Rock around the Shell
Musik-Tools auf der Kommandozeile
Guter Start
mp3blaster besitzt einige Kommandozeilenoptionen, mit denen sich schon beim Start das Verhalten des Players steuern lässt. Um beim Start eine Playliste zu laden und direkt mit der Wiedergabe zu beginnen, verwenden Sie beispielsweise den Parameter -a und geben den Namen der Liste an:
mp3blaster -a queen.lst
Soll die Liste zwar geladen, aber nicht direkt abgespielt werden, verwenden Sie stattdessen -l. Um die Liste direkt in den Endlosmodus zu schalten, können Sie schon beim Start -R (für "repeat") angeben:
mp3blaster -a queen.lst -R
Dem Player lässt sich nicht nur eine fertige Liste übergeben, sondern auch ein oder mehrere Dateinamen. Nach dem Abspielen dieser Songs beendet sich mp3blaster automatisch. Wollen Sie das unterbinden, starten Sie das Programm einfach zusätzlich mit dem Parameter -q.
Alles automatisch
Das Aussehen und Verhalten von mp3blaster können Sie über eine versteckte Konfigurationsdatei im eigenen Home-Verzeichnis (~/.mp3blasterrc) anpassen. Das Programm bringt dazu eine fertige Vorlage mit, die Sie ganz einfach kopieren und im Texteditor bearbeiten können. Das Template namens sample.mp3blasterrc finden Sie normalerweise im Verzeichnis /usr/share/mp3blaster/, unter Debian dagegen lagert es als gepackte Datei in /usr/share/doc/mp3blaster/examples/.
In dieser reinen Textdatei sind standardmäßig alle Einträge durch eine Raute (#) am Zeilenanfang auskommentiert. Entfernen Sie das Zeichen daher, wenn Sie eine Funktion aktivieren möchten. Neben allgemeinem Verhalten können Sie in dieser Datei die farbliche Gestaltung des Players neu definieren. Auch die Tastaturbelegung lässt sich an eigene Wünsche anpassen. Eine ausführliche Erklärung sowie Tipps und Tricks zur eigenen ~/.mp3blasterrc finden Sie in der Manpage des Players (man mp3blaster).
Glossar
ID3
In so genannten ID3-Tags lagern in Audiodateien (darunter MP3, Ogg-Vorbis, WMA und AAC) Metainformationen. Der ID3-Tag-Standard beschreibt zwei Varianten, ID3v1 und ID3v2.x: ID3v1-Tags beschränken sich für die Metadaten auf einen 128 Byte großen Block mit festem Aufbau am Ende der Datei. Der Nachfolger ID3v2 (aktuell ist Versionsnummer 2.4, daher lautet der volle Name ID3v2.4) ist im Gegensatz zum Vorgänger nicht in den letzten Bytes angesiedelt, sondern der binären Audio-Datei vorangestellt. Die Informationen dürfen bis zu 256 MByte Platz belegen und teilen sich in einzelne (jeweils bis zu 16 MByte große) "Frames" auf. In diesen können deutlich mehr Informationen (und sogar Bilder) untergebracht werden; ID3v2-Tags unterstützen darüber hinaus den Zeichensatz Unicode. Die beiden ID3-Standards schließen einander nicht aus: Eine Anwendung, die auf die Metainformationen zugreift, wählt dann zur Anzeige jeweils die Tag-Variante aus, die sie versteht.
Ncurses
Eine freie C-Programmbibliothek, die unter anderem Funktionen zur Behandlung der Tastatur- und Mauseingabe sowie zur Behandlung und Erzeugung mehrerer Fenster bietet.
Infos
[1] mpg123-Homepage: http://www.mpg123.de/
[2] mpg321-Web-Seite: http://mpg321.sourceforge.net/
[3] Ogg-Vorbis-Web-Seite: http://www.vorbis.com/
[4] Konsolen-Player mp3blaster: http://www.stack.nl/~brama/mp3blaster/



