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Von der Rolle

Digitaler Videorekorder VDR

Integrierte Kanalsuche

Eine andere häufig gewünschte Funktion stellt die integrierte Kanalsuche dar. Benötigte VDR 1.2.6 noch externe Programme, um eine Kanalliste zusammenzustellen, kann VDR 1.3 während des EPG-Scans neue Kanäle erkennen und hinten an die Kanalliste anhängen. Dazu müssen Sie lediglich unter EinstellungenDVBKanäle aktualisieren auf Neue Transponder umstellen (Abbildung 3) und einige Zeit warten.

Da VDR die Kanalsuche während des EPG-Scans erledigt, kann es passieren, dass auf Systemen mit nur einer DVB-Karte keine neuen Kanäle auftauchen – etwa weil Sie den Rechner ausschalten, wenn gerade keine Aufzeichnung läuft. VDR wartet, bis der Rechner die unter EinstellungenEPGZeit bis EPG Scan (Abbildung 4) eingestellte Zeit inaktiv war – also der Benutzer weder eine Taste gedrückt hat noch eine Wiedergabe oder Aufnahme läuft.

Schalten Sie jedoch – etwa über EinstellungenSonstigesMindest Benutzer-Inaktivität – nach 45 Minuten Inaktivität ab, kann es nie zu einem EPG-Scan kommen. In diesem Fall aktualisiert VDR das EPG nur dann, wenn Sie ohnehin auf einen Kanal des gleichen Transponders umschalten. Wenn Sie auf einem Ein-Karten-System eine Kanalsuche starten wollen, sollten Sie daher zusätzlich den EPG-Scan wie in Abbildung 4 gezeigt mit der roten Taste anstoßen.

Abbildung 3: Eine häufig gewünschte Funktion ist die integrierte Kanalsuche. Stellen Sie die Kanalsuche auf Neue Transponder, findet VDR selbst Kanäle auf abgelegenen Transpondern.

Abbildung 4: Bei Systemen mit nur einer DVB-Karte müssen Sie entweder die Mindest Benutzer-Inaktivität im Menü Sonstiges abschalten, oder aber einen EPG-Scan mit der roten Taste explizit starten, damit VDR überhaupt neue Kanäle finden kann.

In der nächsten Entwickler-Version VDR 1.3.38 will Klaus Schmidinger eine ebenfalls lang ersehnte Funktion umsetzen: VDR wird dann nicht nur den aktuell verbleibenden Festplattenplatz anzeigen, sondern auch alle bereits zum Löschen markierten, aber noch nicht entsorgten Aufzeichnungen einbeziehen. Bislang war es nötig, entweder die Verzeichnisse von Hand auf der Kommandozeile zu löschen oder VDR neu zu starten, damit VDR anschließend aufräumt.

Aufnahmen schneiden

Solche zum Löschen vorgesehene Aufzeichnungen fallen schnell in großer Zahl an, wenn Sie etwa einige Episoden einer Serie schneiden. Im Gegensatz zum herkömmlichen Filmschnitt, bei dem Sie ungewollte Passagen aus dem Film entfernen, kopiert VDR lediglich die gewünschten Teile in eine neue Aufzeichnung. Welche Teile VDR herauskopieren soll, legen Sie mit Schnittmarken fest. Dazu drücken Sie während der Wiedergabe [0], wenn der Werbeblock beginnt, und wieder [0], wenn der Film weiter geht. Mit den Tasten [7] und [9] springen Sie zur vorherigen bzw. nächsten Schnittmarke und können sie mit [4] und [6] um ein Vollbild nach vorne oder hinten verschieben. Die Taste Ok blendet währenddessen eine Zeitleiste wie in Abbildung 5 ein.

Abbildung 5: VDR bietet eine komfortable Schnittfunktion, mit der Sie Filme von Werbung und etwaigen Resten vorher oder nachher gesendeter Filme befreien können.

Die senkrechten Striche in der Zeitleiste symbolisieren die Schnittmarken, die gerade ausgewählte Schnittmarke zeigt der rote Pfeil an. Je nach dem, ob es sich um eine Anfangs- oder Endmarke handelt, befindet sich der Pfeil oben oder unten. Der Bereich zwischen einer Anfangs- und Endmarke wird später kopiert, wenn sie mit [2] die Schnittfunktion starten. VDR speichert die Kopie unter dem gleichen Namen wie das Original, stellt ihr jedoch ein Prozentzeichen voran (das eine Schere symbolisieren soll). Indem VDR die gewünschten Teile kopiert und nicht Passagen aus dem Originalmaterial entfernt, können Sie das Ergebnis prüfen und gegebenenfalls die Schnittmarken im Original korrigieren, bevor Sie am Ende das Original löschen.

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Infos zum Autor

Mirko Dölle

Redakteur für Linux bei c't, Heise Zeitschriften Verlag; ehemals Competence Center Hardware/Linux-Magazin, Linux New Media AG


Infos zur Publikation

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LinuxUser 06/2012

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