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MP3-Player unter Linux nutzen
i.Beat Organix
Als dritter Flash-Player stand der i.Beat Organix von Trekstor auf dem Prüfstand. Das Gerät funktioniert nach dem Anschließen über den USB-Port ohne weiteres Zutun als externer Speicher. Bei Distributionen ohne Automounter hängen Sie den Flash-Player mit
mount /dev/sda1 /Mount-Punkt
ins System ein. Zum Lieferumfang des i.Beat gehört auch ein kurzer USB-Adapter, der hilft, den Kabelsalat zu vermeiden. Der Player bietet zudem einen Line-In-Eingang, um Lieder direkt im MP3-Format aufzunehmen und Radio-Funktion.
Als einziger Flash-Player im Testfeld unterstützt der i.Beat Organix auch das freie OGG-Vorbis-Format: Dies erfordert allerdings ein Upgrade der Firmware, das nur unter Windows läuft. Unser Testgerät überstand das Upgrade problemlos und spielte danach – wie versprochen – auch OGG-Dateien ab. Ein ausführlicher Test von OGG-Vorbis-Playern ist für eine spätere Ausgabe des LinuxUsers vorgesehen.
Siegerehrung
Mit Ausnahme des mit HFS+ formatierten iPods gab es im Test keine Probleme. Dieser iPod ließ sich nach einiger Zeit nur noch read-only mounten, da einige Tests das Dateisystem nicht sauber aushängten. Ein Versuch, das Filesystem unter Linux zu reparieren, endete mit totalem Datenverlust.
Trotzdem geht bei den 20 GByte-Playern der Testsieg klar an den iPod. Er ist nicht nur 100g leichter und damit wesentlich handlicher als die Creative Jukebox, sondern bringt auch eine Kalender- und Adressbuch-Funktion mit. Kopieren Sie dazu einfach beliebige vCal-, iCal- oder vCard-Dateien auf den iPod in den dafür vorgesehenen Order. Über entsprechende Skripte, die zum Beispiel Gtkpod mitbringt, lässt sich auch ein Abgleich mit Kontact oder Evolution realisieren. Der iPod beherrscht allerdings kein UTF-8, alle Dateien müssen deshalb in der Kodierung ISO-8859-1 vorliegen.
Bei den Mittelgewichten gefiel beim Zen Micro gut, dass er sich auch als externer USB-Speicher verwenden lässt und einen FM-Tuner mitbringt. Sein direkter Konkurrent, Apples iPod Mini besticht durch das schöne Design, das kleinere Format und die Firewire-Schnittstelle. Creatives Zen Micro besitzt zwar 1 GByte mehr Speicher als der iPod Mini, bietet jedoch Linux-Benutzern keine Kalender- oder Adressbuch-Funktion. Da die zwei Musikmacher hinsichtlich des Preises und der Klangqualität gleich liegen, fällt hier die Entscheidung schwer.
Bei den Flash-Playern geht der Testsieg dank OGG-Vorbis-Unterstützung an den i.Beat Organix von Trekstor. Als einziger Player im Testfeld bot der MuVo von Creative zudem keine befriedigende Sound-Qualität. Hier war bei leiser Musik ein deutlicher Pfeifton zu hören. Der Player lässt sich auch nicht über den USB-Port aufladen, sondern bezieht seinen Strom über eine AAA-Batterie. Der Shuffle iPod von Apple ist zwar hübsch, disqualifiziert sich aber durch seinen geringen Funktionsumfang und die umständliche Bedienung unter Linux.



