Bremse lösen, Turbo rein!
Festplatten und Laufwerke beschleunigen
Start me up!
Um beim Booten die richtigen Einstellungen automatisch zu starten, fügen Sie den kompletten hdparm-Befehl in eines der Linux-Start-Skripte ein. Mandriva-Nutzer öffnen dazu die Datei /etc/rc.d/rc.local mit Root-Rechten, Debianer nutzen /etc/rcS.d/bootmisc.sh. Fügen Sie einfach den kompletten Befehl in die Datei ein – im Beispiel lautet er hdparm -d1 -X69 -u1 -m16 -c3 -k1 /dev/hdc. Dank der Option -k1 bleiben die Einstellungen nach einem so genannten Soft Reset eines Geräts im Zuge einer Fehlerkorrektur erhalten. Unter Suse Linux heißt die entsprechende Datei boot.local, einfacher schaltet man DMA hier aber über Yast an und aus. Rufen Sie Yast auf, wechseln Sie zum Reiter Hardware und wählen Sie den Eintrag IDE DMA-Modus. Nun erscheinen DMA-Informationen zu Ihren angeschlossenen Massenspeichern (Abbildung 4). Über ein Drop-Down-Menü im unteren Bereich wählen Sie den DMA-Modus aus: Stürzt Ihr Rechner häufig ab, probieren Sie es einmal mit einer anderen DMA-Version – wählen Sie zum Beispiel -X67 statt -X69.
DMA abschalten
Sie schalten DMA bei Suse gleich doppelt ab: Nicht nur das BIOS aktiviert DMA, sondern auch das Betriebssystem. Zunächst deaktivieren Sie DMA über den Boot-Manager. Für Suse – aber auch Debian – öffnen Sie im Verzeichnis /boot/grub/ die Datei menu.lst mit Root-Rechten. Suchen Sie den Abschnitt, über dem title SUSE LINUX bzw. title Debian GNU/Linux steht. Tragen Sie am Ende der Zeile darunter, die mit kernel beginnt, ide=nodma ein, damit das BIOS nach dem Neustart den DMA-Modus nicht verwendet. Für Mandriva 2006 tragen Sie ide=nodma in die Datei /etc/lilo.conf ein und ergänzen im Abschnitt label="linux" die Zeile, die mit append beginnt.
Hängt sich der Rechner nach dem Aktivieren von DMA beim Booten komplett auf, starten Sie zur Rettung ein aktuelles Knoppix. Mit Root-Rechten und dem Befehl mount -t auto /dev/hdc
/Festplatte
binden Sie die Festplatte in das Verzeichnis Festplatte ein, das Sie im Wurzel-Verzeichnis von Knoppix anlegen. Mit cd /Festplatte/etc/rc.d wechseln Sie dann in den Ordner, in dem die Start-Skripte liegen. Via mv boot.idedma boot.idedma.alt entfernen Sie die Datei aus dem Boot-Vorgang, welche beim Start DMA einschaltet. Beim nächsten Booten ignoriert das Betriebssystem DMA. Nun ändern Sie mit Root-Rechten den Namen der Datei zurück – mv boot.idedma.alt boot.idedma – und deaktivieren DMA über Yast. Haben Sie die hdparm-Befehle manuell in die Start-Skripte eingetragen, kommentieren Sie einfach die Befehle wieder aus.
Infos
[1] Die Sourceforge-Web-Seite von hdparm: http://sourceforge.net/projects/hdparm/
[2] Übersicht zum ATA-Standard und DMA: http://de.wikipedia.org/wiki/ATA_(Schnittstelle)



