Home / LinuxUser / 2005 / 12 / Textbasiert chatten mit Irssi

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

Mandriva gibt Distribution in die Hände der Community
(268 Punkte bei 24 Stimmen)
Neues vom Systemd
(161 Punkte bei 4 Stimmen)
Mandriva in Nöten
(161 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Shopping
Topsuche
 
Yatego Deutschlands größte Shoppingmall. 10000 Shops,
3.5 Mio Artikel. Alle Bestseller, Servertechnik und Technik Themenwelten.

Notebooks und Netzwerkhardware bei Mercateo günstig kaufen.
Internet Telefonie mit VoIP Telefonen von Gigaset
Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.
Günstige Digitalkameras finden Sie im Preisvergleich.

IRSSInnig gut

Textbasiert chatten mit Irssi

Nick-Listen

Ein weiteres Feature, dass grafikverwöhnte Chatter vermissen könnten, ist die Leiste mit den Benutzernamen am rechten Fensterrand. Eine Liste der aktuellen Benutzer lässt sich zwar leicht über den IRC-Befehl /name abrufen, doch hält Irssi auch hier eine optische Lösung für Sie parat. Laden Sie das Perlskript nicklist.pl [5] in der aktuellen Version 0.4.6 herunter und installieren Sie es auf die bereits beschriebene Weise. Es ist ratsam, eine Kopie des Skripts in den Ordner ~/.irssi/scripts/autorun zu legen.

Um Irssi nun um die Nickliste am rechten Bildschirmrand zu ergänzen, ist der Konsolenfenster-Manager screen von Nöten – er sollte aber auf allen gängigen Distributionen vorinstalliert sein. Starten Sie Irssi mit dem Befehl screen irssi, laden Sie das Skript mit /script load nicklist.pl und aktivieren Sie es zu guter Letzt noch mit /nicklist screen (Abbildung 3).

Abbildung 3: Eine Nicklist gestaltet den Chat übersichtlicher. Sie laden dazu ein Perl-Skript aus dem Netz und aktivieren es.

Die Breite der Leiste lässt sich mit dem Befehl /set nicklist_width festlegen: Experimentieren Sie mit Zahlen zwischen 10 und 15, und passen Sie den Wert an Ihren Geschmack an. Ein /set nicklist_automode screen sorgt dafür, dass auch beim nächsten Start Irssi eine Nickliste für Sie bereit hält. Einziger Wermutstropfen ist, dass das Skript augenscheinlich nicht den Windows-Split-Modus beherrscht und Irssi rhythmisch flackert, wenn man den Client per remote benutzen möchte.

In manchen Chat-Räume tummeln sich mehr als 100 Benutzer gleichzeitig. Diese schreiben zwar nicht alle wild durcheinander, aber in die Nickliste passen sie dennoch nicht. Abhilfe verspricht hier das Kommando /nicklist scroll, das Sie an ein Tastaturkürzel binden können. Das funktioniert mit den Befehlen:

/bind Taste
 command nicklist scroll -3
/bind Taste
 command nicklist scroll +3

Alternativ öffnen Sie mit einem Texteditor Ihrer Wahl die Datei ~/.irssi/config und setzen an deren Ende die Zeilen:

keyboard = (
 { key = "meta2-P"; id = "command"; data = "nicklist scroll -3"; },
 { key = "meta2-Q"; id = "command"; data = "nicklist scroll +3"; }
 );

Das angeführte Beispiel bindet [F1]und [F2]. Wollen Sie andere Tasten belegen, verrät Ihnen eine Tabelle [6] die korrekten Bezeichnungen für die verschiedenen Funktionstasten.

Tipps & Tricks

Es gibt noch weitere Tricks und Kniffe, um Irssi besser an Ihre Bedürfnisse anzupassen. Eine fast vollständige Liste möglicher Einstellungen hält das deutschsprachige Wikibook zu Irssi bereit [7] (Abbildung 4). Auch ein Durchforsten der Irssi-Skripte [4] lohnt sich. Über sehr nützliche bis hin zu eher verspielten Skripten, werden sie dort zu allen nur erdenklichen Themen fündig.

Abbildung 4: Eine Übersicht der Befehle, die Irssi beherrscht, erhalten Sie, wenn Sie im Statusfenster /help eingeben – ansonsten gibt es zahlreiche Hilfeseiten im Internet.

