellen. Darin hinterlegen Sie die URL der Quelle, den Usernamen und das Passwort der zugriffsberechtigten Person in der genannten Reihenfolge. Ein Eintrag kann also beispielsweise wie folgt aussehen:

http://mediacenter.gmx.net   linuxuser@gmx.de   paSs?woRt

Da diese Datei sensible Informationen enthält, darf sie auf jedem Fall nur für den jeweiligen Benutzer Lese- und Schreibrechte einräumen (chmod 600). Stimmen diese Berechtigungen nicht, verweigert mount.davfs das Mounten der Quelle mit dem Hinweis secrets has wrong permissions.

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Infos zum Autor

Thomas Leichtenstern

Thomas Leichtenstern

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LinuxUser 06/2012

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