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Audiodateien bearbeiten mit Sweep

Mixed emotions

Mixen ist oft ein besonderer Spaß. Britney Spears mit Rammstein-Gitarren zu unterlegen, auch das geht mit Sweep. Öffnen Sie den Song, aus dem Sie das Sample entnehmen wollen. Markieren Sie die gesuchte Passage und wählen Sie Kopieren unter dem Menüpunkt Bearbeiten. Dann öffnen Sie das Original, in das der kopierte Ausschnitt eingefügt werden soll. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder Sie fügen das Sample für sich allein stehend ein, oder Sie legen es über das Original.

Im ersten Fall bringen Sie den Abspiel-Cursor auf die Stelle, wo das Sample eingefügt werden sollen und wählen dann Einfügen aus dem Menü Bearbeiten. Das Sample unterbricht dann das Original. Im zweiten Fall suchen Sie im Original eine Stelle, die überlagert werden soll, bewegen den Cursor zum Beginn dieser Stelle und wählen aus dem selben Menü den Eintrag Einmischen. Die Wellenformen von Sample und Original verschmelzen miteinander.

Die Option Einblenden schafft hingegen einen fließenden Übergang zwischen dem Original und dem Sample. Das Original wird ausgefadet und durch das lauter werdende Sample schließlich komplett ersetzt. Über den Regler auf der rechten Seite des Hauptfensters lässt sich zudem die Abspielgeschwindigkeit eines Tracks pitchen, sprich prozentual erhöhen oder verringern.

Ruhe! Aufnahme!

Sweep verfügt über eine Aufnahme-Funktion. Um die zu nutzen, verbinden Sie zunächst eine externe Audioquelle mit dem Mikrofoneingang Ihrer Soundkarte. Die Quelle kann zum Beispiel Ihr MP3-Player sein. Fahren Sie zunächst die Musik ab. Öffnen Sie dann den Laustärkeregler mit einem Rechtsklick auf das Lautsprechersymbol. Unter KDE tut es auch das Kommando kmix.

Falls Sie jetzt keine Musik hören, ist der Regler für das Mikrofon noch geschlossen. Wählen Sie unter KDE den Reiter Eingang. Fahren Sie die Regler, neben denen Mic und Capture steht, hoch und schalten Sie die dazu gehörigen grünen und roten Lämpchen ein (Abbildung 5). Rot symbolisiert die Aufnahmefunktion, grün die Sperrfunktion. Nun sollten Sie den Sound hören. Ist er zu leise, aktivieren Sie den Mic-Boost-Channel, um die Ausgabelautstärke zu erhöhen. Tut sich noch nichts, erhöhen Sie die Lautstärke an der Audioquelle, oder ziehen Sie den Master-Pegel hoch.

Abbildung 5: Um externe Soundquellen aufzuzeichnen, muss man sie zunächst hörbar machen. Dazu öffnet man die Mic- und Capture-Eingänge und aktiviert die roten und grünen Lämpchen. Dann kann aufgezeichnet werden.

Wenn Sie den Sound Ihrer Soundquelle hören, starten Sie Sweep und erzeugen Sie einen neuen, leeren Bereich. Markieren Sie ihn komplett, denn Aufnahmen sind in Sweep nur innerhalb von Selektionen möglich. Beim Klick auf den roten Button unten links im Bedienfeld öffnet sich das Bedienfeld zur Aufnahme. Zum Starten der Aufnahme klicken Sie auf den Knopf mit dem kleinen roten Kreis. Innerhalb der Selektion erscheint ein vertikaler roter Cursor, der, wenn die Einstellungen richtig sind, eine Welle hinter sich herzieht. Die stammt vom aufgezeichneten File.

Sehen Sie keine Welle, zeichnet Sweep nicht auf. Überprüfen Sie in diesem Fall die Einstellungen Ihres Laustärkereglers sowie die Steckverbindung zu Ihrer Soundkarte. Eine dauerhafte Aufnahme erreichen Sie, indem Sie den Loop-Button links neben dem Record-Button drücken. Die Aufnahme startet dann neu, sobald sie das Ende des Auswahlbereichs erreicht hat.

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Infos zum Autor

Kristian Kißling

Kristian Kißling

Wenn Kristian Kißling nicht gerade für die LinuxCommunity schreibt, arbeitet er als Redakteur bei der Zeitschrift EasyLinux und als Chefredakteur für den Ubuntu User. Am liebsten beschäftigt er sich mit Multimedia- und Unterhaltungssoftware im weiteren Sinne und mit neuer Open-Source-Software, die überraschende Fähigkeiten zeigt.

Zum Blog von Kristian Kißling →


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LinuxUser 06/2012

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