Sehr hilfreich ist, dass Irssi in einem screen-Fenster läuft. Einmal unter X gestartet, bleibt es auch dann noch im Hintergrund, wenn das Terminalfenster versehentlich oder absichtlich (z.B. durch Beenden von KDE/Gnome) geschlossen wurde. Da sich die Bedienung von screen aber recht umständlich gestaltet, hilft die Zeile

alias irssi='if pgrep irssi;then screen -x irssi;else screen -S irssi irssi;fi'

weiter. Schreiben Sie den so geschaffenen Alias-Befehl am besten in die .bashrc in Ihrem Home-Verzeichnis. Er bewirkt, das Irssi in einem Screen-Fenster gestartet wird und kontrolliert bei erneutem Aufruf von Irssi, ob der Client nicht eventuell schon läuft. Sollte Irssi bereits aktiv sein, wird dadurch die aktuelle Sitzung einfach fortgeführt.

Sehr lange Befehle mit vielen Optionen und Parametern kürzen Sie unter Irssi ab. Man unterscheidet zwei Arten von Befehlen: Solche, die Sie häufig aber unregelmäßig benötigen und Befehle, die Irssi beim Betreten des Servers automatisch ausführt. Letztere lassen sich ohne Probleme mit der Option autosendcmd einrichten. Solch einen Befehl nutzt man beispielsweise, um den eigenen Nickname bei Nickserv (siehe Artikel S. 52) anzumelden. Fügen Sie diese Option mit dem Befehl

/ircnet add -autosendcmd "/^msg nickserv identify Passwort
; wait -freenode 2000" freenode

ein. Der Befehl meldet Sie beim Service Nickserv des Netzwerkes Freenode an.

Anders verhält es sich mit unregelmäßig, aber häufig verwendeten Befehlen: So wird zum Beispiel das Wegschicken oder Zurückholen des ChanServ-Bots – des automatischen Kanalwächters – mit dem Befehl /msg chanserv set <§§i>#Raumname<§§i> guard off für eilige Gemüter zu einer ermüdenden Angelegenheit. Binden Sie solche Befehle über /alias an einen kürzeren Parameter, indem Sie

/alias BOTOFF "msg chanserv set #raumname
 guard off"

eingeben. Nun sollte ein einfaches /botoff genügen, um sich vom Channel-Wächter zu befreien.

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

Hits
Wertung: 139 Punkte (3 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zum Autor

Mirko Albrecht

Mirko Albrecht schreibt seit Ende 2004 regelmäßig Beiträge für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Wenn er nicht gerade eine neue Distribution ausprobiert, spielt er gern Schach oder fotografiert die Welt.
Seine Rechner werden meist von Xubuntu oder Opensuse bevölkert.


Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

LinuxUser 06/2012

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,50 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 56,10) können Sie im LNM-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Adobe AIR
Adobe-AIR-Programme installieren und (manuell) starten
Tim Schürmann, 14.05.2012 13:09, 0 Kommentare

Es gibt sie noch: neue Anwendungen, die Adobes Integrated Runtime voraussetzen. Aktuellstes und vermutlich auch größtes Beispiel ist das Adventure Botanicula

Aktuelle Fragen

gibt es ein Kommandozeilen Tool, um ein X11-Fenster in ein Anderes einzubetten?
GoaSkin , 21.05.2012 16:44, 0 Antworten
Das XEmbed-Protokoll ist u.A. dazu gedacht, dass man eine X11-Anwendung in eine andere wie ein Wi...
Apache2, Options -Indexes geht nicht
no no, 12.05.2012 19:01, 8 Antworten
Habe in apache2.conf folgendes stehen: Options -Indexes ...
LInux auf Dell LS H500
Andreas Endresl, 09.05.2012 08:54, 2 Antworten
Habe einen alten Dell Latitude LS H500 nur mit ext. Floppy und CD es geht nur immer eines von den...
Datenwiederherstellung unter Ubuntu 12.04 mit "Simple Backup" nach Umzug von Linux Mint
Christian Lottmann, 07.05.2012 13:33, 0 Antworten
Vor dem Umzug auf Ubuntu 12.04 habe ich unter Linux MInt mit "Simple Backup" voll (15.4.2012) und...
DKMS für den propritären NVIDIA-Treiber
Commander Data, 26.04.2012 22:02, 2 Antworten
Hallo an die Gemeinde. Ich habe hier ein interessantes Stück openSuSE gefunden. http://forums.op...